Verhinderungspflege - Regelungen/Fallbeispiele, Teil 2

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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AnnaFB1985
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Beitragvon AnnaFB1985 » 29.09.2018, 19:09

Mm. Irgendwie versteh ich deine Antwort ehrlich gesagt nicht so ganz.
Hab das Gefühl du willst mir sagen, dass meine Fragen oder Motive irgendwie falsch sind.

Aber das hieße doch, dass sie nicht an einem Tag 5 Stunden á 10€ pro Kind aufpassen dürfte (einen Abend babysitten zB), weil das das 30stel des Pflegegelds für diesen Tag überschreiten würde.

Und ist es wirklich verwerflich, einer studierten Pädagogin, die zugegebenermaßen grade auch finanziell knapp ist, etwas zurückzugeben, weil wir es im Rahmen der Verhinderungspflege können?
Wir wollen ja niemanden betrügen oder Gelder beantragen, die wir uns in die Tasche stecken (ja, ich weiß, das wird auch vielfach gemacht).

Grade weil wir es doch richtig machen wollen, frage ich nach. Und nein, sie tut es nicht aus gewinnabsicht. Aber sie freut sich auch über die finanzielle Unterstützung.
Anna mit 4 Töchtern
*2001 & *2012 normal entwickelt
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Beitragvon MichaelK » 29.09.2018, 20:37

Hallo Anna,

AnnaFB1985 hat geschrieben:Aber das hieße doch, dass sie nicht an einem Tag 5 Stunden á 10€ pro Kind aufpassen dürfte (einen Abend babysitten zB), weil das das 30stel des Pflegegelds für diesen Tag überschreiten würde..


doch, schon, aber halt nicht im Sinne von steuerfrei. So war doch die Frage, oder?

AnnaFB1985 hat geschrieben:Und ist es wirklich verwerflich, einer studierten Pädagogin, die zugegebenermaßen grade auch finanziell knapp ist, etwas zurückzugeben, weil wir es im Rahmen der Verhinderungspflege können?


ich habe das nicht zu beurteilen. Will ich auch nicht. Wenn sie "knapp" ist, wirkt sich die Steuer vielleicht gar nicht tatsächlich aus ?
Nach mir geht es doch nicht. Ich will halt keine haltlosen Infos verbreiten. :)

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
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Beitragvon AnnaFB1985 » 30.09.2018, 13:46

MichaelK hat geschrieben:Hallo Anna,

doch, schon, aber halt nicht im Sinne von steuerfrei. So war doch die Frage, oder?

ich habe das nicht zu beurteilen. Will ich auch nicht. Wenn sie "knapp" ist, wirkt sich die Steuer vielleicht gar nicht tatsächlich aus ?
Nach mir geht es doch nicht. Ich will halt keine haltlosen Infos verbreiten. :)

LG Michael


Das verstehe ich natürlich. Und ja, eigentlich war die Sache der Steuerfreiheit die Kernfrage.

Das ist echt furchtbar nervig und kompliziert.
Und so albern. Jeden Tag eine Stunde wäre also steuerfrei, einmal die Woche 7 Stunden nicht.
Und sie ist leider SO knapp, dass sie die Steuerfreiheit braucht, damit es nicht aufs ALG2 angerechnet werden kann...

Da will man etwas im Grunde korrekt und nicht "schwarz" machen, und dann bekommt man es so verkompliziert.

Entschuldigung, falls meine Antwort gestern vielleicht irgendwie pampig rüber kam. So war das nicht gemeint, aber mich ärgert das alles einfach so.
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Beitragvon MichaelK » 30.09.2018, 14:10

AnnaFB1985 hat geschrieben:Jeden Tag eine Stunde wäre also steuerfrei, einmal die Woche 7 Stunden nicht.
Und sie ist leider SO knapp, dass sie die Steuerfreiheit braucht, damit es nicht aufs ALG2 angerechnet werden kann... .


tja, beim Jobcenter muss sie ohnehin doppelt aufpassen.

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Beitragvon AnnaFB1985 » 30.09.2018, 14:33

MichaelK hat geschrieben:
AnnaFB1985 hat geschrieben:Jeden Tag eine Stunde wäre also steuerfrei, einmal die Woche 7 Stunden nicht.
Und sie ist leider SO knapp, dass sie die Steuerfreiheit braucht, damit es nicht aufs ALG2 angerechnet werden kann... .


tja, beim Jobcenter muss sie ohnehin doppelt aufpassen.

LG Michael

Das ist ja unser "Problem". Sobald es als steuerfrei anerkannt ist, ist es auch nicht abzugsfähig. Aber im Vorhinein wird sich das Finanzamt da nicht auf eine verbindliche Aussage festnageln lassen und dementsprechend wird man versuchen es ihr abzuziehen. Das ist jedenfalls unsere Sorge.
Danke nochmal für die Auskünfte.
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Beitragvon JennyK » 30.09.2018, 15:15

Meine Nichte studiert Sonderpädagogik und macht bei uns im Ort ein halbjähriges Praktikum. Sie würde ab und an unseren Großen betreuen, wenn ich mit dem Kleinen unterwegs bin oder länger arbeiten muss. Ich würde dafür gerne Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Sie hat nun Sorge, dass sie das Geld versteuern muss oder sonst irgendwelche Abzüge anstehen. Wie sieht es da aus, was müssen wir beachten? Sie erhält kein BAföG oder so, ihre Eltern unterstützen sie finanziell. Ich finde das alles sehr kompliziert und das erschwert es ungemein, jemanden zu finden, der das übernimmt.
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Beitragvon AnnaFB1985 » 20.10.2018, 14:49

Ich muss nochmal nachfragen, vielleicht kann mir ja noch jemand helfen diesen verfluchten Dschungel zu verstehen.

Also, unser hiesiges hessisches FA hat meiner Freundin jetzt mitgeteilt, dass die VHP steuerpflichtig wäre, weil ja eben ZWEI Personen gepflegt würden und nicht bloß eine (was steuerfrei wäre).

Jetzt stellt sich die Frage: Wenn es steuerpflichtiges Einkommen ist, dann muss sie sich doch quasi irgendwie selbstständig machen und dementsprechend auch versichern, etc.
Und dann hab ich aber wieder gelesen, dass sie sich auch noch Scheinselbstständigkeit vorwerfen lassen könnte, weil sie ja ausschließlich bei uns tätig wäre.

Die Katze beißt sich doch in den Schwanz! Wer denkt sich denn so einen Blödsinn aus?

Stimmt das wirklich so?
Oder kann sie OHNE Selbstständigkeit von uns das VHP-Geld auf Stundenbasis bekommen, in der Steuererklärung angeben und ihre Steuern bezahlen? Glaube das geht ja nicht, weil sie erwerbsmäßiger Ausübung ein Gewerbe angemeldet haben muss.

Hat da vielleicht noch jemand einen Umsetzungstipp, der es einfacher macht oder uns irgendwie weiterhelfen kann?
Ich nervt das so.

Danke!
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Beitragvon MichaelK » 20.10.2018, 15:13

AnnaFB1985 hat geschrieben:…. weil sie erwerbsmäßiger Ausübung ein Gewerbe angemeldet haben muss.


wieso das denn? Erwerbsmäßig heißt doch nur: zum Zwecke des Gelderwerbes und nicht: gewerbsmäßig .

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2

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Beitragvon JennyK » 20.10.2018, 15:39

Du könntest sie als Minijobberin anstellen...
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Beitragvon AnnaFB1985 » 20.10.2018, 16:40

MichaelK hat geschrieben:
AnnaFB1985 hat geschrieben:…. weil sie erwerbsmäßiger Ausübung ein Gewerbe angemeldet haben muss.


wieso das denn? Erwerbsmäßig heißt doch nur: zum Zwecke des Gelderwerbes und nicht: gewerbsmäßig .

LG Michael


OK... das war für mich immer dasselbe bisher :idea:

Aber kann sie erwerbsmäßig die VHP machen, ohne Sozialabgaben zahlen zu müssen (bzw. wir quasi als AG den AG-Anteil)? Sondern "nur" die Steuer?

Jenny: als Minijobberin ginge auch, aber ursprünglich wollten wir ja auf die sittliche Verpflichtung. Damit wäre nämlich die monatliche Höhe nicht gedeckelt gewesen.
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