Kosten Logopädie

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

Moderator: Moderatorengruppe

piva
Neumitglied
Neumitglied
Beiträge: 2
Registriert: 04.04.2017, 10:57
Wohnort: Nürrnberg

Kosten Logopädie

Beitragvon piva » 07.06.2018, 12:54

Hallo zusammen,

ich schreibe hier zum ersten Mal und könnte einen Rat gebrauchen.

Wir haben nach langem Suchen und Ausprobieren endlich eine Logopädin gefunden, die gut mit unserem Sohn zusammen arbeitet (oder umgekehrt ;)) Sie hat auch einige für unseren Sohn passende Fortbildungen absolviert, aber das Wichtigste ist: Die zwei kommen klar. Mein Sohn hat das DS und eine Sprech-Dyspraxie.
Wir leben in Bayern; sie hat einen Stundensatz von 68,88 Euro und die Beihilfe und somit auch die PKV (Debeka) übernehmen nur 52,20.

Ich bin selbst Freiberuflerin und finde ihren Stundensatz absolut angemessen! Eigentlich immernoch zu niedrig, wenn man bedenkt, dass sie die Räumlichkeiten, ihre KK, ihre Fortbildungen etc. zahlen muss. ABER ich möchte auch nicht pro Therapieeinheit 16,66 dazu zahlen. Macht im Monat fast 67 Euro!

Kann ich gegen den Bescheid der Debeka und der Beihilfe Widerspruch einlegen bzw. wie kann ich da argumentieren? Gibt es entsprechende Gerichtsurteile? Was berechnen eure Logopädinnen und Logopäden?

Über Antworten würde ich mich freuen!

Piva

Werbung
 
Silvia & Iris
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3739
Registriert: 20.03.2007, 18:32
Wohnort: Österreich

Beitragvon Silvia & Iris » 07.06.2018, 14:55

Liebe Piva,

Logopädie in einem SPZ läuft direkt über die KK und es fallen keine Kosten an. - Kosten kenne ich jetzt nur, wenn es sich nicht um ausschließlich Logopädie handelt - z. B. in Rahmen einer tiergestützten Therapie, wenn das Kind Therapiemüde wird oder ist...

da ist es etwa die Hälfte... und auch ich werde mich erkundigen, ob ich irgendwo Hilfe her bekomme...

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

Britta70
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 631
Registriert: 11.01.2006, 20:10
Wohnort: Ditzingen

Beitragvon Britta70 » 07.06.2018, 15:23

Hallo Piva,

die Beihilfe hat ihre festen Sätze; bei der privaten Versicherung kann man es versuchen, ist aber auch eher aussichtslos.

Ich würde es daher eher von eurer Gesamtsituation abhängig machen: könnt ihr es euch leisten, dann ist es wie eine Gebühr für ein "Hobby", ansonsten könnt ihr mit der Therapeutin verhandeln, dass sie euch entgegenkommt.

Wir zahlen für die Physio immer dazu, aber eine gute Therapeutin, die Hausbesuche macht, ist uns das Geld wert. Übrigens können wir den Eigenanteil von der Steuer absetzen.
Es klingt ja so, dass ihr sehr zufrieden seid - eine gute Therapeutin würde ich nicht so schnell aufgeben.


LG
Britta
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)

Britta70
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 631
Registriert: 11.01.2006, 20:10
Wohnort: Ditzingen

Beitragvon Britta70 » 07.06.2018, 15:23

Hallo Piva,

die Beihilfe hat ihre festen Sätze; bei der privaten Versicherung kann man es versuchen, ist aber auch eher aussichtslos.

Ich würde es daher eher von eurer Gesamtsituation abhängig machen: könnt ihr es euch leisten, dann ist es wie eine Gebühr für ein "Hobby", ansonsten könnt ihr mit der Therapeutin verhandeln, dass sie euch entgegenkommt.

Wir zahlen für die Physio immer dazu, aber eine gute Therapeutin, die Hausbesuche macht, ist uns das Geld wert. Übrigens können wir den Eigenanteil von der Steuer absetzen.
Es klingt ja so, dass ihr sehr zufrieden seid - eine gute Therapeutin würde ich nicht so schnell aufgeben.


LG
Britta
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)

Anne1301
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 80
Registriert: 22.10.2016, 10:18

Beitragvon Anne1301 » 07.06.2018, 20:24

Hallo Piva,

wie Britta schon schreibt, hat die Beihilfe feste Sätze. Wir haben es auch mal bei der Debeka probiert, dass sie mehr übernimmt als die Beihilfesätze bzw. den prozentualen Anteil. Dafür hatten wir damals leider den falschen PKV Vertrag abgeschlossen.
Verhandeln half da leider nicht.
Wir zahlen also auch schon seit Jahren bei der Logopädin für zwei Kinder drauf.
Letztes Jahr haben wir das auch mal bei der Steuer als außergewöhnliche Belastung eingereicht und auch was zurückbekommen.

Sollte es eine andere Möglichkeit geben, sind wir natürlich auch interessiert :)

Gruß
Anne
A. (*2012) und B. (*2014) vermtl. unbekannter Gendefekt, Epilepsie, Rumpfhypotonie, globale Entwicklungsverzögerung (insbesondere Feinmotorik und Sprache)

piva
Neumitglied
Neumitglied
Beiträge: 2
Registriert: 04.04.2017, 10:57
Wohnort: Nürrnberg

Beitragvon piva » 08.06.2018, 11:05

Hallo nochmal,

wir wollen die Logopädin auch nicht aufgeben und wenn es sein muss, werden wir weiterhin drauf zahlen - das steht außer Frage.

Aber wir haben drei Kinder; mein Sohn hat zahlreiche andere gesundheitliche Baustellen; ich kann nicht mehr in dem Umfang arbeiten, in dem ich gerne würde und verdiene entsprechend wenig und das alles geht ins Geld. Wenn wir uns also ein paar Euro sparen können, dann würden wir das gerne tun.

Es ist ja so: Die Beihilfe hat seit Jahren (Jahrzehnten?) ihre Sätze nicht angehoben, obwohl die Lebenshaltungskosten etc. jährlich steigen. Es ist einfach ungerecht, dass für eine selbstständige, vielfach qualifizierte Therapeutin mit viel Berufserfahrung nur 52 Euro pro 60 Minuten drin sein sollen, von denen sie ihre Praxis, KK, RV, etc. bezahlen muss. Ich sehe ja auch die Abrechnungen unserer Physiotherapeutin, die einen noch viel geringeren Stundensatz hat - das ist einfach skandalös! Gleichzeitig lese ich, dass händeringend Physiotherapeuten gesucht werden - warum wohl? Wer will einen so schlecht bezahlten Job noch machen? Und könnte es damit zusammen hängen, dass Physio/Ergo/Logo überwiegend Frauen anbieten, die dann entsprechend schlecht entlohnt werden? Und die PKV stiehlt sich meines Erachtens aus der Verantwortung, wenn sie die Mehrkosten in dem Umfang auf die Eltern abwälzt.

Ich habe heute morgen einige logopädische Praxen in der Umgebung abtelefoniert und bei den meisten liegt der Satz für 60 Minuten zwischen 65 und 75 Euro. Wie viele Eltern also gibt es wohl, die da drauf zahlen?

Ich werde jedenfalls einen Widerspruch formulieren - falls jemandem noch Argumente hierfür einfallen, freue ich mich über Nachrichten!

Ich hab in einem der Beiträge hier zu einem ähnlichen Thema was von Anspruchshaltung der Eltern gelesen, aber darum geht es nicht. Die debeka verdient sich eine goldene Nase und wir Eltern zahlen brav wie die Schafe drauf, obwohl die Übernahme der Kosten eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Das ärgert mich. siehe z.B. hier : http://www.sueddeutsche.de/news/wirtsch ... -99-261186

Zitat, es geht um die Debeka, der Artikel ist von Januar 2018: "Bei den privaten Krankenversicherungen legten die Beitragseinnahmen dagegen deutlich um 9,3 Prozent auf 5,98 Milliarden Euro zu. Die Bilanzsumme bei den Versicherungen steigerte sich um 5,2 Prozent auf 94,1 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitglieder und Kunden wuchs um 63 000 auf insgesamt 7,1 Millionen, wie die nach eigenen Angaben bundesweit sechstgrößte Versicherungsgruppe weiter mitteilte. Die Zahl aller Verträge stieg um 0,9 Prozent auf 17,96 Millionen."

Viele Grüße an alle von Piva

Leonstina2014
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 24
Registriert: 12.02.2017, 16:46
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon Leonstina2014 » 08.06.2018, 22:56

Hallo

Unsere Beihilfe & PKV übernimmt 41.50€ für LOGO. Wir hatten aber Glück und die PKV erstattet die komplette Differenz aus Kulanz über den Beihilfe Ergänzungstarif.
Ansonsten hätten wir pro Kind und Verordnung 180€ selbst übernehmen müssen.

Drück dir die Daumen, daß die Kosten übernommen werden.

LG Tina
Tina 07'79 mit
T. 06'09 (gesund)
L. 06'14 kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung, V.a. Autismus, PG3, GdB 50 H
I. 10'15 (gesund)

Bastelia
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 480
Registriert: 04.03.2013, 20:29
Wohnort: Österreich (Nö)

Beitragvon Bastelia » 08.06.2018, 23:17

Hallo,

Wir sind aus Österreich, aber die Tarife für eine Einheit privater Logo/Ergo sind bei uns genauso!
Eigentlich finde ich die Erstattung eurer Kassa recht gut, wir haben eine ähnliche, aber wenn unser Sohn bei meinem Mann mitversichert wäre, würds gerade mal die Hälfte geben!

Bezieht ihr Pflegegeld? Davon könntet ihr dann die anfallenden Kosten bezahlen!
Falls der Widerspruch wider Erwarten etwas bringt, bitte hier mitteilen!
Viel Glück auf jeden Fall!

Liebe Grüße
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)

Werbung
 
corina78
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 261
Registriert: 26.02.2010, 13:35
Wohnort: Berlin

Beitragvon corina78 » 09.06.2018, 12:54

Hallo!
Wir zahlen bei der Logo, Physio und Ergo drauf.
Seit Jahren setzten wir es auch als außergewöhnliche Belastungen ab.
Da gibt es wenigstens ein bisschen wieder.
Von der Physiotherapeutin habe ich gehört , dass die Beihilfe in diesem Jahr noch
die Heilmittelbehandlungen Erstattung anhebt.
Mal sehen wie Hoch sie dann angepasst werden.
Lg Corina
Corina'78 Carsten'71 mit Lukas'96 Finn'05 und Mattis'09 perinataler Asphyxie Abgar 3/3/6 Ph.6,81
Mikrozephalie,CP, mehr geistig betroffen als körperlich (keine Spastik).


Zurück zu „Rechtliches - Beihilfe (Private Krankenversicherung)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste