Kinderarzt ist mit 18 nicht mehr zuständig, Arztsuche?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Rouven
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Kinderarzt ist mit 18 nicht mehr zuständig, Arztsuche?

Beitragvon Rouven » 03.08.2018, 12:16

Hallo,
unser Kind wird ja bald 18 Jahre alt. Nun sagte der Kinderarzt das er dann nicht mehr zuständig ist. Unser Kinderarzt ist auch Neuropädiater. Wie finden wir nun einen Arzt der für unser Krankheitsbild in Frage kommt?
Kassenärztliche Vereinigung hat uns an die KK verwiesen und die verweisen auf deren Internetseite mit Arztsuche. Dort steht aber nichts bei ob die unsere " Baustellen" abdecken. Wir habt ihr einen Arzt gefunden der eure Kinder ab 18 behandelt?
Danke
LG Rouven

joris
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Beitragvon joris » 03.08.2018, 14:36

Hallo Rouven,

kann euer "alter" Kinderarzt euch keinen "Tipp" geben?

In welcher Gegend suchst du denn?

Viele Grüße
Joris

Chantal-Marie
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Beitragvon Chantal-Marie » 03.08.2018, 14:41

Wir durften bis 21 beim Kinderarzt bleiben. Wir waren dann beim Hausarzt bei dem wir waren aber da sind wir weg da er mir die Überweisung zum Kardiologen verweigert hat weil er den Herzultraschall selber machen wollte was ich aber nicht wollte. Wir haben uns dann einen neuen Hausarzt gesucht und bei dem sind wir nun.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

Rouven
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Beitragvon Rouven » 03.08.2018, 15:08

Hallo Joris,
leider hatte er keinen Tipp für uns.

Hallo Chantal Marie,
die Hoffnung hatte ich auch aber er meinte das eine " Verlängerung" abgelehnt wird.

kati543
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Beitragvon kati543 » 03.08.2018, 15:11

Hallo,
wenn euer Kinderarzt zeitgleich euer behandelnder Neurologe ist, könnt ihr vielleicht eine Ausnahmegenehmigung bei der Krankenkasse erhalten. Bei mir wurde das damals gemacht. Einfach mal bei der KK nachfragen.

LG
Katrin
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O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
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Beitragvon Silvia & Iris » 03.08.2018, 15:15

Hallo,

ich kenne das auch, dass es Ausnahmen gibt, vor allem, wenn lebensverkürzende Diagnosen da sind... - und das Stadium des Abbaus schon sehr fortgeschritten ist, so dass ein Wechsel mit mehr Stress in Verbindung steht, als ein bleiben und noch bis etwa max. 24 Kinderarzt...
(Rhett Syndrom, Muskeldystrophie "Duchenne" und anderes...)

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Beitragvon Rouven » 03.08.2018, 15:17

Hallo,
wenn euer Kinderarzt zeitgleich euer behandelnder Neurologe ist, könnt ihr vielleicht eine Ausnahmegenehmigung bei der Krankenkasse erhalten. Bei mir wurde das damals gemacht. Einfach mal bei der KK nachfragen.

LG
Katrin
Unser Kinderarzt meinte das so ein Antrag von der Kassenärtzlichen Vereinigung eh abgelehnt wird. Ich hatte da heute auch angerufen udn gefragt ob wir sonst so einen Antrag stellen könnten, wurde ebenfalls verneint

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Beitragvon RolliTanteSilvi » 04.08.2018, 11:47

Hallo Rouven,

es geht eigentlich "nur" um die Abrechnungsmöglichkeit die ist beim Kinderarzt ab der Volljährigkeit nicht mehr gegeben.

Euer Kinderarzt ist ein Arzt mit Spezialisierung Richtung Neuropädiatrie - versucht doch schriftlich bei der KK eine "Verlängerung" zu bekommen. Warum gleich aufgeben nur weil der Arzt u. die KK (mündlich) erstmal ablehnen. Klar heißt es für den Arzt und Euch erhöhter Schriftverkehr, für den Arzt vielleicht eine anderes Abrechnungsprogramm aber wenn ihr gemeinsam am selben Strang zieht ist alles möglich. Nur Mut.

Schau mal:

Prüfen Sie einen Arztwechsel: Kinderärzte dürfen behinderte Patienten grundsätzlich behandeln, bis sie 24 oder 27 Jahre alt sind. Besprechen Sie daher rechtzeitig mit dem Kinderarzt, ob er den behinderten Patienten auch weiterhin behandeln kann und wann ein Arztwechsel nötig wird.
Quelle: https://www.anwalt.de/rechtstipps/acht- ... 38886.html

LG Silvi
Moritz (geb.2007) - richtiger Sonnenschein und "Wirbelwind" mit Muskeldystrophie des Typs Duchenne - hat beide Eltern bei einem Autounfall verloren - seit 2017 Diffuser Ösophagusspasmus (Schluckstörung) - seit 2018 Tracheastoma & GastroTube
" Auch aus Steinen, die Dir in den Weg gelegt werden, kannst Du etwas bauen". (Erich Kästner)

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Beitragvon Chantal-Marie » 04.08.2018, 17:24

Frag nicht den Kinderarzt ruf die Krankenkasse an. So hab ich es gemacht. Ich habe das Gefühl dass es sich dein Kinderarzt zu einfach macht. Kann es sein dass er dein Kind aus irgendwelchen Gründen nicht weiter behandeln will?

Viel Erfolg!
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 04.08.2018, 17:37

Frag nicht den Kinderarzt ruf die Krankenkasse an. So hab ich es gemacht. Ich habe das Gefühl dass es sich dein Kinderarzt zu einfach macht. Kann es sein dass er dein Kind aus irgendwelchen Gründen nicht weiter behandeln will?

Viel Erfolg!
Das war auch mein Gedanke.

Ansonsten kommt nach dem Neuropädiater der Neurologe.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral


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