Sprachentwickungsstörung Grund für I-Kita?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Sprachverzögerung/Sprachstörung austauschen und Erfahrungen bezüglich UK (unterstützter Kommunikation) weitergeben. Logopäden dürfen natürlich auch gerne hier Tipps geben!

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AgnesH
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Beitragvon AgnesH » 18.06.2018, 10:35

Der I-Kita, den ich vorgeschlagen habe, übernimmt eigentlich die Antragsstellung. So kenne ich das bei vielen Kindern, die dorthin gehen. So hatten viele Eltern eigentlich kein Papierkram zu tun, diese mussten nur zu Besprechungen, Durchlesen und Unterschrift kommen.

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DieCat
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Beitragvon DieCat » 18.06.2018, 10:54

Claudia&Co hat geschrieben:Hallo,

wir sind damals folgt vorgegangen.
Nic war schon mit 2 Jahren auffällig, dies wurde von der Kinderärztin aber immer mit Sprüchen wie Das ist ein Junge, die sprechen spät und jedes Kind braucht seine Zeit abgetan. Zum Kigabeginn wies ich die Erzieher auf seine Problematik hin, aber da kam auch nur, ach das wird schon.
Ich bemerkte, dass Nic nicht glücklich im Kiga war und suchte das Gespräch.
Da wurde endlich zugegeben, dass bei Nic nicht alles optimal lief. Er fing schon an Stereotypien zu entwickeln usw.
Daraufhin habe ich Eingliederungshilfe beantragt, um a) einen I-Platz zu bekommen und b) Frühförderung zu erhalten.
Wir mussten dann zum Amtsarzt, der nach 2 Minuten sofort den Bedarf feststellte. Leider war zu diesem Zeitpunkt kein freier Platz verfügbar.
Somit eiinigten wir uns auf eine maximale Kigazeit von 2-3 Stunden am Tag. Nic kam als einer der ersten (geringer Geräuschpegel) und wurde dann bei voller Gruppe abgeholt. Selbst in dieser kurzen Zeit wurde er gehänselt: Achtung da kommt der Blabla usw.
Der Platz wurde dann im Sommer frei und ich muss sagen, das war das beste was Nic passiert ist. Ich habe nach vier Wochen meinen Sohn nicht wieder erkannt!
Ein glückliches Kigakind, was ich kaum nach Hause bekam.
Zudem fanden die Therapien in der Zeit statt und oftmals coachten ihn die Logo/Ergotherapeutin durch knifflige Situationen im Kigatag. Ihm wurden Rückzugsmöglichkeiten gewährt und er konnte sich ohne Angst bewegen.
Diagnosen kamen dann erst nach und nach, sodass die Unterstützung optimiert werden konnte.

Die Entscheidung für den I-Platz war genau richtig, und ich würde es jederzeit wieder so machen. Im normalen Kiga wäre Nic untergegangen, genau wie auf einer Regelschule.

Also, beantrage Eingliederungshilfe, und schau dir schon Ikigas an. Die helfen dir auch bei der Beantragung.

Liebe Grüße, starke Nerven und halt durch

Claudia


Hallo Claudia,

ja das mit den Aussagen bzgl. Junge etc.höre ich heute noch... da weiss man manchmal gar nicht mehr was man noch zu sagen soll...

Bei uns in der aktuellen Kita sind einige Kids mit Sprachproblemen aufgrund hohem Migrationsanteil bzw. leider gewissem Klientel. Von daher ist mein Sohn glücklicherweise keinem Mobbing/Hänseln ausgesetzt. Die Erzieherinnen haben allerdings schon auch etwas dazu beigetragen, dass er eine gewissen Krankheitseinsicht hatte durch Auffordern zum korrekten nachsprechen wenn er zb noch etwas zum Essen wollte oä. Sie haben besten Gewissens gehandelt auch wenn das für ihn natürlich sehr unschön ist!.

Was meinst du genau mit Stereotypen?

C. fängt jetzt langsam mit aggressiverem Verhalten an und das macht mir schon etwas Sorge und dazu wehrt er sich jetzt ca. 3-6Monate regelmäßig morgens in die Kita zu gehen und will in eine andere Kita. Kann aber zu seinem Wunsch keine gescheiten Gründe äußern!

Er ist eig ein Kind das kein Problem mit Fremdbetreuung hat! Er hat starkes Urvertrauen zu uns als Eltern und ist sehr mutig und aufgeschlossen. Auch als wir im Okt 2017 für 6 Wochen in Reha waren (wegen mir) war er dort von heute auf morgen in der Kita in der Klinik untergebracht und hatte null Thema mit Trennung oder keine lust ohne Mama zu sein... Das macht mir Bauchschmerzen ...

Danke für deinen informativen Erfahrungsbericht!!

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Beitragvon DieCat » 18.06.2018, 10:56

phoebe87 hat geschrieben:Hi. Seid ihr in Landstuhl angebunden? Seid ihr dort bei der Logopädin? Welchen Arzt habt ihr? Wir mussten I auch 2 x vorstellen und jetzt habem wir I Platz etc.....
In KL gibt es glaub ixh keinen sprachheilkindergarten. In kusel gibt es eine Schule.....
Lg


Hey :)
ja wir sind an Landstuhl angebunden. Waren auch vor etwas mehr als einem Jahr dort um ihn testen zu lassen. Haben jetzt für September wieder einen neuen Termin. Die Ärztin hieß Frau Andes. Sie hat einen super Eindruck gemacht!
In Kl gibt es noch eine Schule am Beilstein mit Förderschwerpunkt Sprache.

Seid ihr auch wegen der Sprache nach Landstuhl ?

lg

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Beitragvon Claudia&Co » 18.06.2018, 11:34

Hi,
Nic fing an sich unter Tischen und Stühlen zu verstecken und die Ohren zuzuhalten. Dazu wippte er mit dem Oberkörper vor und zurück. Oder er drehte sich permanent im Kreis.

Agressivität kann ein Zeichen von Überforderung sein. Die Weigerung ebenso. Anders kann er die Situation nicht lösen oder dir erklären. Also ein Zeichen für dich, dass Handlungsbedarf besteht.
Aber das machst du ja jetzt.

Viel Erfolg

Claudia
Claudia, Falk ,
R. (90),
P. (02) Lactoseintoleranz,
Nic (05) SES,KISS, ADHS,AVWS, Wahrnehmungsstörung, SI, entwicklungsverzögert, PG 3, LRS und
M. (07) Hypospadie, VSD

"Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen" Pearl S. Buck

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Beitragvon phoebe87 » 18.06.2018, 21:14

Hi. Ja wir waren 1 Jahr bei Frau Sch. jetzt sind wir in Kusel. Dort sind alle Therapien da wir dort auch wohnen. Gehen eigentlich nur zur Arztvorstellung nach Landstuhl.
Lg sarah
Krümmel 10 /15...
Hypodysplastische Nieren, Chronische Niereninsuffizienz, Kleinwuchs, Gedeihstörung/Fütterstörung, Kombinierte Entwicklungsstörung ( Kognitiv +Sprache), ausgeprägter knick- senk- Fuß ( Gangstörung) Stillkind...
Großer Krümmel 06/13
Kombinierte Entwicklungsverzögerung- Verdacht ADHS

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Beitragvon DieCat » 19.06.2018, 16:20

Huhu ihr lieben :)

So jetzt war ich heute morgen bei der Kita Leitung des hol der Lebenshilfe bei dem ich C. Auch anmelden wollte. Sie wollte ihn sich mal genauer anschauen um abzuklopfen ob er wirklich keinen Bedarf hat!

Ergebnis ist, dass sie denkt dass er zu stark ist um als förderkind durchzugehen. Er bringt zu viele Fähigkeiten mit um Ihrer Meinung das ganze begründen zu können .... allerdings sieht sie auch dass er mehr bedarf hat als ein regelkonforme . Was mach ich jetzt mit dieser Aussage -.-

Er bräuchte echt am besten einen sprachheilkindergarten oder einen kindergarten mit kleinen Gruppen die sich perfekterweise auf Sprache vlt festgelegt hätten oder zumindest einen kleine Gruppe, in der engagiert mit den kiddis gearbeitet wird ...

Bloß wie stell ich das an ? Bei uns in der Stadt sind ellenlange Wartelisten in den Kitas ein normaler Wechsel erscheint mir fast unmöglich ...

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Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 19.06.2018, 17:50

Hallo, wie sieht es mit Frühförderung aus? Ist das in eurem Bundesland möglich? Das ist der Weg über den wir jetzt erstmal gehen...
Lg LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

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Beitragvon phoebe87 » 19.06.2018, 22:08

Hallo! Wäre der Wechsel in die Lebenshilfe keine Lösung?? Kleine Gruppen bessere Förderung. Habt ihr Heilpädagogik bei Frau B.?
Lg
Krümmel 10 /15...

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Beitragvon DieCat » 19.06.2018, 22:55

phoebe87 hat geschrieben:Hallo! Wäre der Wechsel in die Lebenshilfe keine Lösung?? Kleine Gruppen bessere Förderung. Habt ihr Heilpädagogik bei Frau B.?
Lg


Ich würde ja gerne dass er da hinkommt :( ich würde feiern ohne Ende ...

Aber dazu reicht laut Leitung sein Zustand anscheinend nicht ... ich stehe echt iwie gerade ziemlich planlos da ... wenn meinst du mit Frau B ?

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Beitragvon DieCat » 28.06.2018, 09:01

Hallo 🎉🎉🎉🎉

Wie oben schon von mir geschrieben ich würde feiern ohne Ende !!! Es hat tatsächlich geklappt !! Gestern kurz nach 18 Uhr bekam ich den Anruf der Leitung der Lebenshilfe !! C. Wird als regelkind aufgenommen !! Ich bin sooo glücklich und C. Auch !! Er freut sich Mega auf den neuen kindergarten :)

Ich könnte die ganze Welt umarmen :)


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