Aktuell: Sorgen

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 31.05.2018, 18:34

Es gibt spezielle Test, die man bei V.a. Meningitis macht. Wenn die negativ sind, ist es sehr unwahrscheinlich, dass er eine hat. Eine Hirnentzündung (Enzephalitis) ist damit aber nicht ausgeschlossen.
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Sheila0505
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Beitragvon Sheila0505 » 31.05.2018, 18:45

Hey ich Danke Euch für die vielen lieben Wünsche. Hatte damit jetzt gar nicht gerechnet, umso mehr habe ich mich darüber gefreut. Also lieben-lieben Dank :icon_flower:

Nun, die Ärztin hat ihn m.E. schon sorgfältig angeschaut. Er sollte auch seinen Nacken/bzw. Kopf bewegen und seinen Kopf Richtung Knie, sie hatte die Augen, Hals/Rachen/Zunge und Ohren untersucht, Herz und Lunge abgehört, einige Fragen zu den Kopschmerzen gestellt, Pulsoxy wurde angeschlossen, Fieber gemessen und Bluttest gemacht.

Seit Mittag erbricht er nicht mehr, hat aber noch Kopfschmerzen - jedoch aber nicht mehr in Ruheposition. Aber es geht ihm deutlich besser als gestern. :)

@Annileinchen: SchädelMRT wurde letztes Jahr gemacht. Bei ihm ist dafür eine Vollnarkose nötig und muss daher mit der Anästhesie des Kinderkrankenhauses geplant werden. Da das MRT fein war, wird i.d.R. keines mehr gemacht, insofern es dafür keine neuen, konkrete Indikationsbeweggründe gibt.

Liebe Grüße, Sheila

Sheila0505
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Beitragvon Sheila0505 » 02.06.2018, 11:54

Hi ich schicke mal ein Update, weil ihr mir so lieb geantwortet hattet und ihr so lieb versucht habt uns weiter zu helfen.

Also es ging unseren Sohn nach meinem letzten Post unheimlich schlecht. Das Fieber stieg umheimlich, sodass er bei 40+ lag und der Nurofensaft kaum anschlug. Wadenwickel brachten ein wenig Besserung.

Er zitterte, ihm war kalt (Schüttelfrost), er halluzinierte (er meinte z.B. es wären Leute im Schlafzimmer und wollte wissen was die da machen), er musste noch des Öfteren erbrechen und schlief andauernd ein, stöhnte im Schlaf und schwitzte unwahrscheinlich stark. Kopfschmerzen sind unterschiedlich stark. Wir waren dann gestern erneut beim Kinderarzt. Dort hatte er sich dann auf dem Boden gelegt (Praxis war bombenvoll) zum Schlafen, weil er nicht mehr sitzen konnte und so starke Kopfschmerzen hatte. Die Ärztin machte einen Abstrich und erneut einen Bluttest. Laut den Ergebnissen waren Entzündungswerte erhöht und er bekam ein Antibiotikum und Ibuflamsaft und Paracetamolsaft verschrieben. Bis heute fiebert er unheimlich und seit gestern Nacht kam Schnupfen und seit heute morgen Durchfall hinzu. Nun kämpft er sich durch die Elektrolytenlösung, versucht es "runter" zu bekommen.

Auf jeden Fall hat es ihn diesesmal "g'scheid" erwischt und wir hoffen dass es ihm morgen besser geht. Wir müssen in die Klinik wenn das Fieber wieder nicht sinken sollte und wenn er nicht ausreichend trinkt. Wenn es ihm mit dem Antibiotikum morgen (Tag 2) nicht deutlich besser geht, müssen wir morgen zur Notfallsprechstunde kommen (unser Kinderarzt hat GSD Samstag und Sonntag Notfallsprechstunde).

Wir hoffen inständig, dass der Kleine verschont bleibt. Das wäre echt schlimm wenn er das auch bekommen würde.

Also natürlich sind wir froh, dass wir den Grund für die Kopfschmerzen nun wissen, hätten aber schon auch gehofft, dass es nicht gar so schlimm wird.

Lieben Dank euch noch mal,

Liebe Grüße, Sheila

Markus_1974
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Beitragvon Markus_1974 » 02.06.2018, 12:49

Hallo Sheila,

da kommen bei Erinnerungen hoch die ich schon längst verdrängt habe.
Was du so schreibst hört sich nicht gut an.

Wir hatten dieses Verhalten kurz nach der Geburt unseres Sohnes. Damals war es eine Hirnhautentzündung weil es ein Bakterium durch die Blut/Hirn-Schranke geschafft hat.
Das hat uns einen Längeren Besuch in der Intensivstation beschert....
Ich hoffe inständig das dies bei euch nicht der Fall ist.

Das Zweite mal war es eine Kombination aus einem Virus und einem Bazillus die unseren Sohn lahmgelegt haben.
War aber keine Hirnhautentzündung, jedoch gleiche Symptome und das Kind war total am Ende...
Allerdings war nach ein paar Tagen mit reichlich Medikamenten ( Schmerzmittel+Antibiose) alles wieder gut.
Da ihr aus der Klinik wieder gehen durftet, tendiere ich eher zu letzterem.
Trotzdem: Beobachte deinen Sohn sehr genau, wenn es ihm schlechter geht, sofort in die Klinik! In dem Fall ist abwarten sicher keine gute Option.


viele Grüße und gute Bessereung
Markus

HannahKillian
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Beitragvon HannahKillian » 02.06.2018, 13:33

Hallo Sheila,

"g'scheid erwischt" ist bestimmt eine sehr treffende Bezeichnung, aber es liest sich gar nicht gut...

Ich frag mich nur, was die im KKH - im Falle des Falles - dann morgen weiter tun wollen, was sie nicht schon heute hätten machen können? Fieber bei 40+ in Verbindung mit Halluzinationen, der Fiebersenker schlägt nicht wirklich an - worauf wollen die denn noch warten?

Meine Tochter hatte (allerdings mit 11 Monaten...) ebenfalls "grippeähnliche" Symptome bzw. Befunde/Fiebermedikation und ist dann innerhalb von Sekunden plötzlich kollabiert... Wir haben es damals in letzter Sekunde noch in die nächste Kinderklinik geschafft und dort hat sich über das Röntgenbild herausgestellt, dass ein Großteil ihrer Lunge aufgrund einer bakteriellen Infektion bereits verschattet war - das war ganz, ganz knapp. Dazu muss ich sagen, dass wir drei Stunden vorher noch beim KiA gewesen sind - Lunge war lt. Abhörbefund okay und wir hatten auch nur Fiebersenker (gegen die vom KiA vermutete Erkältung) mitbekommen...

Könntet ihr euch nicht in einer anderen Klinik - zur Sicherheit - noch eine Zweitmeinung einholen? Oder wäre es nicht vielleicht auch ganz gut, wenn ihr mal eine Nacht stationär gehen könntet?

Liebe Grüße und gute Besserung!
Hannah
"Aufgeben?'" Komisches Wort, kenn ich gar nicht...

Meine Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... hannah+icp

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 02.06.2018, 14:07

Hallo Sheila,

auch ich möchte dich ermutigen, SOFORT mit deinem Sohn in die Klinik zu gehen. Schlimmstenfalls seit ihr eine Nacht umsonst dort. Abe man kann euch engmaschig kontrollieren. Es ist besser so.

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

Sheila0505
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Beitragvon Sheila0505 » 02.06.2018, 14:27

Hi Markus und Hannah, ja stimmt schon - wir machen uns wirklich Sorgen. Ich kann mich nicht erinnern, dass es uns schon mal so arg erwischt hatte.

Ibuflam und Paracetamol dürfen wir jetzt im Wechsel geben und so müssen wir die 6 Std nicht einhalten. So haben wir das Fieber jetzt einigermaßen im Griff, aber es steigt halt immer wieder in den 40er Bereich, sobald der Fiebersaft etwas nachlässt. Halluziniert hatte er vorgestern Nacht als das Fieber den Höhepunkt erreichte, also gestern Nacht nicht mehr. Trinken tut er zumindest recht gut, dafür dass er so krank ist.

Kurzzeitig geht es ihm nach den Säften besser, aber dann kommt das Fieber halt zurück und er schläft wieder ein. Klar fahren wir in die Klinik, wenn der Zustand durch die Säfte nicht besser wird/werden würde. Nun ist er halt auch ziemlich zu (Schnupfen) und der Durchfall kam. Beides hatte die Kinderärztin erwartet, dass das kommt. Aber sein Allgemeinzustand sollte bis morgen besser werden und momentan warten wir ab, beobachten ihn genau, messen regelmäßig seine Temperatur, lassen ihn nicht alleine. Wird es heute Nacht wieder schlimm, dann fahren wir auf jeden Fall. Mein Mann hatte heute Nacht große Sorge und hat kein Auge zugemacht.
Da ich noch Stille, schlafe ich beim kleinen Bruder und der Große beim Papa im Elternbett.

Daher vertraue ich meinen Mann, dass er entscheidet ob Klinik oder nicht. Meningitis hatte mein Mann als Kind auch mal, meine Schwiegermutter hat das auch ganz furchtbar in Erinnerung. :(

Also ich hoffe, dass das Schlimmste vorrüber ist und es nun endlich peu à peu bergauf geht und bald überstanden ist.

@Markus: kaum auszudenken bei einem Neugeborenen. Das tut mir unheimlich leid, dass es eurem Baby damals so miserabel ging und es so massiv erwischt hatte. Das muss sehr knapp gewesen sein und ein wahnsinns Kampf füt euer Baby bedeutet haben :(

LG

Sheila0505
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Beitragvon Sheila0505 » 02.06.2018, 14:42

@Angela: verstehe ich gut, ich würde das auch raten, wenn ich sowas hier gelesen hätte. Aber sie würden uns wieder heimschicken, solange er gut trinkt und das Fieber mit den Säften in Schach zu halten ist. Aber ja, abends bzw nachts bereiten sie sicherlich schon ein Bett her, wenn es ihm wieder so schlecht geht. Die Nächte sind ja generell schlimmer als es tagsüber ist.

Vorhin hat er Runderbrühe zu sich genommen und es behalten.

Aber mein Mann sagt auch ganz klar, dass er heute Abend/Nacht in die Notaufnahme fährt, wenn das Fieber bis heute Abend wieder in den 40er Bereich steigen sollte. So eine Nacht möchte er nocht noch mal alleine mit ihm durchstehen.
Es ist echt Mist, egal wie dieser Infekt auch heißen mag. Ich hatte sowas bisher noch nicht mit meinen Kindern, nicht in dieser Hartnäckigkeit und Intensität.

Ich bin froh, dass er schon 8 J ist und ein recht stabiles Immunsystem hat.

LG

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 02.06.2018, 14:43

Hallo Sheila,
wichtig ist auch, dass das AB drin bleibt. Ich weiß nicht genau, in welchen Abständen zum Medikament man dann erbrechen darf. Für unser Epimedikament gibt es da eine Regel, aber die ist natürlich auf die Resorptionszeit dieses Medikamentes abgestimmt ...
Wir hatten hier übrigens auch schon grauenhafte Fieberzustände, bis 40,8 trotz aller Medis. In der Regel war es dann bakteriell. Einaml sind wir mit einem einzigen AB nicht hingekommen. Dann musste er in die Klinik und bekam eine Dreier-Kombi per Infusion ...
LG und gute Besserung
Angie
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Vorstellung plus Diäteffekte:

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Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Sheila0505
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Beitragvon Sheila0505 » 02.06.2018, 14:46

Stimmt jetzt wo du das sagst, fällt es mir auch wieder ein: KiÄ meinte, wenn er das Antibiotikum erbrechen würde bzw. nach der Gabe erbrechen würde, dann sofort in die Klinik. Aber Erbrechen wurde durch Schnupfen und Durchfall angelöst (hatte ich nicht geschrieben, sorry). Die Rinderbrühe war das Erste was er seit 3 Tagen gegessen hat und bisher hat er nicht erbrochen. Vllt ein gutes Zeichen :) Hoffentlich. :D


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