Welche Schuhe für Einlagen?

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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Sophie*
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Beitragvon Sophie* » 26.07.2018, 20:22

Hallo Tanja, ui, heftig, so habe ich es noch nie betrachtet. :shock:
Habe extra Physiotherapeutin und Orthopädietechnikerin gefragt, ob die Schuhe so okay sind mit der flexiblen Sohle - "ja klar, null Problem, Hauptsache keine Lederpuschen, in denen die Einlagen keinen Halt finden".

Da die Füße ja eh schnell wachsen, spreche ich das bei den nächsten Einlagen auf jeden Fall noch mal an. Danke für den Input. Aus Neugierde: Hast du das Wissen von Physiotherapeuten/Rehatechnikern etc. oder bist du sogar selbst vom Fach? :)
Sophie* mit Mini *2015 (Muskelhypotonie, globale Entwicklungsverzögerung, Knick-Senkfüße, Makrozephalus, myoklonische Epilepsie, atypische Absencen, V. a. ASS, GdB 50)

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Tanja2014
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Beitragvon Tanja2014 » 26.07.2018, 21:50

Hallo,

das hat mir mal ein befreundeter Orthopädietechniker gesagt bzw. am Schuh vorgeführt. Ich bin total überzeugt von Barfußschuhen und hatte damals für B. Boboux iWalk besorgt, weil die Filiis für ihn zu flach geschnitten waren. Das hatte mein Bekannter dann gesehen und die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Der Orthopädietechniker, der uns damals die Einlagen angepasst hat, hat da nix zu gesagt.

Gut eingelaufene Filiis sind ja.von der "Statik" her letztendlich nicht anders als Lederpuschen. Ich nehme an, Euer Orthopädietechniker hat das nicht mitbekommen, weil die Filiis ja von der Optik her wirken wie normale Straßenschuhe.
Viele Grüße
Tanja
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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 26.07.2018, 22:45

Wir haben für die sensomotorischen Einlagen normale, "gute" Markenschuhe (z.B. superfit) mit Wechselfussbett und Klett, die er selbst gut an- und ausziehen kann. Das Wechselfußbett ist bei Alexander wegen seines hohen Ristes unbedingt notwendig. Wenn es rausgenommen ist, passen die Einlagen gut rein und man kann die Schuhe noch bequem anziehen. Bei Schuhen ohne Wechselfußbett wird schon das anziehen schwierig und die Lasche am Klettverschluss wird so kurz, dass man die Schuhe nicht mehr gut schließen kann.

Außerdem hat Alexander ganz normale Sandalen, wo die Schuhzurichtungen fix drin montiert sind (also nicht rausnehmbar). Auch hier müssen wir aber schauen, dass die Klettverschlüsse ausreichend lang sind. Die KK zahlt bei uns pro Jahr 2 Schuhzurichtungen und damit kommen wir meistens aus, weil die Einlagen aus den Halb- bzw. Sportschuhen später noch problemlos in die Winterstiefel passen.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
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Sophie*
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Beitragvon Sophie* » 27.07.2018, 05:59

@ Tanja2014: Danke für die Erklärung! :)
Unsere Orthopädietechnikerin hat die Schuhe allerdings sogar in der Hand gehabt und auf Verformbarkeit und Biegbarkeit geprüft. Sie meinte, wichtig sei, dass die Einlagen nicht zu allen Seiten wegschlabbern können, und das ist bei den Filiis gegeben. Ich muss dazu sagen, dass die bei uns aber auch eingelaufen nie so super weich werden. Die sind härter und unflexibler als Ricosta Pepino.

Nichtsdestotrotz werde ich das Thema sicherheitshalber noch mal ansprechen.
Sophie* mit Mini *2015 (Muskelhypotonie, globale Entwicklungsverzögerung, Knick-Senkfüße, Makrozephalus, myoklonische Epilepsie, atypische Absencen, V. a. ASS, GdB 50)

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Beitragvon Kati_und_Ana » 08.08.2018, 17:58

Vielen Dank für Eure Anregungen.

Wir haben schicke Mädchenhalbschuhe ausgesucht, mit Reißverschluss an der Seite, heute die Einlagen abgeholt und sie passen exakt hinein. Die Anpassung hat sich also lediglich auf Schuheinlagen-Raus-Orthopädische-Einlagen-Rein beschränkt :lol:

Nun habe ich ein anderes Problem :oops: Wie soll das denn mit dem Wechseln der Einlagen in die Turnschuhe vor dem Sportunterricht klappen??? Es ist doch schon etwas Fummelei... Und vor allem, ob meine 6-Jährige da immer dran denken wird, die Einlagen aus den Turnschuhen wieder in die normalen Schuhe reinzumachen, wenn es nach Sport schnell gehen soll? :roll:

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Beitragvon Tanja2014 » 08.08.2018, 21:51

Hallo,

entweder lässt Ihr Euch noch ein zweites Paar Einlagen anfertigen, wenn Eure KK das bewilligt (bei unserer ging das) oder Ihr nehmt in Kauf, dass sie den Sportunterricht ohne Einlagen macht. Mehr als 1,5 Stunden pro Woche sind das ja vermutlich nicht, oder? Vielleicht kannst Du auch mit der Sportlehrerin sprechen, dass sie ein bisschen mit drauf achtet.
Viele Grüße

Tanja

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Beitragvon Senem » 09.08.2018, 09:39

Tanja2014 hat geschrieben:
Vielleicht kannst Du auch mit der Sportlehrerin sprechen, dass sie ein bisschen mit drauf achtet.



Hallo,

ich würde dies auch vorschlagen!
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

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Kati_und_Ana
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Beitragvon Kati_und_Ana » 09.08.2018, 10:20

Hallo Tanja,

Sport ohne Einlagen geht nicht. Sie darf ohne Einlagen nämlich weder rennen noch hüpfen, es ist einfach noch nicht genug Zeit seit der OP vergangen.

Mit der Sportlehrerin muss ich sowieso noch sprechen, da Tochter nicht alles im Sport machen kann. Man sieht ihr die körperlichen Einschränkungen kaum an und ich will auf keinen Fall, dass die Lehrerin unnötig Druck aufbaut. Später brauchen wir vermutlich einen Nachteilsausgleich, jetzt sollte ein Gespräch reichen :wink:

Die Kinder sollen für den Sport Schuhe haben, die sie selbstständig an- und ausziehen müssen. Darauf wurde mehrmals im Info-Elternabend hingewiesen (da wussten wir noch nicht einmal, dass sie zur Einschulung keine Orthesen mehr trägt und mit Orthesen hat das Wechseln im KiGa sehr gut geklappt) und es steht ganz groß auf der Einkaufsliste für die Schule. Klar, dass es in dem Fall anders bewertet wird (seitens der Lehrer), wenn Kind nicht selbstständig die Schuhe wechselt, aber sie bekommt dadurch einen "Sonderstatus", das möchte ich eigentlich vermeiden.

Zweites Paar Einlagen wäre natürlich super. Hast Du zuerst das Problem der KK geschildert oder Dir ein Rezept vom Arzt ausstellen lassen und erst bei Ablehnung entsprechend argumentiert?


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