Film auf youtube: 500.000 Kinder erhalten Ritalin

Hier könnt ihr euch über ADS und ADHS austauschen.

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Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 04.07.2018, 08:40

Liebe Anke,

entschuldige, dass ich jetzt erst antworte...

schreibe dir jetzt doch pn...

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Jakobspapa
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Beitragvon Jakobspapa » 04.07.2018, 21:27

Hallo Marie,
Wir mögen es bitte in der örtlichen KJP vorstellen damit es Ritalin bekäme. Da unser Kind außerhalb der Schule keines der bekannten A(D)HS Sypmtome zeigte, weigerten wir uns. In den folgenden Monaten ließ der Lehrer keine Möglichkeit aus, uns z. B. über die Schulleitung unter Druck zu setzen, und, was noch schlimmer war, er ließ seinen Unmut an unserem Kind aus!
Sowas gibts leider auch. Einem Lehrer steht weder die Diagnose zu, noch irgend ein Mitspracherecht bzgl. der Therapie, die nicht immer medikamentös sein muss.

Wir haben aber eher die Gegenteilige Erfahrung gemacht: Lehrer, die die Existenz von ADHS grundsätzlich anzweifeln, und die Schuld an die betroffenen Kinder bzw. an die Eltern verteilen, und denen auch jegliche Fachinformation am Allerwertesten vorbeigeht, und die ihren Zorn an den Kindern auslassen. Jakob, unser Großer, ist vor etwa einem Jahr mit einer Depression in der Klinik gelandet - für mein Dafürhalten hatten daran seine Klassenleiterin, die ihn regelmäßig vor der ganzen Klasse bloßgestellt und ihm mit Verweisen und sonstigem Ärger gedroht hat, während er heulend am Tisch saß (das war dann zusätzlich "Störung des Unterrichts", und weitere Verweisandrohungen wert), keinen unerheblichen Anteil. Damals waren wir gerade in der Einstellungsphase, erste Erfolge spürbar, und dann wurde auf diese Weise alles kaputt gemacht.

Unsere Söhne haben gesichert ADS bzw. ADHS, für sie ist die Medikation ein Segen. Die Angriffe der Lehrerin haben inzwischen weitestgehend aufgehört. Einerseits, weil unsere Jungs viel weniger Auffälligkeiten zeigen, und andererseits auch nicht mehr so verletzlich sind. Während Jakob früher sehr verängstigt war, wenn sie sich wieder an ihm ausgetobt hatte, kann er heute darüber heimlich grinsen. Gott sei Dank.

LG
Markus

Bika
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Beitragvon Bika » 25.07.2018, 10:46

Liebe Sylvia,

Mal ganz plump ausgedrückt:
„Die Wahrheit liegt immer irgendwo dazwischen“

Dass es zu Unrecht diagnostizierte und unnötig medikamentierte Kinder gibt, wird niemand abstreiten.


Das betrifft ja jeden Bereich der Medizin, noch haben wir es mit Menschen zu tun,
nicht mit digitalisierten Diagnostikern.

Und in der wechselseitigen Dynamik von Familien und sozialen Gruppen (KiGa, Schule und Co) kann es fördernd und optimal laufen, wenn es auf die individuellen Bedürfnisse eines Betroffenen passt.
Gruppendynamische Prozesse können aber auch derart gestaltet sein, dass Individuen (mit ungünstiger Disposition) darin keinen Platz finden und ihr Störungsbild sich eindeutig manifestiert.

Und was nützt es einem aufmerksamkeitsgestörten Kind, welches 2018 in einer Großstadt lebt, wenn seine Eltern theoretisch wissen, dass das Lebensumfeld nicht so geeignet ist?
Sollen alle Familien mit ADHS -Kindern sofort aufs Land ziehen?

Oder sollen sie doch einfach nur ein schlechtes Gewissen haben, damit andere sich dadurch aufwerten können?

Geht es dir darum?
Du bist bestimmt eine gute, aufopferungsvolle, liebende, aufmerksame, kompetente........Mutter,
aber hast du denn nicht ein wenig Verständnis für all die anderen Eltern, die deinen Weg nicht gehen könne oder wollen?

Dogmatismus ist für mich immer ein Mittel zum Zweck.
Meist schützen wir durch ihn unser Selbstbild und besänftigen die doofen Dämonen der Unsicherheit, die doch ab und zu mal auftauchen.

Oder, er dient als Belohnung, wenn wir erschöpft sind und klare, moralisch erhabene Wahrheiten,
uns Kraft geben.

Einen Wirkstoff wie Methylphenidat in der Art zu dämonisieren, wie es der alternative und ganzheitlich orientierte Therapieansatz immer wieder tut,
finde ich wenig hilfreich.

Du weißt doch selber, dass es unzählige Familien (uns eingeschlossen) gibt,
für die sich durch eine Medikamentengabe,
ALLES einfach ALLES geändert hat.

Als Mutter einer ADS-Tochter, die ohne Methylphenidat ungeschützt in eine ausgeprägte Kinder-und Jugenddepression gerauscht wäre ( sie war schon drin), bin ich sehr froh dass es angemessene Hilfe gab.

Und die war in unserem speziellen Fall eine Kombination aus Verhaltenstherapie und Medikamentengabe.

Gegen letzteres habe ich mich jahrelang gewehrt, erst als mein Kind einen Nervenzusammenbruch hatte und man mir in der KPJ deutlich machte,
dass das Kindeswohl gefährdet sei, bin ich einsichtig geworden.

Aus dieser Erfahrung heraus, würde ich dennoch niemals anderen Familien, die anders entscheiden, einen Vorwurf machen.

Jedenfalls der impulskontrollierte Teil meiner Selbst nicht. :wink:


Das Leben mit nichtneurotypischen Kindern ist anstrengend, verunsichernd, mit viel Ängsten behaftet.

Wie schön, wenn es dann noch unzähliges Informationsmaterial gibt, was zusätzlich verunsichert und sich in seiner unglaublichen Bandbreite natürlich gegenseitig laufend widerlegt.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass früher auch nicht alles besser war.

Ich habe im Sommer den ganzen Tag draußen verbracht, Baumhäuser gebaut,
bin mit Freunden durch die Gegend gestromert, wir haben unzählige Welten entwickelt und darin unsere Zeit verbracht.......
Fernsehen, oder schlimmeres, gab es kaum.

Trotzdem sehe ich auf jedem Foto kreuzunglücklich und total erschöpft aus.
So wie meine Tochter früher auch.

Seit der Therapie ist das anders.

Sie STRAHLT!

Und keine
„Antiritalinpropaganda“ auf dieser Welt,
kann mir das gute Gefühl dabei vermiesen. :D


Das war mein, natürlich vollkommen überflüssiger, Beitag dazu.

LG von
Bika

maikeb
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Beitragvon maikeb » 25.07.2018, 20:23

Ausgerechnet hier so einen Beitrag lesen zu müsen, damit hätte ich nicht gerechnet.
Mütter von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten sind immer und überall Vorwürfen Verdächtigungen ausgesetzt. Nimmt das Kind keine Medikamente und verhält sich in der Öffentlichkeit auffällig, dann hat die Mutter in den Augen der Umwelt versagt. Lehrer argwöhnen Vernachlässigung, Misshandlung, Alkoholkonsum während der Schwangerschaft usw.
Nimmt es dann schließlich doch Medikamente, ernten diese Mütter wiederum den Vorwurf, es sich allzu einfach zu machen, wenn sie ihr Kind, anstatt es ordentlich zu erziehen, mit Tranquilizern ruhig stellen.
Dazu kommt dann noch, zumindest bei mir, aber ich vermute, auch bei den meisten anderen betroffenen Müttern, die Selbstzweifel, die Fragen, was man falsch gemacht hat, da doch alle anderen Menschen ihre Kinder so viel besser erziehen können, und/oder aber das schlechte Gewissen, dass man das eigene Kind jahrelang mit Medikamenten vollpumpt, ohne zu wissen, ob es Langzeitschäden davontragen wird.

Zumindest hier hätte ich doch mit mehr Verständnis gerechnet.

Joney
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Beitragvon Joney » 23.08.2018, 10:11

https://m.youtube.com/watch?v=4Uk4f_hMvT4&t=372s

In dieser Reportage geht es zwar um Antidepressiva denoch denke ich das es die Sache sehr gut auf den Punkt bringt, worum es eigentlich geht und wie weit dabei gegangen wird
Betrifft sicherlich nicht nur das "Netzwerk Pharmaindustrie- Psychatrie"

Denoch wss Retalin angeht .Ausprobieren schadet ja nicht .
Wichtig ist nur denke ich sehr genau zu beobachten ob es wirklich
etwas bringt und wenn ja ob es es Nutzem -Risiken rechtfertigt

Ich weiß aus Erfahrung das in besonders schweren Fällen man dazu neigt sich an jeden Strohhalm zu klammern. Da bilden sich slle beteiligten gern auch mal ein dss eine Sache wirkt,die eugentlich überhaupt nicht wirkt.
Plazebro ist due einzige Möglichkeit das herauszufindem.
Ist der ADHS Jugendliche alt genug könnte man mit ihm besprechen das er selbst ohne das wissen der anderen bestimmt wann er mit der therapie beginnt .
Sie dann auch mal sieder absetzt ,wenn sich dabei herausstellt dss
das die beobachtung seines umfeldes sich mit dem zeitpunkt der retalingabe decken sollte es wirkem

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Sia
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Beitragvon Sia » 23.08.2018, 12:04

Ritalin! Tja …

Erfahrungsbericht - einfach so:

Ich habe vor einiger Zeit ein Prospekt "ADHS im Erwachsenenalter" gelesen und mich auf jeder Seite "erkannt"!
Eine folgende Abklärung hat ergeben, dass ich tatsächlich ADHS habe und massiv eingeschränkt bin im Alltag!
Davon habe ich aber nie etwas bemerkt. Ich kannte nichts anderes und war/bin eine Kämpferin. Dank einer überdurchschnittlichen Intelligenz, bin ich als Kind nicht so aufgefallen, dass man über mich nachgedacht hätte.
Es hat sie nie jemand Gedanken über meine Auffälligkeiten gemacht!

Ich habe mich für Ritalin entschieden und zum ersten Mal erfahren, wie es ist, wenn man sich "gesellschaftsfähig" fühlt. Ein Leben ohne Ängste. Ohne diese ständigen Zweifel. Ohne Druck. Einfach das Gefühl von "Normalität".

Und zum ersten Mal kann ich stolz auf meine Leistung sein, die ich täglich für meinen schwer mehrfachbehinderten Sohn (und die anderen beiden Kindern) erbringe! Ich konnte bisher nie anerkennen, dass ich etwas "gut" mache! In meinen Augen war immer alles durchschnittlich!

ADHS zu haben, bedeutet nicht nur sich weniger konzentrieren zu können oder aufbrausend zu sein, schulisch schlechte Leistung zu bringen. Es hat auch sehr viel mit der eigenen Selbstwahrnehmung zu tun! Und wenn ich nur schon daran denke, dass eines meiner Kinder sich immer so "schlecht" fühlen würde, stimmt mich das sehr nachdenklich.

Das ist kein tolles Gefühl! Ritalin richtig eingesetzt, kann auch sehr viel gutes bewirken!
Eine schöne Zeit wünscht
Sia (aus der Schweiz :wink:)
Stell' dich täglich dem Wind, dann trotzt du dem Sturm. Geh' lachend durch den Regen und du überwindest die Flut
J. 2004 MPS3a / K. 2005 hochfunktionale ASS / M. 2010 ADHS

marianne
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Beitragvon marianne » 23.08.2018, 14:00

Hallo Zusammen,

ich möchte hier mal einige grundsätzliche Dinge zur Diskussion über ADHS schreiben!

Selber bin ich eine Erwachsene mit ADHS, die erst mit fast 50 Jahren ihre Diagnose bekam vor jetzt 10 Jahren und sich gleich mal einen Experten-Doc zum Thema ADHS bei Erwachsenen suchte, damit es auch fachlich zuginge.

Mein Sohn hat auch ADHS und im Alter zwischen 7 und 12 Jahren Strattera eingenommen wegen seiner Zappeligkeit. Heute kommt er ohne gut klar, denn 50% des Umgangs mit ADHS ist ja Verhaltensanpassung und -Änderung. Allerdings klappt das bei den stärker Betroffenen erst nur oder überhaupt nur (wie bei mir) auf der Basis von medikamentöser Unterstützung!

Nun zum Grundsätzlichen:

Die von AD(H)S Betroffenen und ihre Angehörigen müssen sich nicht ständig verteidigen und rechtfertigen und beweisen!

Wie bei jeder anderen Erkrankung auch, die in den offiziellen Diagnoselisten aufgeführt sind, kann jeder alles, was er oder sie über ADHS wissen will, nachlesen!

Wer, und darunter fallen auch durchaus Ärzte, sich selber seine Meinung zu ADHS zusammenzimmert ohne Kenntnis der klaren Diagnosekriterien, weiß dann natürlich nicht genug oder etwas Falsches!

Wenn Ärzte fahrlässig ohne gründliche Diagnostik und Ausschluss-Diagnostik bei Fachzentren oder Fachärzten einfach Ritalin verordnen, ist das fahrlässig, heißt aber nicht, dass die Diagnostik ADHS inflationär wischiwaschi ist und alles in einen Topf wirft, was nach ADHS aussieht.

Auch dass alle möglichen Gereiztheiten, Elternbashing und Schulmängel auf die Diagnose ADHS in Diskussionen projiziert wird und dann viele Betroffene oder deren Angehörigen sich leider bemüßigt fühlen, zu antworten, zeigt nur, dass dies jenseits aller Fachlichkeit geschieht.

Obige Inhaltsbeschreibung des Filmes ist so ein Kuddelmuddel, dass ich finde, wenn das dort gebracht wurde, ist das kein Film über ADHS.

Auch zu der Frage nach ADHS bei Erwachsenen, (denn mittlerweile weiß man ja, dass ADHS sich oft nicht auswächst) und der Suchtanfälligkeit, wenn die unausgewogene Hirnchemie nicht medikamentös ausgeglichen wird, eine Mangelsituation also schmerzhaft unausgeglichen bleibt, gibt es klare wissenschaftliche Befunde, die aber genau andersrum einen Schuh draus machen als der Film:

Verzweifelt Leidende neigen zur Selbstmedikation.


Ihr seht, es ist also eher eine Frage, ob wir Betroffene mit Mangelerscheinungen vor Folgeerscheinungen bewahren wollen.

Ich weiß, wovon ich schreibe, schließlich bin ich 50 Jahre lang ohne Behandlung rumgelaufen und es war leidvoll, wenn auch keine Suchtkarriere.

Also, zusammengefasst: Genauso wie die Fakten zu Diabetes keine persönliche uninformierte Meinung sind, sind sie es zu ADHS auch nicht.

Also rechtfertigt euch nicht dauernd als ob es alltagspsychologisch noch zu klären wäre, dass es ADHS überhaupt gibt!Nachlesen und bei Fachleuten nachfragen ist das Einzige, was hilft!
Janosch (06/00) Frühkindlicher Autismus, leichte geistige Behinderung, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

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Beitragvon marianne » 23.08.2018, 15:22

Sia, sehe deinen Beitrag erst jetzt! Mir ist es genauso ergangen! Mein Doc hat mir nach der langen umfangreichen Diagnostik gesagt: "Wenn Sie nicht so intelligent wären, wären Sie voll in der ScheiXe gelandet!"

Ich war schulisch auch nie schlecht, aber der Anstrengungspreis war lebenslang so hoch, dass ich trotz sogar hoher Leistungen immer wieder unerklärliche Erschöpfungszusammenbrüche hatte, ständige innere Überreizungsschmerzen und zunehmende Depressionen!

Und mein Sohn hat an dem Tag Medikamente bekommen, an dem er mir impulsiv-aggressiv seinen Kopf in den Bauch rammte und dann weinend fragte: "Mama, warum mache ich sowas?"

Also, wir sprechen hier schon von Erlösung, wenn medikamentös endlich ein hirnorganischer Mangel ausgeglichen wird, wofür Medizin ja da ist.
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Beitragvon Sia » 23.08.2018, 20:18

@marianne - du sagst es "Erlösung". Das ist es für mich. Wir haben eine ähnliche Geschichte erlebt. Auch ich hatte viele Zusammenbrüche! Depressionen! Das volle Programm! Unglaublich. Ich musste 45 Jahre alt werden, um das zu erkennen. Auch ich habe mir dann einen "Experten" gesucht, um die Abklärungen durchzuführen! Dank meinem Tagebuch konnte es problemlos bis in die Kindheit nachgewiesen werden. Ich habe alle meine "Sünden" fein säuberlich eingetragen :D :D :D

Bei meinen Kindern ist die Diagnostik noch nicht durch. Sie werden gerade abgeklärt aber es zeichnet sich ab, dass beide AD(H)S haben. Mein Sohn (12) hat sicher eine überdurchschnittliche Intelligenz - es wird noch geklärt, ob es eine Hochbegabung ist! Aufgrund der fehlenden Konzentration ist auch das nicht einfach!
Bei meiner Tochter (8) ist es schwierig - ihr unglaubliches Temperament :wink: verlängert die Abklärung etwas. Aber bis ende September sollte ich bei beiden Kindern Gewissheit haben!

Ob sie Medikamente nehmen werden, kann ich noch nicht sagen. Aber ich war schon immer der Meinung, dass wenn sich ein Kind selber im Wege steht, ist es ein Versuch wert!
Eine schöne Zeit wünscht
Sia (aus der Schweiz :wink:)
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Beitragvon PaulaB » 05.03.2019, 11:25

Hallo zusammen,

ich frage mich immer, warum einige Menschen Fakten leugnen? Warum leugnen einige Menschen den Klimawandel, den Holocaust, ADHS, den Segen von Impfungen etc.?

Klar, wenn Trump den Klimawandel leugnet, dann hat er eine Legitimation, sich allein auf die Wirtschaft zu konzentrieren? (Aber braucht er überhaupt eine Legitimation für irgendetwas?)

Klar, neue wissenschaftliche Erkenntnisse sind für viele unbequem oder stellen ihr Weltbild auf den Kopf.

Die Kirche war ja auch erst sehr erbost über die Erkenntnis, dass die Erde keine Scheibe sein soll.

Mich tröstet nur, dass die Leugner ohnehin immer in einer Minderzahl sind und mit der Zeit immer weniger werden.

Keiner behauptet inzwischen mehr, dass die Erde eine Scheibe ist.

Wartet mal ein paar Jahre, dann leugnet keiner mehr den Klimawandel, ADHS, den Segen von Impfungen etc.

LG

Paula
Paula (*1970) mit Mann (*1971) und drei Mädels:
2 Asperger-Autistinnen (*2008, *2009) und
eine Dame mit ADS (*2009).


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