KiGa-Integrationsplatz erfüllt angebl. Anforderung nicht

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Yvonne und Kjeld
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KiGa-Integrationsplatz erfüllt angebl. Anforderung nicht

Beitragvon Yvonne und Kjeld » 03.08.2018, 15:43

Hallo,
ich brauche wieder einmal eure Erfahrungen. Kjel dsoll ab nächste Woche als Integrationskind in den Regelkindergarten, weil wir keinen Heilpädagogischenplatz bekommen haben, daher waren wir heute beim Kreis für eine entsprechende Untersuchung (beantragt haben wir im März, aber keinen früheren Termin bekommen).
Die Dame war sehr nett und bewilligt uns das ganze zähneknirschend, hat mir aber mehr als deutlich gemacht, dass Kjeld absolut ungeeignet sei für diese Art der Betreuung (ich bin aus allen Wolken gefallen bei der Aussage) und untergehen wird, Zumal es nur eine Integrationskraft mit 20std für 5 Kinder gibt und Kjeld in eine überfüllte Gruppe kommen soll (war mal anders mit der Leitung besprochen und habe ich auch erst vor 2 Wochen erfahren).
Die Ärztin will nun erwirken, dass er doch noch einen so genannten Überhangplatz in einem Heilpädagogischen Kindergarten bekommt, oder in eine andere Gruppe kommt, evtl mit zusätzlich bewilligter Integrationskraft für ihn oder ähnliches. wie gut die Chancen stehen, konnte sie mir leider nicht sagen.

Hat jemand von euch Ähnliches miterlebt und eine Idee, wie es weitergehen kann oder was ich vielleicht noch tun oder beantragen kann, damit der Kleine die bestmögliche Betreuung und Förderung bekommt?

Zur Info er bekommt PG 2 oder 3 (wir warten noch au fden Bescheid), ich soll dringend eine Behindertenausweis beantragen und zusätzlich zu seinen 4 Therapien noch eine spezielle Frühförderung für Hörgeschädigte, die er im KIGA bekommen soll, leider wird dort der Behandlungsraum für 1 Jahr zum Gruppenraum umfunktioniert. Es gibt keinen passenden Stuhl für ihn (die wollen ihn immer auf den Schoß nehmen) und auch kein passendes Bett, in dem er Mittagsruhe halten kann.

Ich freue mich auf evtl. Ideen, was ich tun kann.

Liebe Grüße Yvonne
Enya *08.14 gesund
Kjeld *03.16 globale Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörungen, Brille, Hörgerät, Abscencen- Epilepsie, insgesamt auf dem Stand eines ca 18-20Monate alten Kindes PG4, GdB100
Svea *10.18

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Tanja2014
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Beitragvon Tanja2014 » 03.08.2018, 17:51

Hallo,

wir wohnen im LVR-Einzugsgebiet. Bin nicht sicher, ob das auch Euer Sozialhilfeträger ist oder ob Ihr zum LVL zählt. Beim LVR ist es bei den Einzelintegrationen eigentlich so, dass es entweder eine Platzreduzierung geben muss oder die Fachkraftstunden erhõht werden. Welche der beiden Optionen bei Euch zum tragen kommt, muss die Kita-Leitung bei Beantragung der FINK-Pauschale angeben.

Ihr als Eltern könnt zusätzlich über die Eingliederungshilfe (Sozialamt) eine Kita-Assistenz beantragen. Da gibt es reguläre Assistenzen, das sind ungelernte Kräfte (FSJ, BFD...), die beim An- und Ausziehen helfen, beim Essen helfen oder auch mal mit dem Kind aus der Gruppe rausgehen, wenn es dem Kind zu viel wird. Oder es gibt fachliche Assistenzen, das sind bspw. Heilpädagogen. Dazu solltest Du Dich entweder vom Behindertenbeauftragten der Stadt oder von einem Träger (Lebenshilfe o.ä.) beraten lassen, was in Eurem Fall Sinn macht und für wie viele Stunden.

Bei uns in der Tagesmutter-Gruppe gab es damals auch ein Kind, dass noch nicht frei sitzen konnte. Da haben die Eltern einen "Therapiestuhl" bewilligt bekommen, der dann dort blieb. Der Stuhl hatte dieselbe Höhe wie die anderen Mini-Stühle aber eine Sitzschale und Anschnallgurte.

Was das Bett angeht, könnt Ihr vielleicht ein Reisebett aufstellen. Das gab's bei uns in der Regelkita auch mal für ein Kind, das auf den Matratzen nicht liegen blieb.
Viele Grüße
Tanja
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Beitragvon BiancaD » 05.08.2018, 15:01

Hallo Yvonne,
ich habe Dir eine PN geschrieben. Falls sie nicht angekommen ist, melde Dich doch noch mal.

Viele Grüße
Bianca
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Beitragvon Beate139 » 05.08.2018, 15:43

Hallo,

uns hat damals das SPZ und das Jugendamt zu einem Platz in einem integrativen Behindertenkindergarten verholfen. Dort sollte normalerweise auch kein Platz frei sein, aber das SPZ hat die Empfehlung dafür geschrieben und das Jugendamt hat auf Kindeswohl plädiert. Für meinen Sohn wurde dann ein Platz "geschaffen" in einer Kleinstgruppe - 8 Kinder und 3 Betreuer.

Der Kindergarten war auch ein Lebenshilfe-Kindergarten und die Kleinen wurden täglich von einem Kleinbus abgeholt und wieder zurück nach Hause gefahren.
Vielleicht solltest du einfach mal bei der Lebenshilfe anfragen. Wenn ein Fahrdienst besteht, könnte der Kindergarten ja auch ein wenig weiter weg vom Wohnort sein.

Henrymami
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Beitragvon Henrymami » 05.08.2018, 21:14

Wir haben eine härtefallregelung im regelkindergarten.
Über den lwl.
Pflegegrad 5.
GdB 100%
Hilfsmittel zum sitzen u. Schlafen haben wir übers sanitätshaus f. Den kiga besorgt.
Vg
Henry 25.06.13 Goldberg sphrintzen megakolonsSyndrom
PEG, spastische zerbraparese Katarakt bds, Glaukom

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Beitragvon Yvonne und Kjeld » 07.08.2018, 13:25

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Die Kitaleitung musste nun einsehen, dass es so nicht funktioniert, bzw. nicht zum Besten für den Kleinen ist. Die Ärztin hat mit ihr telefoniert und ich habe auch noch mal mit ihr gesprochen. Sobald der HP Kindergarten, in dem wir Kjeld anmelden wollte nächste Woche öffnet, wird versucht, dort einen Platz zu schaffen. Falls das nicht klappt, wurde mir von Bianca noch ein anderer Kindergarten im angrenzenden Bundesland genannt, bei dem wir es versuchen können.
Und falls alle Stricke reißen, versuche ich auf jeden Fall eine Kita Assistenz für Kjeld zu bekommen oder ähnlcihes. Und frage selbstverständlich auch noch bei der Lebenshilfe nach.

Das SPZ kommt für uns leider als Hilfe nicht in Frage, es dauert noch ewig, bis wir da endlich einen Termin haben.

Liebe Grüße Yvonne
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Beitragvon HeikoK » 08.08.2018, 08:52

Hallo Yvonne,

die wollen ihn immer auf den Schoß nehmen???? da klingeln ja schon sämtliche Alarmglocken. Man kann auch für Kindertageseinrichtungen Zweitversorgungen beantragen. Und wenn nicht mal dieses Wissen vorhanden ist...

Gruß
Heiko
Logopäde
Sprachanbahnung, Fachtherapeut für kindliche Schluckstörungen

"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

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Beitragvon Yvonne und Kjeld » 08.08.2018, 13:42

HAllo Heiko,

ja, so geht es mir auch. Ursprünglich klang das alles mal ganz anders und angeblich hat di eLeitung so viel Erfahrung mit behinderten Kindern...im Moment klingt das für mich überhaupt nicht danach und daher hoffe ich, dass das mit dem HP Platz noch irgendwie klappt.
Der Bescheid über en Pflegegrad ist heute angekommen und somit mache ich mich nun daran, den Therapiestuhl und sowas zu beantragen.

Lg Yvonne
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Beitragvon phoebe87 » 09.08.2018, 17:36

Hallo. Also ich musste ein Jahr für den Integrationsplatz kämpfen. Man braucht sehr viel Nerven und Durchsetzungsvermögen. Einfach so gibt es nichts. Ich musste mich ans Jugendamt wenden, ans spz Kita genervt für den Antrag.... Also volles Programm und als es ENDLICH beim Jugendamt lag hab ich nach zwei Wochen angerufen und bin am tele ausgerastet sodass mich die Abteilungsleitung zurück rief und meinte ein Kind mit SBA 60% und Pflegegrad 3 jetzt 2 hat ohne Tam Tam einen Integrationsplatz somit war die Sache erledigt.
Vg
Krümmel 10 /15...
Hypodysplastische Nieren, Chronische Niereninsuffizienz, Kleinwuchs, Gedeihstörung/Fütterstörung, Kombinierte Entwicklungsstörung ( Kognitiv +Sprache), ausgeprägter knick- senk- Fuß ( Gangstörung) Stillkind...
Großer Krümmel 06/13
Kombinierte Entwicklungsverzögerung- Verdacht ADHS

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Beitragvon Yvonne und Kjeld » 10.08.2018, 13:27

Hallo phoebe,
den Integrationsplatz haben wir ohne Probleme bekommen, und das ohne SBA (der Antrag ist noch nciht mal abgeschickt). Das war überhaupt keine Schwierigkeit. Aber der Dame zu Folge reicht das nicht für meinen Kleinen und die Kita musste das auch schon einsehen, dass sie das doch nciht an Hilfestellungen und Förderungen leisten können. Am Montag verscuht die Kitaleitung mit dem HP Kindergarten zu sprechen und eine Lösung zu erwirken.

LG
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