Anspruch auf Versorgung von Hilfsmittel

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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monerl
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Anspruch auf Versorgung von Hilfsmittel

Beitragvon monerl » 19.06.2018, 12:03

Hallo,

meine Tochter benötigt 2 Gehwagen, einen auf der Wohngruppe und einen in der Werkstatt. Ist es so, das man ein Recht auf doppelte Hilfsmittelversorgung hat?

Viele Grüße Monika
Ein Weg entsteht indem man ihn geht
(chinesisches Sprichwort)

Monika mit Christina geb. 11.2.91 Chromomsomenanomalie 10p+ und Engelchen Tanja geb. 10.8.88 gest. 31.8.88

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Senem
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Beitragvon Senem » 19.06.2018, 13:51

Hallo,

also ich würde sagen, das man nicht automatisch Anspruch auf eine Doppelversorgung hat!

Ich denke, es kommt auf die einzelnen Personen an und wird individuell entschieden!

Kann mir vorstellen, das die Krankenkasse euch dann fragen wird, ob ihr den Gehwagen nicht dann immer zur Werkstatt und anschließend zur Wohngruppe transportieren könnt. Das ist nicht meine Meinung. Habe es nur bei anderen mitbekommen.
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 19.06.2018, 14:12

Hallo,
ich denke auch, ein Recht auf doppelte Versorgung gibt es nicht automatisch; es muss gut begründet werden, warum ein Transport nicht möglich ist. Schreib doch mal genauer... vielleicht kann dir dann jemand bei den Argumenten für die Kasse helfen.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (14): Gendefekt, Epilepsie etc.

monerl
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Beitragvon monerl » 19.06.2018, 19:09

Hallo,

meine Tochter hat einen Gehwagen, Meywalk 2000, der ist schon 15 Jahre alt. Als unsere Tochter in die Wohnrgruppe kam, und in die Werkstatt, wo sie auch einen Gehwagen benötigt, um sich selbstständig zu bewegen, haben wir 2014 einen zweiten für die Werkstatt beantragt. Den haben wir auch bekommen, da der alte Gehwagen von den Betreuern nicht täglich morgens und abends von der Wohngruppe und zur Werkstatt transportiert werden kann. Nun sollte der alte reapariert werden, das wurde abgelehnt, weil sie 2014 einen neuen bekommen hat.
Mir geht es eigentlich darum, ob mir jemand sagen kann, ob man in so einer Situation gesetzlich anspruch hat auf zwei Hilfsmittel oder ob jemand 2 Hilfsmittel benehmigt bekommen hat.

Und dann sollte der vorhandene Autositz, über 10 Jahre alt, den haben wir genehmigt bekommen, weil unsere Tochter nicht größer als 1,50m ist. Dieser sollte jetzt angepasst werden, Verschlechterung der Skoliose usw. Auch das wurde abgelehnt, weil die KK sich nicht mehr zuständig fühlt weil unsere Tochter nicht mehr in die Schule sondern in die Werkstatt geht und wir ja alles mit einen Transport machen können :shock:

LG Monika
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Beitragvon monerl » 27.07.2018, 07:29

Hallo,

unser Rechtsanwalt hat nun in Bezug auf die Anpassung des Autositzes und Reparatur des 2. Gehwagens der AOK und der Eingliedeungshilfe Widerspruch eingelegt. Ich habe nun Begründungen vom Arzt der Wohngruppe für die Reparatur des Gehwagens und von der Einrichtung die Begründung das der Gehwagen nicht von A nach B gebracht werden kann.
Die AOK hat sich mittlerweile gemeldet in Bezug auf die Anpassung des Autositzes und will wissen für welche Fahrten der Autositz gebraucht wird. Wegen der Reparatur des Gehwagens habe ich noch nichts gehört.Nun heißt es wieder abwarten.

LG Monika
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Beitragvon Silvia & Iris » 27.07.2018, 19:36

Liebe Monika,

:shock: heißt das, dass man nach dem 18. Geburtstag dann kein Auto mehr braucht für das Kind? - Gibt es dann Probleme?

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man dann von jetzt auf gleich gar keine Wege mehr mit seinem Kind hat...

schon alleine Arzttermine... - oder auch mal Therapien... Das wird ja dann auch in der Wohngruppe nicht abgedeckt...

Auch Schwimmen, Ausflüge... das schaffen die ja gar nicht, denn wie soll denn das auch gehen, 25 Klienten im Rollstuhl und 10 Betreuer? und dann noch dazu 3 gehfähige Klienten... - die aber auch nicht immer dorthin gehen wo sie hin sollen...

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

monerl
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Beitragvon monerl » 27.01.2019, 10:35

Hallo,

hab mich schon lange nicht mehr gemeldet. Wir haben nun nach langem hin und her wegen dem Gehwagen und der angepassten Sitzschale für den Autositz eine Lösung gefunden. Es wurde ja immer hin und her geschoben zwischen KK und Amt für besondere Hilfen. Keiner fühlte sich zuständig.
Unser Anwalt hat mittlerweile Klage erhoben, gegen KK und dem Amt.
Wenn man die Begründungen liest weswegen es abgelehnt wurde, stehen einem die Haare zu Berge, ich möchte da nicht weiter darauf eingehen, da es ein Roman werden würde.
Erwachsen und schwer behindert sein ist ja fast schon eine Strafe.
Nachdem die KK immer wieder betont hat, das sie nichts mehr für uns tun kann, habe ich mehrfach bei der Beschwerdestelle der KK angerufen und ziemlich deutlich meine Meinung kundgetan. Eine angepasste Sitzschale ist immer noch eine Sache der KK. Vor allem lag mir daran zu sagen, das alles nur nach Aktenlage entschieden wird, selbst vom MDK, der daran auch beteiligt war. Dann hat uns die Leiterin der Hilfsmittelabteilung angerufen und uns den Vorschlag gemacht, die Situation gerne vor Ort mit einem Orthopädiemeister der KK anzuschauen. Der Termin fand letzte Woche am Freitag statt.
Ich kann es noch gar nicht glauben, wir kamen dann zu folgender Lösung
Unsere Tochter soll eine neue Sitzschale auf Geund des veränderten Rücken für den Rollstuhl bekommen, mit einem Adapter um die Sitzschale vom Rollstuhl ins Auto als Autositz zu stellen. Wenn dies am vorhandenen Rolli nicht geht, bekommt sie auch einen neuen Rollstuhl.
Wegen dem 2. Gehwagen kann man nichts machen, dafür bekommt der neue/alte Gehwagen einen neuen Brustring, den wir am alten Gehwagen erstetzen wollten. Wenn das gut passt uns unsere Tochter besser damit zurecht kommt, werden wir an dem alten selber einen neuen Brustring ranmachen.
Haben Dies mittlerweile schriftlich bekommen und werden sehn, wie das jetzt klappt und ob die Sitzschale überhaupt dann in unser Auto passt.
Das ganze hin und her war eigentlich ganz unnötig und hat uns ein Jahr beschäftigt und viel Kraft gekostet. Die Leiterin der Abteilung hat mir gesagt, das es ihr keine Ruhe gelassen hat, als ich gesagt habe, das immer alles nach Aktenlage entschieden wird, anstatt sich selber mal ein Bild von der Situation zu machen.
Nun bin ich erstmal erleichtert und hoffe, das wir eine gute Lösung finden.

@Silvia...der Autositz wird von der KK genehmigt, so lange das Kind zur Schule geht, wenn in die Werkstatt gewechselt wird, ist das Amt für besondere Hilfen zuständig. Da unsere Tochter vollstationär untergebacht ist, hat sie ihrer Lebensmittelpunk im Heim. Wir können ja 6 mal im Jahr unsere Tochter mit einem Fahrdienst nach Hause kommen lassen, das wird vom Amt bezahle, und für Arztbesuche können wir einen Krankentransport holen. Da bleibt einem die Spucke weg. Alle anderen Ausflüge usw. können dann ja nicht mehr von uns Eltern gemacht werden.
Das sind unsere Gesetzt.

LG Monika
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Beitragvon konik » 27.01.2019, 11:20

Liebe Monika ,

Ich freue mich für euch das endlich was voran geht! Drücke die Daumen das es auch praktisch zügig klappt.
Ja , sowas ist unnötig .
Leider gibt es kaum Situation wo der MDK tatsächlich kommt.
Dann wird ein uraltes Einstufungsgutachten benutzt um zu entscheiden.
Ich hab das im Laufe der Jahre irgend wann erfahren und seit dem schicke ich immer Alles zur KK mit Vermerkt ebenso an MDK und parallel zum MDK !

Vielleicht als Tip wenn noch mal was ist.

LG

Konik

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Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 27.01.2019, 14:22

Liebe Monika,

auch wenn ich froh über Fahrtendienst und RK bin... - ungefähr die Hälfte der Fahrten mache ich dennoch selber! War alleine heuer schon 3 Mal in der Therapie (100 km einfache Fahrt)(7 Mal für das RK) - 3 Mal in der Schule (33 km einfache Fahrt) und 2 Mal beim Rehatechniker (40 km einfache Fahrt) ...

... dabei geht es ja auch um den Punkt Vignette und Steuerermäßigung... - allerdings wenn meine Tochter dann untergebracht ist, dann gibt es auch keinen Fahrtendienst, da MUSS ich fahren... solange ich es eben noch schaffe...

ansonsten muss sie wirklich rund um die Uhr dort bleiben (geht halt mal nicht anders, wenn die Eltern mal verstorben sind oder selbst Pflegefälle...)

Auch ich tappe noch im Paragraphendschungel, damit alles optimal läuft...

LG
Silvia
Liebe Grüße

Silvia

Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein

Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört


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