Wer hat Erfahrungen mit Zweitversorgung von Orthesen?

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.

Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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WPetraW
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Wer hat Erfahrungen mit Zweitversorgung von Orthesen?

Beitragvon WPetraW » 04.07.2018, 21:00

Hallo zusammen!
Ich hoffe, ich bin hier richtig...
Für den Schulsport benötigt meine Tochter ein 2. Paar plantare Fußorthesen. Sie schafft es nicht ohne Hilfe die Orthesen (für uns sind es Einlagen, der Fachbegriff ist i.d. Fall Orthesen) in den Schuhen zu wechseln.
Da sie an den Sporttagen 5x die Orthesen in den einzelnen Schuhen wechseln müßte, habe ich ein 2. Paar beantragt. Der Arzt hat gleich mit Beantragung einen Zusatztext verfasst.
Die KK hat wg. erfolgter Regelversorgung vor dem Hintergrund der Teilhabe die Kostenübernahme an den LWL geschickt.
Nun habe ich die Ablehnung bekommen. Begründung: Sie ist mit einem Paar ausreichend versorgt.
Zur Zeit behelfen wir uns mit nicht mehr passgerechten sensomotorischen Einlagen, das führt aber zu schmerzen in den Füßen.
Ich habe sofort den zuständigen Arzt und unseren Anwalt kontaktiert. Ohne weitere Begründung haben wir Widerspruch eingelegt.
Seit 2001 soll es wohl eine Regelung geben, wonach der Ablehner im Sinne der GKV entscheiden muss und sich ggfls. die Kosten von der KK wiederholen muss.
Nun meine Frage: Wem ist es so ergangen , wie uns? Wer hat Erfahrungen und kann mir Tips -vielleicht auch Urteile- dazu geben?
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand antworten könnte.
Vielen Dank!
Petra
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Line86
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Beitragvon Line86 » 04.07.2018, 21:30

Hallo,
für meine Schüler lasse ich bei Orthesen/Orthesenschuhen dann draufschreiben:
Orthesenschuhe für den Schulsport.

Klappt sicherlich auch mit Einlagen.

lg Line
Ich habe selbst viele Besonderheiten (u.a. Psoriasis Arthritis, Asthma, z.n 20 Operationen) und Sonderpädagogin mit FS GENT/L im SBBZ KMENT

Senem
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Beitragvon Senem » 04.07.2018, 21:36

Hallo WPetraW,

möchtest du ein zweites paar Schuhe oder Orthesen?? Habe ich nicht so ganz Verstanden :oops:

Bei Schuhen: ich glaube Kinder- und Jugendliche bekommen 3 paar Orthesenschuhe.

Bei Orthesen: das wird schwierig, ein zweites paar Orthesen zu bekommen, weil man ja schon ein paar Orthesen hat. Ich denke bei Einlagen gilt es genauso. Da muss man halt dann entsprechendes Schuhwerk nehmen.
Gruß

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Beitragvon Silvia & Iris » 04.07.2018, 22:38

Liebe Senem,

also bis zum 15. Geburtstag sind es 2 Paar Schuhe...
danach 1 Paar pro Jahr...

- so ist es zumindest bei meinem Kind...

aber sie hat auch noch Nachtlagerungsschienen... rechnest du die da auch mit?

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
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Beitragvon Senem » 04.07.2018, 22:44

Hallo Silvia & Iris,

achso, ich dachte Kinder- und Jugendliche, bekommen mehrere paare Schuhe. Sorry :oops:
Gruß



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Beitragvon Inga » 04.07.2018, 22:56

Senem, nein, du hast Recht, Silvia lebt in Österreich, da können die Reglungen anders sein. Wir haben für ein Schulkind 5 Paar Orthesenschuhe pro Jahr oder pro Schuhgröße, je nachdem was schneller eintritt!

Einlagen haben wir immer problemlos 2 Paar bekommen, bei Orthesen bisher (noch) nicht, da möchte ich aus diversen Gründen jetzt auch versuchen ein zweites Paar zu bekommen...

Gruß, Inga
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Beitragvon KerstinM. » 04.07.2018, 23:39

Meinst du das?
http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbix/14.html

(1) Werden Leistungen zur Teilhabe beantragt, stellt der Rehabilitationsträger innerhalb von zwei Wochen nach Eingang des Antrages bei ihm fest, ob er nach dem für ihn geltenden Leistungsgesetz für die Leistung zuständig ist; bei den Krankenkassen umfasst die Prüfung auch die Leistungspflicht nach § 40 Absatz 4 des Fünften Buches. Stellt er bei der Prüfung fest, dass er für die Leistung insgesamt nicht zuständig ist, leitet er den Antrag unverzüglich dem nach seiner Auffassung zuständigen Rehabilitationsträger zu und unterrichtet hierüber den Antragsteller. Muss für eine solche Feststellung die Ursache der Behinderung geklärt werden und ist diese Klärung in der Frist nach Satz 1 nicht möglich, soll der Antrag unverzüglich dem Rehabilitationsträger zugeleitet werden, der die Leistung ohne Rücksicht auf die Ursache der Behinderung erbringt
..

..
LG Kerstin
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Beitragvon KerstinM. » 04.07.2018, 23:44

nützt das?

Mit einer aktuellen Entscheidung hat das BSG klargestellt, dass erwachsene Versicherte keinen Anspruch auf die Versorgung mit einer Sportprothese neben einer bereits vorhandenen Hauptprothese und Badeprothese haben. Die Sportprothese diene nur der sportlichen Betätigung in der Freizeit und damit werde ein Versorgungsziel verfolgt, für das die Krankenkassen nicht aufzukommen haben. Die Ermöglichung sportlicher Aktivitäten falle grundsätzlich nur dann in die Leistungspflicht der GKV bei der Hilfsmittelversorgung, wenn es dabei zugleich um die Gewährleistung eines allgemeinen Grundbedürfnisses des täglichen Lebens gehe. Dies könne die Teilnahme am Sportunterricht bei bestehender Schulpflicht oder die Integration von Kindern und Jugendlichen in den Kreis Gleichaltriger sein,- nicht jedoch der Wunsch eines Erwachsenen im Rahmen des Vereinssports Badminton zu spielen (BSG Urteil vom 21.3.2013, AZ. B 3 KR 3/12 R).
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Beitragvon KerstinM. » 04.07.2018, 23:46

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Beitragvon WPetraW » 05.07.2018, 20:31

Danke schon einmal für Eure Antworten!
Vielleicht habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Es geht nicht um die Schuhe, sondern um die Orthesen. Das 2. Paar würde für den Schulalltag benötigt, damit keine ständige Wechselei stattfinden muss.

Ich habe noch einmal ein Begründungsschreiben unseres Arztes bekommen. da steht genau drin, dass ohne diese Orthesen kein Behindertenausgleich und die Teilhabe am Schulsport nicht stattfindet.
Ich hoffe, das ist für den Widerspruch ausreichend. Stehe nämlich nun vor dem Problem: Schuhe und alte EInlagen zu klein. Ich brauche mich noch gar nicht um neues Schuhwerk kümmern. Weiß ja nicht einmal, was für welche ich kaufen kann.
:?
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