Entwicklungsverzögerung - Ursache?

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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melly210
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Re: Entwicklungsverzögerung - Ursache?

Beitragvon melly210 » 11.07.2019, 11:14

Ich verstehe dich Carola, und auch, daß du an manchen Tagen sicher bist, daß er kognitiv fit ist und an anderen nicht. Das ging und geht mir auch immer mal so. Meistens bin ich mir sicher, daß er fit ist, aber wenn er wieder mal wie der Esel vorm Tor bei irgendwas ansteht kriege ich schon mal die Krise und zweifle. Aber schau, wenn ich es recht in Erinnerung habe wird er erst Ende November 2 ? Dh, gelaufen ist er jetzt mit ca 19 Monaten, dh nur knapp außerhalb des normalen Zeitfensters. Und reden müsste er ca 50 Worte wenn er zwei ist. Bis dahin sind noch 4 Monate Zeit. Meiner hat diese 50 Wort Grenze so 3-4 Monate nachdem er laufen konnte geknackt. Ich würde meinen, die Chancen daß er mit 2 bei 50 Worten ist wenn er jetzt läuft sind nicht schlecht :-)
Und ja, es gibt immer Kinder die super schnell bei irgendwas sind. Da darf man sich nicht nervös machen lassen, bedenke, daß Kinder mit Baustellen deutlich mehr leisten müssen um dieselben Entwicklungsschritte zu schaffen als ein gesundes Kind ! Und selbst bei normalen Kindern sind die Unterschiede da oft groß, und das sagt nur sehr bedingt was darüber aus wie die weitere Entwicklung verläuft. Meine Mutter hat auch immer die Krise bekommen, weil es einen gleich alten Nachbarsbub gab, der sehr viel schneller in der Entwicklung war als ich. Der ist rumgedüst als ich grade mit Müh und Not sitzen gelernt habe. Na und war weiter ? Er war schulisch nie besonders, arbeitet jetzt als Verkäufer und ich habe ohne Probleme die gesamte Schullaufbahn absolviert und dahinter noch ein Doktorat in einem MINT-Fach gemacht.

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Carola124
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Re: Entwicklungsverzögerung - Ursache?

Beitragvon Carola124 » 12.07.2019, 20:52

Hallo Melly - schön wieder von dir zu hören!

Ja dann geht es uns da ganz gleich - ich weiß auch dass Motorik nicht so viel aussagt, Sprache schon eher aber auch nicht wirklich am meisten das erkennen von Zusammenhängen und da sage ich mal ist er eigentlich ganz gut oder zumindest normal! Nur wenn er einfach mehr reden würde aber ich bin guter Dinge dass das auch bald kommt! Momentan sind es halt wirklich nur ganz wenige Worte und auch nur ganz selten. Geplaudert dafür den ganzen Tag - wenn er so tut als würde er telefonieren glaube ich er ruft bei einer Beschwerdehotline an - ich frage mich immer wer so telefoniert von uns!
Momentan brauche ich mir aber sprachlich nicht viel erwarten weil die Motorik im Vordergrund steht - der kleine Mann marschiert ganz tüchtig und es wird auch immer besser - nicht mehr so breitbeinig und viel schneller!
Ein paar Monate haben wir ja noch und vielleicht geht es ja jetzt dann los mit der Sprache

Ich sehe voller Hoffnung in dir Zukunft und hoffe dass sich alles zum Guten wendet so wie bei euch

Danke

Lisaneu
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Re: Entwicklungsverzögerung - Ursache?

Beitragvon Lisaneu » 13.07.2019, 17:41

Hallo Carola!

Mein älterer Sohn hatte mit 20 Monaten einen Sprachschatz von ca. 20 Einzelwörtern, davon einige "Universalwörter" - so war zum Beispiel APF das Sysnonym für alles Obst (von APFel) und für alle Schubekleidungen (von SchlAPFen). Mit 2 Jahren und 6 Monaten sprach er in zusammenhängenden, grammatikalisch großteils korrekten Sätzen und hatte einen erstaunlichen Wortschatz.

Beim jüngeren Sohn war es sprachlich hingegen sehr zäh. Da er gehörlos geboren wurde und mit 20 Monaten beidseitig CIs (Hörimplantate) bekam, war (und ist) seine Erstsprache Gebärdensprache. Da kamen mit ca. 20 Monaten die ersten eigenen Gebärde, "Licht an" und "Licht aus". Als mein Sohn 3 Jahre alt war bin ich mit ihm zum ersten Mal zu einem Gehörlosentreffen gefahren. Dort war ein 9 Monate altes Baby, das hat deutlich klarer und mehr gebärdet als mein Sohn. Ich habe lange die Schuld bei mir gesucht - im Gegensatz zu hörenden Kindern, wo die Eltern ja dieselbe Muttersprache haben, musste ich Gebärdensprache ja selbst erst mühsam lernen. Ich dachte, mein Sohn schaut bei meinen Gebärden nicht hin, weil ich zu langsam und unsicher bin. Tatsächlich war der Blickkontakt durch den Autismus (wo wir mit 4 Jahren die Diagnose bekamen) so sporadisch. Mit 4 Jahren gebärdete er immer noch in Einzelwörtern. Mit 5 Jahren kamen die ersten kurzen Sätze. Mit 5 1/2 Jahren habe ich mir mal die Mühe gemacht, und seinen Wortschatz schriftlich festgehalten. Es waren ca. 600 aktive Gebärden - deutlich weniger als bei anderen gehörlosen Kindern in dem Alter.

Nächste Woche wird mein jüngerer Sohn 7 Jahre alt. Da er ein Sommerkind ist, wurde er schon vergangenen September eingeschult. Natürlich in einer Sonder-Klasse, gebärdensprachig, mehrstufig und speziell für gehörlose Autisten. In seiner Klasse sind 4 Kinder und 2 Lehrer. Alexander ging vom ersten Tag an gerne in die Schule, deutlich lieber als in den Kindergarten. Außer in Mathe wird er überall nach Sonderschullehrplan unterrichtet, obwohl er meiner Meinung nach normal intelligent ist. ABER mittlerweile gebärdet er sicher in ganzen Sätzen, beginnt, von Dingen, die er erlebt hat, zu erzählen, macht Vorschläge, verhandelt, fragt WO und WAS Fragen (WARUM immer noch nicht) und kann sehr gut schreiben und lesen. Er hat einen echten Zeitbegriff und kann die Uhr lesen. Sein erstes Jahreszeugnis waren lauter 1er und er war sehr stolz darauf. Bei der letzten Entwicklungsdiagnostik kam übrigens raus, dass schriftliches deutsch der Haupt-Kommunikationskanal meines Sohnes ist. Tatsächlich kann er mit seiner Betreuerin schriftlich einwandfrei kommunizieren. Sprechen kann er trotz CIs leider nicht und wird er sehr wahrscheinlich auch nicht mehr lernen. Aber er ist jetzt in Sachen Kommunikation und Selbstständigkeit weiter, als ich je zu hoffen gewagt habe.

Liebe Carola, die Entwicklung von Kindern ist total unterschiedlich. Du bist eine sehr bemühte, engagierte Mutter und machst für deinen Sohn, was du kannst. Er wird sich auch sprachlich bestmöglich entwickeln, nur eben in SEINER Geschwindigkeit. Als Mutter, die längst mit dem vergleichen aufgehört hat (sonst müsste ich ständig heulen), kann ich Dir nur raten, dich einfach an den Erfolgen deines Sohns zu freuen und ihm ganz viel zuzutrauen. Gerade sprachlich hat sich bei uns noch nach dem 4. Geburtstag extrem viel getan. Alles Gute und danke dass du uns immer wieder auf dem laufenden hältst!
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

MariaH83
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Re: Entwicklungsverzögerung - Ursache?

Beitragvon MariaH83 » 19.09.2019, 20:58

Liebe Carola, ich habe gerade an euch gedacht, wie geht es dir und deinem Kind?
LG Maria
Mama (´83, Asperger-Autistin mit diversen Baustellen) von S. (1/11; Mikroduplikation 2q13, Epilepsie, Asperger-Autismus, PG 3, SBA mit GdB 70 und G B H), J. (7/12, "normal" entwickelt, Asthma nach RSV) und L. (11/17), Z. n. Reflux, Apnoen, infektanfällig und sehr munter
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic101737.html

Carola124
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Re: Entwicklungsverzögerung - Ursache?

Beitragvon Carola124 » 20.09.2019, 15:31

Hallo Maria!

Das ist sehr nett dass du an uns gedacht hast!
Ich würde mal sagen abgesehen von der Sprache geht es uns ganz gut - Sohnemann läuft auch immer mehr auf wiesen und unebenen Gelände, klettert auf rutschen etc. Steigt stiegen sowohl hinauf als auch runter (jedoch mit 1 Hand zur Hilfe)
Läuft mir mittlerweile auch ab und an ganz gerne davon - in Kaufhäusern z. B.
Seine soziale Entwicklung ist sehr gut - macht momentan auch alles nach was er sieht, tröstet andere, gibt ihnen Spielsachen etc. Füttert seine puppe!
Feinmotorik ist ziemlich OK - also ich sag mal hinterer Mittelfeld aber es wird - er schafft schon einige holzsteckpuzzle wenn er will.
Dafür hat er so wie ich finde kognitive total aufgeholt - er merkt sich extrem viel - wo seine Spielsachen sind die wir schon lange nicht mehr gehabt haben, wo man läuten muss beim arzt, bei welcher Tür man bei der Ergotherapeutin hineingehen muss usw. Das ist mir die letzten Wochen total aufgefallen.
Nur die Sprache da sind wir bei 4 Wörtern die täglich gesprochen werden (ja, nein, Lele (leer), da)
Sonst sind noch mama, papa, gaga (für kakao und was in die Windel kommt), li für Licht wobei diese Wörter ganz ganz selten gesagt werden - ein paar tierlaute macht er auch manchmal und ein paar Tiere benennt er aber wirklich so selten und teilweise mit 3 wöchiger pause dass ich es gar nicht dazu zähle! Von 2 Wort Sätzen brauche ich noch gar nicht anfangen - das meiste ist äh
Da hoffe ich dass der Sprachen Sprung bald kommt und dann vielleicht alles auf einmal - wäre schön aber ich muss auch am Boden bleiben - es dauert halt einfach alles aber solange er es lernt und dann so gut macht ist alles gut!

Ergotherapeutin ist sehr positiv gestimmt, meint auch er könne bestimmt in einen regelkindergarten - man müsse nur aufpassen dass alles rundherum stimmt weil er sehr sensibel ist. Ärztin habe ich mittlerweile gewechselt und die kann daher noch nicht soviel sagen.

Sobdas war jetzt ziemlich viel... Danke fürs lesen wer sich die Zeit nimmt!

Wie geht es denn euch so - dein jüngster ist ja ziemlich im selben Alter!

Alles Liebe

MariaH83
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Re: Entwicklungsverzögerung - Ursache?

Beitragvon MariaH83 » 20.09.2019, 20:04

Das klingt doch ganz gut :)
Ich wäre auch sehr positiv gestimmt. Mein Großer hat auch sehr spät gesprochen. Und jetzt hört er nicht auf zu reden :lol:

Hier gehe ich gerade dem ads-Verdacht beim Mittleren nach, er tut sich in der Schule schwer, obwohl er kognitiv ziemlich fit ist. Ich hadere mit unserem Schulsystem und habe doch selbst keine bessere Idee. Naja.
Dem Kleinsten geht es ganz hervorragend. Anders als sein großer Bruder und vergleichbar mit dem Mittleren spricht er schon sehr viel. Ich staune immer wieder darüber, wie unterschiedlich Kinder sein können. Selbst, wenn sie die gleichen Eltern haben ;)

Einen schönen Abend wünsche ich!

Maria
Mama (´83, Asperger-Autistin mit diversen Baustellen) von S. (1/11; Mikroduplikation 2q13, Epilepsie, Asperger-Autismus, PG 3, SBA mit GdB 70 und G B H), J. (7/12, "normal" entwickelt, Asthma nach RSV) und L. (11/17), Z. n. Reflux, Apnoen, infektanfällig und sehr munter

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Carola124
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Re: Entwicklungsverzögerung - Ursache?

Beitragvon Carola124 » 05.10.2019, 14:12

Hallo!

Ich melde mich heute weil ich leider wieder etwas deprimiert bin - gestern waren wir bei der ergo und sie meinte dass er schon langsam besser gehen sollte - er hat noch einen unsicheren Gang weil er ziemlich sicher gleichgewichtsprobleme hat - hat sie gemeint und auch sonst war sie nicht sehr angetan davon dass er noch immer nicht mehr spricht - in ein paar tagen wird er jetzt 2 jahre! Wir haben bald die u und da solle ich auf alle Fälle nochmal fragen was dort zu einer physio gesagt wird und überhaupt bin ich schon angespannt was dort dann rauskommt - Kindergartengespräch haben wir auch bald und alles in allem ist es gerade sehr schwierig für mich - mich auch damit abfinden zu müssen dass wir wohl kein weiteres Kind mehr haben werden weil es einfach zu unsicher ist ob nicht doch ein genetisches Problem die Ursache für alles ist..

Ich mache mir wirklich sorgen dass er echt nicht reden lernt weil er nicht den nötigen IQ dazu hat und wenn er jetzt nicht bald anfängt dann verzweifle ich echt noch.
Er puzzle mittlerweile zwar holzsteckpuzzles (mit 20 teilen sogar) ziemlich konzentriert und gerne und auch sonst weiß er viele Dinge (also merkfähigkeit hat er sicher eine gute) aber in letzter Zeit macht er auch so komische handbewegungen - er dreht seine Hand wie die queen beim winken - er hat das schon mal gemacht mit ca 8 Monaten aber nur ganz kurz - es ist kein wedeln so wie bei Autismus sondern ein kurzes drehen meist wenn er aufgeregt ist - manchmal mit beiden und mal nur mit einer hand.
Soziale Kontakte sind ganz gut (also im Sinne von kontakt aufnehmen und andere Kinder liebt er sowieso) von daher hoffe ich mal stark dass nicht auch noch eine Autismus Störung in unsere Reihe tanzt. Außerdem finde ich dass er momentan gerade wirklich mega anstrengend ist - er hat ständig wutanfälle wenn er etwas nicht bekommt, er schmeißt Dinge nach uns - nur so zum Spaß weil er es gerade irrsinnig lustig findet usw. Er wird momentan auch immer um 2 Uhr nachts wach und will mit uns spielen.
Ich habe wirklich Angst dass es fragx sein könnte weil doch viele Bereiche typisch dafür sind. Leider habe ich in der dazugehörigen Gruppe keine Auskunft bekommen weil immer gesagt wurde es gibt keine typischen Anzeichen aber es gibt sicher ein paar erkennungsmerkmale die ein bisschen auf die intelligenz eines Kindes schließen lassen,wenn auch nur bedingt. So wäre er ja eigentlich ziemlich interessiert an seiner Umwelt - meine Tasche wird ausgeräumt wenn jemand an der Wohnungstür läutet ist er so schnell dort dass man sich selber fragt wie das jetzt ging! Ich hoffe dann wieder dass seine Intelligenz doch hoch genug ist und er alles noch lernt aber wer weiß das schon!

Es sind halt einfach alle Sachen zusammen - er ist sowohl sprachlich als auch motorisch ziemlich weit hinten und ich wünsche mir für ihn doch nichts sehnlicher als dass er ein halbwegs normales Leben führen kann mit regelkindergarten und -
schule usw aber welche Mutter wünscht sich das nicht...

Alles Liebe euch

melly210
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Re: Entwicklungsverzögerung - Ursache?

Beitragvon melly210 » 05.10.2019, 15:20

Hallo :-) Frage: wie gut ist eure Ergo ? Ist die auf Kinder spezialisiert ? Hat sie Erfahrung mit SI-Therapie (sensorischer Integration) ? Hat sie ihn mal auf Wahrnehmungsstörungen ausgetestet, wenn du sagst er hat so große Gleichgewichtsprobleme, bzw kann sie das ? Ich finde nachwievor nicht, daß sich dein Sohn kognitiv schlecht anhören würde, gar nicht, was man so per Ferndiagnose sagen kann. Es ist aber sehr normal in so einer Situation, daß man sich darum Sorgen macht und es mal so und mal so bewertet, je nachdem was das Kind gerade zeigt. Daß manche Dinge länger brauchen wenn er ein paar Baustellen hat ist so, und ist auch logisch, weil ihn dann viele Dinge einfach mehr mühe kosten als ein Kind ohne Baustellen. Das heißt aber nicht, daß er nicht versteht. Bei meinem Sohn habe ich ja auch immer hin und her überlegt im Alter deines Sohnes. Wirklich mehr gesehen von seiner Intelligenz hat man erst kurz nach dem 3. Geburtstag. Mit 2 konnte er zwar ca 150 Worte und Zweiwortsätze sprechen, aber Puzzles Fehlanzeige. Das hat mich damals auch zur Verzweiflung getrieben. Puzzles, Muster, Steckspiele, keine Chance. Seine visuelle Wahrnehmung war absolut grottig, puzzlen hat er erst jetzt mit 4 gelernt, schafft jetzt ca 40 Teile. Er hat erst nach seinem 3. Geburtstag angefangen aufzuholen, sobald er motorisch kräftig genug war daß er draußen längere Strecken gehen und mit dem Laufrad fahren konnte. Da kamen dann auch Zahlen, er hat sich selbst beigebracht die Uhr sinnerfassend abzulesen, Buchstaben und Bücher für Kinder im Vorschulalter sind mit 3,5 gefolgt... Sicher waren wir uns erst nach dem 4. Geburtstag, u.a. auch weil er einfach nicht so schnell aufholen würde wie er es tut wenn ihm die geistige Kapazität fehlen würde.

Was ich damit sagen will: ich weiß es ist schwer, aber es ist nachwievor deutlich zu früh was über seine kognitiven Fähigkeiten zu sagen.Eine erstklassige Ergo war für uns extrem wichtig, schau dir ggf vielleicht noch andere an die auf SI spezialisiert wind wenn du dahingehend bei eurer Ergo Zweifel hast :-)

Carola124
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Re: Entwicklungsverzögerung - Ursache?

Beitragvon Carola124 » 05.10.2019, 20:41

Hallo!
Also die ergo ist eigentlich ganz gut - sie "testet" spielerisch auch viel aus - sie hat gemeint er hätte eine gute räumliche Vorstellung aber warum er nicht sprechen will weiß sie auch nicht weil da haben wir seit gut 3 Monaten kompletten stillstand - er sagt ab und an mal ein paar Wörter - ich freue mich aber dann höre ich nichts mehr davon. Die ergo hat auch gemeint sie arbeitet an seinem Gleichgewicht aber alleine sie wird zu wenig sein - sie zeigt mir auch immer was ich zuhause machen kann.
Ich weiß ja dass ich abwarten muss aber manchmal bin ich echt am verzweifeln und könnte den ganzen Tag heulen! Mein Sohn ist mein ein und alles und ich will nur das Beste für ihn und dazu gehört für mich einfach auch so viel IQ dass er selbstständig leben kann. Manchmal kommt eben die Sorge dass da doch was ist aber wenn ich dann sehe wie süß er ist unfortunately für seine Puppen und mich kocht und ganz begeistert seine steckpuzzles baut.
Hoffentlich geht es bei uns auch so gut aus wie bei euch - von 150 Wörtern kann ich ja wieder träumen... (ich träume fast jede Nacht dass mein Sohn mich was fragt und wir alle komplett überrascht sind)

Ich werde jetzt sowieso mal alle weiteren Untersuchungen und Gespräche abwarten müssen und an meinen kleinen Jungen Glauben - immerhin hat er schon sehr viel geschafft trotz seiner hypotonie

Alles Liebe

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melly210
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Re: Entwicklungsverzögerung - Ursache?

Beitragvon melly210 » 05.10.2019, 22:23

Da hat deine Ergo ganz recht, eine Stunde in der Woche ist deutlich zu wenig. Es gibt da zwei verschiedene Herangehensweisen: entweder man macht es wie die Erfinderin der SI-Therapie, Jean Ayres, und therapiert 2-3 x die Woche. Oder man bindet die Eltern ein und schaut, daß zuhause weitergearbeitet wird. Unser Haus sieht aus wie eine halbe Ergopraxis :icon_tongue: Ich habe ein paar Fachbücher zum TZhema SI gelesen damit ich die Hintergründe und Behandlungsweisen besser verstehe, habe mir bei VestPol, über Willhaben, Ebay Kleinanzeigen und Co etliche Geräte und Materialien halbwegs günstig besorgt und geschaut, daß er immer verschiedenste Angebote hatte. Was er davon machen wollte hat er eigentlich selber ausgesucht, die Kinder spüren selber was sie gerade brauchen. Wir haben ein Klettergerüst für drinnen und eins für draußen, große Gymnastikbälle, Sensoriktunnel, Kirschkernkiste, sensorischen Pfad, Rollbrett, Hüpfpferd, Schaukel, Hüpfpolster, Wippe, eine Frostigbox (diverse Spiele für die Handmotorik)...

Fürs Gleichgewicht wäre halt ein Laufrad besonders gut, habt ihr eines ? Falls noch nicht, beim Kauf auf jeden Fall darauf achten, daß es ein extra leichtes ist (zb von Woom), das ist bei hypotonen Kindern besonders wichtig.


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