Manchmal kann ich es einfach nicht ertragen

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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GretchenM
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Beitragvon GretchenM » 12.07.2018, 18:04

Hallo,

Danke :-) Ich möchte auch nicht jammern. Es ist eben nur das blöde Gefühl, dass sich manchmal einstellt... Auf der anderen Seite ist man aber doppelt so stolz wegen vermeintlicher „Selbstverständlichkeiten“ - das ist dann irgendwie auch wieder ein Geschenk (Beispiel: sein Zeugnis hatte bisher immer irgendwelche Negativbemerkungen zum Thema Sozialverhalten - dieses Mal in einer Art Raster war bei den Möglichkeiten, was geklappt hat (immer, oft, manchmal, nie) doch tatsächlich in allen Bereichen „oft“ angekreuzt! sogar im Bereich Teamarbeit! Das ist für ihn als würde er eine eins im Sozialverhalten haben....)

Ich glaube, ich hätte mich bei einem nicht autistischen Kind niemals so über dieses Zeugnis gefreut. Ich glaube, so habe ich mich früher nichtmal über eigene gute Zeugnisse gefreut. Weil ich damit weiß, dass er wirklich auf einem guten Weg ist....

Das wird mir über die nächste schwierige Situation helfen.

LG

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MichaeleR
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Ich kann das gut verstehen

Beitragvon MichaeleR » 12.07.2018, 19:22

Hallo :-),
ich bin jetzt noch nicht so lange hier, aber ich kann Dich auch gut verstehen. Manchmal gibt es halt so Tage, in denen gar nichts rund läuft und wenn man dann auch noch halbe Wallfahrten zur Toilette zurücklegen muss und so völlig deplazierte Sprüche von anderen Müttern hört, dann ist es einfach genug.

Die anderen haben alle Recht, aber ich will es auch noch loswerden: Suche Dir Menschen, die auch Kinder mit Handicap haben, werde aktiv zum Beispiel in einem Förderverein oder über Kindergarten oder Schule. Das ist gerade im ländlichen Bereich nicht sehr einfach und dauert länger als in der Stadt, aber mittelfristig sollte es klappen. Vielleicht findest Du auch eine Selbsthilfegruppe oder auch Kontakte über das Adressverzeichnis bei der zuständigen Stadtverwaltung oder im Landratsamt oder über die Wohlfahrtsträger wie AWO, Caritas, Diakonie oder ASB oder das deutsche rote Kreuz (ich glaube, das waren sie alle?).

Und dass gesunde Kinder auch Schwierigkeiten machen, das stimmt. Unser Sohn ist behindert und ist das mittlere von drei Kindern. Die anderen beiden sind erfreulicherweise gesund und ohne Behinderung. Aber die Arbeit, den Aufwand und die Sorge, die wir wegen des Mittleren haben, steht in keinem Verhältnis zu dem, was die anderen beiden betrifft und sie müssen oft zurückstecken. Behinderte Kinder sind besondere Kinder und benötigen besonders viel Zeit, Nerven und viel viel Kraft. Wenn Dein Umfeld das nicht versteht, denke mal darüber nach, ob Du es nicht wechseln solltest.


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