Wohngruppe ja oder nein? - wir können nicht mehr!

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

Moderator: Moderatorengruppe

Steffi 71
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 80
Registriert: 16.06.2013, 13:33

Beitragvon Steffi 71 » 14.08.2018, 10:20

Wir haben gerade beim zuständigen Amt bezüglich der Kosten für die Wohngruppe angerufen.Dort wurde uns gesagt,dass auf uns monatliche Kosten von ca 3500 Euro zukommen,da mein Mann zu gut verdient.Wir sind aus allen Wolken gefallen!!!!!
Das wäre kaum zu stemmen.
Viele Grüße
Steffi
Linus,globale Entwicklungsverzögerung aufgrund einer Hypoxie(?),Wahrnehmungsstörungen,hypotoner Muskeltonus,

Werbung
 
Benutzeravatar
Sonja40
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1134
Registriert: 27.05.2012, 15:49
Wohnort: Hagen

Beitragvon Sonja40 » 14.08.2018, 10:47

Hallo Steffi

Ich glaube das hast du falsch aufgenommen,gut verdient heißt was ?!
Wir sind Selbstständig und müssen noch nicht mal was offen legen bei der Grundsicherung... 3500 Euro pro Monat was kostet das dann komplett???🤤
Da würde ich aber nochmal nachfragen lieber....
Liebe Grüße Sonja

Sonja 21.05.72
Töchterchen Michaela (Ela) 20.01.90

Stoffwechselerkrankung , Chronischer Reflux ,Chronische Gastritis ,Epilepsie, PEG,schwere Anemie ,Skiliose,Lungenunterfunktion,Dauersondierung über Ernährungspumpe ,Mikro Aspirationen



Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln....

monika61
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3640
Registriert: 09.06.2011, 16:17

Beitragvon monika61 » 14.08.2018, 11:19

Steffi 71 hat geschrieben:Wir haben gerade beim zuständigen Amt bezüglich der Kosten für die Wohngruppe angerufen.Dort wurde uns gesagt,dass auf uns monatliche Kosten von ca 3500 Euro zukommen,da mein Mann zu gut verdient.Wir sind aus allen Wolken gefallen!!!!!
Das wäre kaum zu stemmen.
Viele Grüße
Steffi


Hallo Steffi,

schau Dir mal diese Infos dazu an:
---------------------------------------------------------------------------------
Seite 48:

…"Erspart werden durch die Heimunterbringung des Kindes in der Regel die reinen Verbrauchskosten (Ernährung, Wasser, Taschengeld etc.), da alle anderen Kosten (wie z. B. die Miete) unabhängig davon anfallen, ob das behinderte Kind zu Hause lebt oder nicht. Die Höhe der häuslichen Ersparnis richtet sich nach der finanziellen Situation der Familie sowie danach, wie viele Personen insgesamt mit den der Familie zur Verfügung stehenden Mitteln zu versorgen sind. Bei Eltern in besserer finanzieller Lage können die tatsächlichen Ersparnisse deshalb höher sein als in anderen Fällen. Verbringt das Kind die Wochenenden oder Ferien zu Hause, mindert dies den Betrag der häuslichen Ersparnis."...

Komplette Info:
http://bvkm.de/wp-content/uploads/2017_ ... -Final.pdf


Hier ging es auch um das Thema:

https://www.intakt.info/forum/forum/the ... #post92918


Rechtsanwalt Jürgen Greß schreibt in seinem Beitrag von einem Höchstbetrag (wie oben im verlinkten Thread ja auch schon beschrieben) von "maximal 150 % des entsprechend dem Alter des Kindes maßgeblichen Regelsatzes".
Komplette Info von Rechtsanwalt Greß:
https://www.myhandicap.de/recht-behinde ... aege-heim/


Hier findest Du die Kostenbeitragsverordnung.
Unter §5 findest Du "Behandlung hoher Einkommen" :
Verordnung zur Festsetzung der Kostenbeiträge für Leistungen und vorläufige Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe (Kostenbeitragsverordnung - KostenbeitragsV)
https://www.gesetze-im-internet.de/kost ... 00005.html

Hier findest Du u.a. eine Empfehlung zur Berechnung von Kostenbeiträgen und ganz unten Formulare zur Berechnung von Kostenbeiträgen. Vielleicht kann man sich damit einmal einen Überblick verschaffen:
https://www.blja.bayern.de/service/bibl ... eitrag.php

LG
Monika

Michaela44
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1022
Registriert: 15.06.2016, 12:49

Beitragvon Michaela44 » 14.08.2018, 12:20

Die KostenbeitragsVO gilt allerdings nur bei Unterbringung über das JA, beim Sozialamt gilt die häusliche Ersparnis.
Asperger Autistin
mit neurodiverser Familie

monika61
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3640
Registriert: 09.06.2011, 16:17

Beitragvon monika61 » 14.08.2018, 12:50

Michaela44 hat geschrieben:Die KostenbeitragsVO gilt allerdings nur bei Unterbringung über das JA, beim Sozialamt gilt die häusliche Ersparnis.


Hallo,

dann müsste es ja bei dem Höchstbetrag von "maximal 150 % des entsprechend dem Alter des Kindes maßgeblichen Regelsatzes" bleiben und können unmöglich 3500 Euro sein.

Genau wie hier erklärt:
https://www.myhandicap.de/recht-behinde ... aege-heim/

Wie kommt das Sozialamt dann bloß auf monatliche Kosten von ca 3500 Euro :?:

LG
Monika

Benutzeravatar
Sabine
Moderator
Moderator
Beiträge: 20411
Registriert: 20.03.2004, 17:14
Wohnort: Menden-Lendringsen
Kontaktdaten:

Beitragvon Sabine » 14.08.2018, 17:56

Hallo Steffi,

die Höchstgrenze liegt eigentlich im mittleren, dreistelligen Bereich. Vielleicht meinten die 350 EUR? :?

LG
Sabine
Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
Bücher für Kinder und Jugendliche http://buch.blogon.de/

Michaela44
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1022
Registriert: 15.06.2016, 12:49

Beitragvon Michaela44 » 14.08.2018, 18:11

Wer weiß, was die meinten... vielleicht haben sie es auch völlig falsch verstanden... ich bin auch gerade die einzige, die weiß, dass meinem Sohn in der WG ein erhöhtes Taschengeld zusteht, wenn er weiter die Schule besucht - weder WG noch JA wussten es :roll: dabei wurden Ende des Jahres alle routinemäßig darüber vom Ministerium informiert :roll:
Asperger Autistin

mit neurodiverser Familie


Zurück zu „Erwachsen werden: Leben, Arbeit, Wohnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast