Nach der Schule kommt erstmal .... nichts?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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bettina_mal3
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Beitragvon bettina_mal3 » 03.08.2018, 12:18

gut im berufsbildungsbereich hat meine tochter auch viel gemalt oder gebastelt.Sie ist offiziell ja nicht mal geistig behindert.Mittlerweile ist sie im Arbeitsbereich und eine der stärkeren in ihrer Gruppe.In dieser Werkstatt sind einige ehemalige Förderschüler der FS L.Oft haben schon in der 8. und 9. Klasse Praktika statt gefunden.Selbst da wurde meine Tochter mit dem Fahrdienst geholt und gebracht.
Im Berusbildungsbereich war 2 mal die woche Berufsschule wegen der erfüllung der schulpflicht
Liebe Grüße von Bettina(Rheuma,ADHS)
L.J.(2/99) ADHS,V.a.Asperger Syndrom,Dyskalkulie,Tourette Syndrom
L.F.(4/00) ADHS
H.J.(9/02) ADHS
P.K.(6/08)NF1,schwere auditive Wahrnehmungsstörung
N.K.(7/10) selektiver Mutismus
E.J. (10/14) NF1

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Tina&Andi
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Beitragvon Tina&Andi » 03.08.2018, 13:07

Hallo,

ich finde man kann auch wenn man in einer Werkstatt ist in viele interesant Bereichen gehen.
Bei uns gibt es auch die Möglichkeit von Praktikas in verschiedene Forum.

Was ich bei uns sehr gut finde, wir haben die Möglichkeit ein halber oder ganzer Tag außerhalb zu arbeiten. Bin am überlegen ob ich dies mal tue.

LG
Tina
Tina : Tetraspastik, beinbetont,

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kmotley
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Beitragvon kmotley » 03.08.2018, 13:37

Hallo Beate,

ich kann dir da zwar leider nicht weiterhelfen mangels Erfahrung.

Aber Pflegegrad 1 bei derartigen Einschränkungen, ist das nicht viel zu gering eingestuft?

LG

KatjaMausB
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Beitragvon KatjaMausB » 14.08.2018, 16:57

Hallo Beate,

hat dein Sohn einen Schwerbehindertenausweis? Nur dann ist das Integrationsamt für ihn zuständig. Aus meiner Sicht muss er aber Eingliederungshilfe erhalten, um ihm Teilhabe am Leben der Gesellschaft und am Arbeitsleben zu ermöglichen. Gibt es bei euch in der Nähe eine Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung? Guck mal hier auf die Seite https://teilhabeberatung.de/beratung/be ... e-der-eutb , hier solltest du eine Beratungsstelle finden. Der Bedarf von deinem Sohn muss festgestellt werden, daraus ergeben sich dann mögliche Leistungen der Eingliederungshilfe. Es muss ihm "Hilfe aus einer Hand" angeboten werden. Und wie du ihn beschreibst, hat er auf jeden Fall Anspruch auf Eingliederungshilfe. Diese gibt es aber nur auf Antrag.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Beratung,
liebe Grüße
Katja

Tina4K
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Beitragvon Tina4K » 15.08.2018, 16:56

Ich würde den Pflegegrad auch optimieren. Das was Du schreibst hört sich eher nach Grad 2 oder 3 an...

JennyK
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Beitragvon JennyK » 15.08.2018, 22:59

Ich denke auch, dass ihr bei der enormen Unselbständigkeit PG 3 erhalten solltet... seid ihr bei der Agentur für Arbeit im Reha- Bereich? Da gibt es vielleicht passende Angebote für ihn.
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), Asperger Autismus, leicht ausgeprägt

marianne
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Beitragvon marianne » 23.08.2018, 14:40

Hallo Beate!

Der IQ ist ja, wie du selber und viele hier schon schreiben, nicht alles. Schließlich beruht ja z.B. die ganze letzte Pflegereform wesentlich darauf, festgestellt zu haben, dass es genug andere Entwicklungsbereiche gibt, die die rein formalen IQ-Fähigkeiten im Alltag blockieren.

Was ist denn bei euch mit einer WfB für psychische Behinderung bzw. alternativ einer so orientierten Förderschule, die 12 Jahre umfasst? Dort sind Menschen deren IQ sehr unterschiedlich ist, deren sozial-emotionale Besonderheiten aber genau die beschützten Werkstattbedingungen samt Betreuung brauchen.
Janosch (06/00) Frühkindlicher Autismus, leichte geistige Behinderung, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

There´s a crack in everything but that´s how the light gets in (Leonard Cohen)

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nach Förderschule Weg über Arbeitsamt unbedingt nötig?????

Beitragvon elfe » 01.11.2018, 13:10

Hallo, mein Sohn ist jetzt 18 Jahre, Förderschule und nun gehts um die Zukunft. Werkstätten für behinderte Erwachsene geht nicht, das haben wir über den Integrationsdienst versucht, generell Praktikumsplätze sehr schwierig und nur mit Einzelfallhelfer für 2-3 Stunden. Jetzt haben wir gehört, dass wir nach der Schule über berufsbildende Massnahmen feststellen lassen müssen, welcher Arbeitsmarkt für ihn in Frage kommen. Vom Entwicklungsstand kommt keine Ausbildung mit mehreren Personen nicht in Frage, aber wir könnten meinen Sohn im Familienbetrieb unterbringen und er bekommt "Taschengeld", da kennt er sich aus und integriert sich gut.
Nun meine Frage, müssen wir wirklich übers Arbeitsamt bei anerkannter Schwerbehinderung und Pflegegrad oder können wir einfach Grundsicherung beantragen und ihn individuell beschäftigen??? Ich bin für jeden Rat dankbar, denn ich will keine Tortur bei den Ämtern mehr
Lieben Dank schonmal im Voraus
wende dich der sonne zu, dann liegen die schatten hinter dir

A und Floh 12/99, VSD, BPA,Asthma ADS, Autismus Spektrum Störung, Tiefgreifende Entwicklungsstörung,Sehschwäche, Hemiparese, Inkontinenz,Z.n. NEC,Neurodermitis ....a.F.einer Frühgeburt 26.SSW- aber wunderbar

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Beitragvon HeikeLeo » 01.11.2018, 14:52

müssen wir wirklich übers Arbeitsamt bei anerkannter Schwerbehinderung und Pflegegrad oder können wir einfach Grundsicherung beantragen und ihn individuell beschäftigen??


Das interessiert mich auch sehr.

Liebe Grüße
Heike

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Beate139
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Beitragvon Beate139 » 17.11.2018, 13:59

Hallo,

der Widerspruch bezüglich eines höheren Pflegegrades ist letzte Woche beim Widerspruchsausschuß gelandet. Wie bei so vielen von euch dauert alles so eine Ewigkeit. Die erste Beantragung auf Pflegegrad war im Februar diesen Jahres. Die letzte Meinung des MDK : Zitat : Die Kriterien der Module 2 und 3 können nur positiv gewertet werden, wenn relevante kognitive Einschränkungen vorliegen.....
dem MDK reichen die vorgelegten Gutachten der Psychologen über seine Störungen mnestischer Funktionen, seiner Angst- und Panikstörungen und seiner Depressionen nicht aus, obwohl 3 voneinander unabhängige Gutachten (WOI, Berufspsychologischer Dienst und Psychosomatische Klinik ) diese bestätigen. Wenn dem MDK deine Nase nicht gefällt, kann man sich noch so oft drehen und wenden.....

Momentan lasse ich die Angelegenheit auch einfach nur noch über meinen Anwalt laufen, zur Zeit habe ich ganz andere Probleme bezüglich meines Sohnes, denn...

.... letztes Jahr wurde eine linksseitige Fußheberschwäche diagnostiziert. Da mein Sohn nunmehr immer mehr Probleme beim gehen und expliziet beim Treppen runtergehen hat, habe ich ihn im September nochmal beim Orthopäden vorgestellt. Der hat festgestellt, das sich die Fußheberschwäche inzwischen auch auf der rechten Seite befindet, er hat ebenfalls eine Skoliose diagnostiziert und an der linken Hand hat er Schwanenhalsdeformationen. Ausserdem hat er keine Archillessehnenreflexe mehr ....
Wir haben jetzt im Dezember einen Termin in der Tagesklinik der Universitätsklinik, wo weitergehende Untersuchungen gemacht werden sollen.
Mein Chef hat inzwischen keine Lust mehr auf die vielen Fehlzeiten von mir wegen meines Sohnes und die Krankenkasse verweigert das Kinderkrankengeld mit der Begründung, das mein Sohn bereits 16 ist und sie nicht ersehen können, das die Erkrankungen vor dem 12. Lebensjahr schon bestanden.... der SBA mit einem Grad von 100 und den Merkzeichen G B H spielt dabei keine Rolle. Laut Aussagen der Mitarbeiterin der KK ist "ein SBA lediglich ein Stück Papier, womit man allenfalls noch "günstig öffentliche Verkehrsmittel" benutzen kann" ^^

Momentan bin ich schon in Gedanken dabei, diesen Mitarbeitern sowohl von der KK, wie auch vom sozialmedizinischen Dienst abends nach Büroschluß aufzulauern....


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