versorgender Pflegedienst mit ins Krankenhaus?

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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Patrick`s Mama
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versorgender Pflegedienst mit ins Krankenhaus?

Beitragvon Patrick`s Mama » 10.07.2018, 18:35

Hallo ihr lieben,

ich bräuchte mal dringend eure Hilfe. Patrick hat jetzt endlich ein Termin zur Überprüfung und Neueinstellung seiner Beatmung bekommen, denn laut Aussage eines Mitarbeiters von der Versorgerfirma, ist Patrick seine Beatmungsgerät nicht richtig eingestellt, weil er angeblich immer triggert.

Heute war ich im vorfeld auf dieser Station, wo die Beatmung eingestellt werden soll. Da wurde mir schon gesagt, dass sie es nicht alleine mit der Pflege und Betreuung vom Patrick schaffen. Patrick wird ja durch unseren PD 16h täglich betreut und versorgt.

Nun meine Frage: Darf der PD mit ins Krankenhaus ohne, das ich Verhinderungspflege oder den Entlastungsbetrag anzapfen muss, denn er ist schon verplant.
Ich selber kann zu dieser Zeit nicht mit aufgenommen werden, da ich selber jeden Tag Therapie habe und gesundheitlich angeschlagen bin. Mein Mann kann bzw. darf auch nicht unseren Sohn versorgen, es ist ihm gesundheitlich untersagt wurden.
Ich weiß, das man die eigenen Assistenzpfleger (Arbeitgebermodell) mit ins Krankenhaus nehmen darf, aber wie ist das mit den Behinderten bzw. Pflegebedürftigen die durch einen Pflegedienst (Pflegesachleistung) die Assistenz erhalten.

VG Heike
Patrick (1986) Diag.: Adrenoleukodystrophie 94, Blind, Stumm, PEG/Button, Epilepsie, Schluckstörung, Spastische Tetraparese mit kontrakten Füßen, Skoliose und Streckhemmung der Arme, Reflux-OP, Magendurchbruch, Zwölffingerdarmgeschwür, 06/2014 schwere Pneumonie, O2, Osteoporose 12/2014, Seit 01/2018 NIV-Beatmung Nachts,

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Beitragvon RolliTanteSilvi » 10.07.2018, 23:14

Hallo Heike,

die Mitaufnahme bzw. Versorgung durch den Pflegedienst ist nur im Arbeitgebermodel vorgesehen - das heißt es wäre nur möglich wenn ihr eine Pflegekraft beschäftigt.

Besteht die Möglichkeit deine eigenen Termine zu verlegen um dich mit aufnehmen zu lassen?

LG Silvi
Moritz (geb.2007) - richtiger Sonnenschein und "Wirbelwind" mit Muskeldystrophie des Typs Duchenne - hat beide Eltern bei einem Autounfall verloren - seit 2017 Diffuser Ösophagusspasmus (Schluckstörung) - seit 2018 Tracheastoma & GastroTube
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Beitragvon KerstinM. » 11.07.2018, 06:59

Hallo,
Hallo,
wenn ich so lese, warum er überhaupt stationär ins KH soll, dann macht es ja mehr als Sinn , wenn der PD mit aufgenommen würde.

Andererseits müsste jede Station doch dankbar sein, wenn der PD mitgeht.
Ich würde das ganz individuell erfragen und dies mit Stationsleitung und Pflegedienstleitung klären.

Alles Gute.

LG Kerstin
Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf,Epilepsie
PK (*14)spastische Tetraparese, gesetzl. blind, Entwicklungsverzögerung, Epilepsie, kleiner Sonnenschein
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Beitragvon RolliTanteSilvi » 11.07.2018, 09:50

Hallo Heike, Hallo Kerstin,

hier ist die Rechtslage erklärt:

- https://www.medcontroller.de/2014/07/01 ... ankenhaus/

Ich hoffe ihr findet eine Lösung mit der alle Beteilligten zu frieden sein können.

LG Silvi
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Beitragvon Patrick`s Mama » 11.07.2018, 20:45

Hallo,

@ Sivi
Mich hätten sie mit aufgenommen, aber ich kann im Moment die Pflege nicht wirklich alleiner sicher stellen bzw. stemmen, da ich z.Z. einen sehr fiesen Fersensporn habe. Ich kann werder richtig stehen und gehen, da trau ich mich auch nicht Patrick zu versorgen, im Moment versorgt der PD Patrick tagsüber und machen ihn auch zur Nchtruh fertig, so dass wir nur eventuell in der Nacht mal aufstehen müssen, um nach den rechten zu schauen.
Gerade zu dieser Zeit muss ich zur Bestrahlung, auf diese Termine warte ich schon ewig, möchte ja mal auch wieder ohne sehr Starke Schmerzen laufen können.

@Kerstin
Ich werde mal nach fragen, ob es möglich ist den PD mit aufzunehmen und ob das der PD auch abdecken kann, ist ja auch Urlaugszeit.

Aber danke schonmal für Eure Antworten.

VG Heike
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Beitragvon RolliTanteSilvi » 11.07.2018, 23:00

Hallo Heike,

zur Mitaufnahme im KH können nicht nur die Eltern genehmigt werden - soll heißen es kann eine andere Person ( nicht der PD) als Begleitperson ernannt werden.

----> https://www.betanet.de/begleitperson.html

Wer das sein darf (Verwandschaftsverhältnis) kläre bitte mit der KK.

Ich wünsche Dir das deine eigenen gesundheitlichen
Probleme schnellstmöglich und dauerhaft beseitigt werden können.

LG Silvi
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Beitragvon Anne_mit_2 » 12.07.2018, 08:45

Hallo Heike,

wir hatten in der Familie schon folgende Konstellationen bzgl. Mitaufnahme bei stationärem Aufenthalt meines inzwischen verstorbenen Vaters (schwerkriegsbeschädigt plus im Alter Z.n. subduralem Hämatom mit Epi) auf Stiationen, die auf seine Probleme nicht eingerichtet waren:
- mit Ehefrau
- mit Tochter
- mit Schwiegersohn
- mit Schwägerin
- mit Nichte
Insbesondere haben wir bei Aufenthalten über 3 Tagen immer irgendwie durchgewechselt, damit keiner zu viel Fehltage auf der Arbeit ansammelt und meine Mutter sich trotzdem nicht übernimmt! Nun weiss ich aber nicht, ob da nicht Sonderregelungen für Kriegsversehrte mit reingespielt haben.

Viele Grüße,
Anne

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Beitragvon Mama Ursula » 12.07.2018, 11:25

Hallo Heike,

die Mitaufnahme ist nicht das Problem!

Die Kostenübernahme für die "Häusliche Krankenpflege", also die Abrechnung des PD ist die Schwierigkeit.

Diese wurde aber in den letzten Jahren neu geregelt und nun dürfen Assistenzkräfte, die über das persönliche Budget finanziert werden, "problemlos" mit in die Klinik. Bei Pflegediensten oder wenn gar kein persönliches Budget beantragt/ gewährt ist, ist es schwierig und eine Einzelfallentscheidung der KK.

Alternativ könnte das Krankenhaus einen 3.Anbieter, also den PD, mit der Versorgung beauftragen..., dies kostet dann aber die Klinik Geld und wird deshalb selten gemacht. :roll:

Fazit - Frag bei Deiner KK und im Krankenhaus nach!

Alles Gute!
Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.

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Beitragvon Patrick`s Mama » 27.08.2018, 18:44

Hallo,

Danke für eure Anworten, da es dieses mal mit dem PD nicht geklappt hat (Urlaubsbedingt), habe ich mich mit aufnehmen lassen. Ich werde jetzt mit Absprache des PD, mal den Anwalt fragen, ob wir mit dem Schreiben von dieser Station, eine Einzelfallentscheidung bewirken können.

Die Einstellung der Beatmung verlief so super, dass wir nur 3 Nachte dawarenim KH waren. Montag sind wir rein, am Dienstag wurde die Einstellung gemacht und ich mir wurde auch der Husstenassisten gezeigt, sodass ich schon am Dienstag den mit hilfe der Sr. bedient habe. Am Mittwoch, habe ich das Gerät schon allein bedient, sodass wir am Donnerstag wieder nach Hause durften.

Die nächste Überprüfung der BA- Einstellung ist für Februar 2109 geplant, bis dahin werden wir schon eine Möglichkeit finden, dass der PD mit ins KH kann.

Grüße
Heike
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Beitragvon Patrick`s Mama » 14.09.2018, 14:12

Hallo ihr lieben,

kann mir jemand weiterhelfen, wie schreibt man einen Antrag auf " Kostenübernahme für die "Häusliche Krankenpflege" durch den PD bei stationärer Aufnahme". Patrick wird 16h täglich durch den PD zu Hause versorgt und betreut.

Ich würde gern versuchen, ob die KK unseren PD in dieser Zeit bezahlen würde. Der Hintergrund dafür ist, das der aufnehmende Arzt mir gesagt hat, dass er Patrick ohne Begleitung nicht auf der Station aufnehmen kann.

Das letzte mal war ich zwar mit stationär aufgenommen, der nächste stationäre Aufenthalt ist für Februar 2019 geplant. Was ist aber, wenn zu dieser Zeit mein Mann oder ich beide krankheitsbedingt verhindert wären, könnte bzw. wird Patrick dann nicht aufgenommen. Dieses Jahr waren wir beide auch zum aufeinmal außer gefecht gesetzt, deshalb möchten wir jetzt versuchen einen Einzelfallentscheid zu bekommen.

Im Arbeitgebermodell (pers. Budget) darf die Assistenzkraft mit ins KH und wird auch bezahlt.

Ich hoffe es kann mir jemand weiterhelfen.

LG
Heike
Patrick (1986) Diag.: Adrenoleukodystrophie 94, Blind, Stumm, PEG/Button, Epilepsie, Schluckstörung, Spastische Tetraparese mit kontrakten Füßen, Skoliose und Streckhemmung der Arme, Reflux-OP, Magendurchbruch, Zwölffingerdarmgeschwür, 06/2014 schwere Pneumonie, O2, Osteoporose 12/2014, Seit 01/2018 NIV-Beatmung Nachts,


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