Entwicklungsverzögerung - Ursache?

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Carola124
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Beitragvon Carola124 » 29.10.2018, 11:53

Hallo - herzlichen Dank für eure liebe Worte!

Ja es ist halt wirklich sehr anstrengend momentan - er beschwert sich beim einschlafen die ganze Zeit - ich muss ihn da die ganze zeit herumtragen (ca 15 min) bis er endlich einschläft! In der Nacht ist er total unruhig und quengelt im Schlaf sodass ich ihn dann immer in die Arme nehmen muss und auch ein bisschen halte weil wenn ich ihn hinlegen beginnt das Gejammere von vorne - also er beruhigt sich schnell aber es ist trotzdem sehr anstrengend mit ihm momentan!

Na ja er spricht Papa, Opa und da - aber einfach so ohne Bezug zu etwas - er sagt es einfach mal so ca 5x am tag dann wieder 1 tag gar nicht u dann wieder - also ich zumindest habe noch nicht erkannt zu welchen menschen od Gegenständen er das sagt!

Ja ihr habt recht - ich muss mich da wohl auf mich und mein gefühl verlassen dass aber in letzter zeit auch hin u her gerissen ist!

Mal denke ich er wird alles bald aufgeholt haben aber dann wenn ich sehr wie die Wochen verstreichen und nichts tut sich dann bin ich wieder fertig und weiß nicht wie es weiter gehen soll!

Na ja mal schauen und euch alles Liebe

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MariaH83
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Beitragvon MariaH83 » 29.10.2018, 13:08

Hallo :)

2-3 Wörter sind doch super. Mit 2 Jahren sollten es ca 20 sein, bis dahin ist ja noch ganz viel Zeit. Und selbst wenn es keine 20 bis dahin sind, muss das noch nichts heißen. Meiner wird ja jetzt im November ein Jahr und sagt "da!". Ansonsten brabbelt er. Alles gut.

Das mit dem Schlafen klingt anstrengend, aber nicht "unnormal".
Mein Sohn schläft zum Beispiel nur an der Brust ein oder im Tragetuch oder Auto. Und nachts wacht er häufiger auf und möchte stillen. Bestimmt 5-6 mal. Phasenweise mehr. Das ist ganz normales Verhalten. Wir Menschen sind noch auf Steinzeit programmiert. Da war es lebensnotwendig, sich zu vergewissern, ist Mama/Papa noch da?

Die Einschlafzeit finde ich ehrlich gesagt sogar ziemlich kurz ;)

Hast du die Möglichkeit, den Kinderarzt zu wechseln? Dein Arzt klingt so wenig empathisch...

LG :)
Mama (´83, Asperger-Autistin mit diversen Baustellen) von S. (1/11; Mikroduplikation 2q13, Epilepsie, Asperger-Autismus, PG 3, SBA mit GdB 70 und G B H), J. (7/12, "normal" entwickelt, Asthma nach RSV) und L. (11/17), Z. n. Reflux, Apnoen, infektanfällig und sehr munter
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic101737.html

Carola124
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Beitragvon Carola124 » 30.10.2018, 15:30

Hallo!

Und die Worte gelten auch wenn sie nur ganz selten u ohne Bedeutung sind - weil wie gesagt er sagt es einfach so und leider sehr selten - oft sagt er nur ähhh und pllä!

Es ist sehr schwierig mit ihm - auf der einen Seite benimmt er sich wie ein normal entwickeltes Kind (räumt Blumentöpfe aus, nimmt seinem Vater ne schokobreze aus dem Mund, schnappt sich die Fernbedienung etc) auf der anderen Seite seine Motorik (kein krabbeln oder aufziehen etc), und auch seine ständige wechselhaftigkeit - mal super lieb dann den ganzen Tag nicht zu beruhigen (keine Chance dass man ihn wickeln oder zum einschlafen bringen kann - nur Gejammer und geheule von morgens bis abends)

Aber es beruhigt ein bisschen dass das in gewisser Weise normal ist - in meinem Bekanntenkreis höre ich nur - meiner schläft durch seit er geboren ist - das hab ich ihm gleich angewöhnt oder so ähnlich... Und von den motorischen Höchstleistungen die 1 jährige erbringen rede ich ja gar nicht (Rolle vw und Hampelmann etc) nicht dass ich es den Eltern nicht von Herzen gönne aber es verunsichert mich einfach nur noch mehr! Und die Schwiemu sagt sowieso nur - früher hätte man Kinder nicht so verzogen und im bett schlafen gelassen! Also zu meinen hintergrundsorgen die ich sowieso schon habe kommt dann noch diese Nummer dazu!

Ja ziemlich mühsam das Gesamtpaket mit bekannten Schwiegereltern arzt etc. Wäre es nur ein Teil würde es ja noch zu ertragen sein aber es ist schon ein harter brocken das alles tag ein tag aus zu hören obwohl man sich ja sowieso unendlich viele Sorgen macht.

Eigentlich habe ich die Ärztin schon ganz nett gefunden bis zum letzten Termin - ich hätte eine total nette wahlärztin bei der ich schon 1 x war - also das ist bestimmt eine gute Idee zu dieser zu wechseln obwohl das halt dann natürlich auch ne geldfrage ist aber wenn wir Glück haben müssen wir nur mehr die us absolvieren!

So wieder einen Roman verfasst während man sich die Seele ausschüttet - großes danke an euch liebe leserInnen

Danke und liebe grüße

melly210
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Beitragvon melly210 » 30.10.2018, 18:11

Er muss mit grad mal einem Jahr noch GAR kein Wort sagen ;-) Bei den meisten Kindern kommt die Sprache erst kurz vor dem 2. Geburtstag so richtig. Da kommt dann die Wortexplosion und plötzlich plappern sie ein paar hundert Worte sowie Zwei und Dreiwortsätze.

Meiner hat ganz lange nur Mama und namnam zu essen gesagt. Bis er sowas 18 Monate alt war keine 10 Worte gesprochen. Mit ca 21 Monaten hatte er die 50 Wort Grenze geknackt und zu seinem 2. Geburtstag waren es dann schon so 200 Wort und ganze kurze Sätze.

Wäre dein Kleiner jetzt 2 statt ein Jahr alt, dann könnte man sagen er ist recht verzögert wenn er nur ein paar Worte spricht ohne was konkret zu meinen und auf nichts zeigt. Aber bei einem Einjährigen finde ich das wirklich im Rahmen.

RikemitSohn
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Beitragvon RikemitSohn » 30.10.2018, 18:36

Hallo Carola,

was du bisher von deinem Kind erzählst, hört sich für mich alles relativ normal entwickelt an. Was ich viel bedenklicher finde, ist deine eigene Verfassung. Du scheinst mir sehr ängstlich zu sein und beobachtest dein Kind rund um die Uhr. In dieser Verfassung findest du natürlich Dinge die eventuell nicht gut laufen. Und du wirst wahrscheinlich die ,,Fehler" deines Kindes viel intensiver wahrnehmen als die eines anderen. Mich macht der Satz stutzig mit dem schlafen. Kaum ein Kind schläft mit einem Jahr durch. Es gibt natürlich Ausnahmen. Du schaffst es aber gar nicht die vielen Schreihälse zu sehen, sondern denkst nur an die Ausnahme.
Auch den Hampelmann wird kaum ein Einjähriger schaffen. Mein Sohn konnte mit einem Jahr nicht einmal im Ansatz frei stehen, geschweige denn laufen.
Nimm es mir bitte nicht übel, aber ich glaube, dass du in deiner Angst nicht mehr richtig abgleichen kannst, was ist wirklich schlimm und was ist normal. ,,Hör auf dein Gefühl" ist da auch schwierig, denn Angst kann einem böse Streiche in der Wahrnehmung spielen.
Mein erster Tip wäre an Dich, dass du dir jemanden suchst, der dich unterstützt und dir hilft klarer einzuordnen. Ich hoffe, du bist mir nicht böse für diese Einschätzung.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

Carola124
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Beitragvon Carola124 » 01.11.2018, 14:53

Hallo ihr Lieben,

Ich glaube auch schön langsam dass ich etwas zu viel beobachte aber wir haben schon so viele Untersuchungen hinter uns und dann sieht man wirklich überall irgendwas! Und dann auch noch die Aussagen von unserer ka etc.

Und natürlich bin ich dir nicht böse Rike, du sagst mir mit netten Worten deine Meinung an der auch sicher was dran ist! Die Ergotherapeutin ist da eine gute Hilfe - sie nimmt sich viel Zeit für uns und sagt mir auch oft was noch im Rahmen ist und worauf wir achten sollen - aber leider kommen immer so viele Fragen erst nachdem wir bei ihr waren und dann bin ich ziemlich verzweifelt!

Ich hoffe so sehr dass alles gut ist und mein Sohn normal entwickelt ist und bald krabbelt (vorgestern hat er sich im vierfüßlerstand durch die Wohnung geschoben - hat sehr lustig ausgesehen und ist hoffentlich die Vorstufe des krabbelns mit seinen 13 monaten)

Danke und alles Liebe

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Beitragvon Carola124 » 06.11.2018, 07:33

Hallo!

Wer kennt das dass sein Kind einen Tag lang die ganze zeit im vierfüßlerstand verbringt und sich durch die Gegend schiebt und dann gut 1 Woche nichts mehr dergleichen macht?

Ich dachte er beginnt jetzt bald mit laufen so toll hat das ausgesehen und es hat ihm auch total Spaß gemacht aber wie gesagt seit diesem Zeitpunkt hat er keine Anstalten mehr gemacht und nun frage ich mich was das für einen grund haben könnte?

Vielen Dank und liebe grüße

LovisAnnaLarsMama
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Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 06.11.2018, 08:03

Hallo Carola, manchmal brauchen Kinder etwas Zeit zum Verdauen, bzw. verarbeiten der neuen Eindrücke. Meine Großen haben das immer so gemacht: Stehen, Gehen, Reden... wurde an einem Tag ausgetestet, dann waren vier Wochen Pause angesagt, danach haben sie es wieder geübt... Das ist bei Kindern normal.
Lg
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 06.11.2018, 09:00

Liebe Carola,

wie geht es beim Essen?
- Wie oft bietest du etwas an?
- Hast du da eine wirkliche konstante Regelmäßigkeit?

etwa so 6 Uhr Frühstück - (Brot - gerade beim Zahnen gut für das Durchbrechen der Zähne)
ca 9 Uhr Jause (Obst, z. B. Apfel mit Schale, geschnitten)
ca. 12 Uhr Mittagessen (hier vor allem auch auf ausreichende Fleischzufuhr achten - und Fisch, da Muskel- und Knochenaufbau hier viel davon profitieren, das heißt jetzt nicht, dass es täglich sein muss...)
ca. 15 Uhr wieder Jause
ca. 18 Uhr Nachtmahl
etwa 2 Stunden später Schlafen...
Aber ich denke, du wirst das alles wissen...

Und wenn Kinder zahnen ist eine gewisse nächtliche Unruhe normal. Ganz sicher hat auch dein Kind bereits eine Bernsteinkette um den Hals hängen... :lol:

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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MariaH83
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Beitragvon MariaH83 » 06.11.2018, 09:05

Hi Carola,

das kenne ich ;)
Mein Mittlerer ist mit 13 Monaten fast gelaufen, dachte ich. Pustekuchen. Mit 18 Monaten lief er :)

Was das Essen und die Tagesstruktur angeht, musst du für dich schauen, was passt. So ein fester Plan wie von Silvia angesprochen würde hier trotz 2 Autisten nicht gut funktionieren.

LG Maria
Mama (´83, Asperger-Autistin mit diversen Baustellen) von S. (1/11; Mikroduplikation 2q13, Epilepsie, Asperger-Autismus, PG 3, SBA mit GdB 70 und G B H), J. (7/12, "normal" entwickelt, Asthma nach RSV) und L. (11/17), Z. n. Reflux, Apnoen, infektanfällig und sehr munter

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