§§§? Hospizaufenthalt über Hospizpflege ?! Pflegegeld?!

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

Moderator: Moderatorengruppe

Mama Ursula
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 12118
Registriert: 23.09.2006, 23:36

§§§? Hospizaufenthalt über Hospizpflege ?! Pflegegeld?!

Beitragvon Mama Ursula » 31.05.2018, 14:46

Hey!

Obwohl das schon ein paar Mal Thema war, finde ich die notwendige Auskunft nicht. :oops:
Vielleicht könnt Ihr mir nochmal helfen?!

Bislang hat unsere KK/PK unsere Hospizaufenthalte immer über Hospizpflege abgerechnet!

Nun hat die SB gewechselt und prompt gibt es Probleme und viel Durcheinander.

Um weiteren Missverständnissen in Kommunikation mit dieser SB zuvorzukommen, würde ich Ihr gerne die passenden Gesetzesstellen/ Paragraphen nennen, weshalb wir Anspruch auf 4 Wochen/ 28 Tage Hospizaufenthalt abgerechnet über Hospizpflege haben und woraus sich erkennen lässt, dass dabei kein Pflegegeld gekürzt wird und auch keine Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Investionskosten und Fahrt von den Patienten zu übernehmen sind.

Danke für Eure Unterstützung!
Grüßle
Ursula

Werbung
 
Kaja
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7077
Registriert: 23.08.2007, 09:40

Beitragvon Kaja » 02.06.2018, 21:47

Hallo Ursula,

die Regelung der Hospizpflege steht hier:

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__39a.html
Versicherte, die keiner Krankenhausbehandlung bedürfen, haben im Rahmen der Verträge nach Satz 4 Anspruch auf einen Zuschuß zu stationärer oder teilstationärer Versorgung in Hospizen, in denen palliativ-medizinische Behandlung erbracht wird, ...

Die Krankenkasse trägt die zuschussfähigen Kosten nach Satz 1 unter Anrechnung der Leistungen nach dem Elften Buch zu 95 Prozent.
Die 4-Wochenregelung war in der "alten" Rahmenregelung

https://www.dhpv.de/tl_files/public/Ser ... ionaer.pdf

enthalten, die aber seit 1. Mai 2017 nicht mehr gilt.

Aus der Regelung, dass Leistungen des SGB XI angerechnet werden müssen, machen die Spitzenverbände einen Vorrang der Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege mit der entsprechenden Kürzung des Pflegegeldes:

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q ... WQloY5wqHI
Nach § 39a Abs. 1 Satz 3 SGB V sind diese Zuschüsse allerdings nachrangig gegenüber den Leistungen anderer Sozialleistungsträger. Leistungen anderer Sozialleistungsträger sind insbesondere die Leistungen nach dem SGB XI. ..

Sofern die leistungsrechtlichen Voraussetzungen der §§ 42 und 43 SGB XI sowie des § 39a Abs. 1 SGB V vorliegen, sind bei Hospizaufenthalten vorrangig die Kurzzeitpflege und die vollstationäre Pflege auszuschöpfen...

Für die Dauer der Kurzzeitpflege besteht ein Anspruch auf Weiterzahlung des hälftigen Pflegegeldes nach § 37 Abs. 2 Satz 2 SGB XI für bis zu acht Wochen
Ist allerdings die Kurzzeitpflege schon verbraucht und das Hospiz keine zugelassene stationäre Pflegeeinrichtung, so entfällt die Verpflichtung zur vorrangigen Inanspruchnahme von Leistungen nach §§ 42 und 43 SGB XI.

Viele Grüße Kaja

Mama Ursula
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 12118
Registriert: 23.09.2006, 23:36

Beitragvon Mama Ursula » 02.06.2018, 22:12

Hallo Kaja,

Du bist ein riesengroßer, super toller Schatz!

Inzwischen habe ich aber vom Hospiz erfahren, dass sie nur nach 39a Hospizpflege abrechnen können - ist so mit den KK in BaWü geregelt und im Vertrag.

Also hoffe ich, dass es doch weiterhin ohne die anderen Töpfe geht - die brauchen wir einfach im Alltag.

Die halbe Kurzzeitpflege dürfen sie gerne anders verbuchen, die können und konnten wir noch NIE nutzen.

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.


Zurück zu „Rechtliches - Beihilfe (Private Krankenversicherung)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 17 Gäste