Zusätzl. Betreuungsleistungen § 45b bei PKV

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

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Anja mit Tristan
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Zusätzl. Betreuungsleistungen § 45b bei PKV

Beitragvon Anja mit Tristan » 30.04.2018, 07:54

Hallo Ihr Lieben,

ich hatte wieder ein kurioses Erlebnis mit Tristans PKV.
Auf schriftliche Anfrage, ob wir die Dienste einer examinierte KKS privat, also nicht über einen Pflegedienst, FED o.ä., auch über § 45b laufen lassen können, gab es vorbehaltlich der Vorlage des Prüfungszeugnisses eine postive telefonische Auskunft. Man wolle aber noch Unterlagen schicken.
Diese kamen nun, umfassen 14 Seiten, sind überschrieben mit "Voraussetzungen für die Anerkennung einer Pflegeperson bei der PKV" und beinhalten Forderungen wie den Nachweis einer Berufshaftpflicht, mindestens 2-jährige berufliche Tätigkeit, Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft usw.
Diese Anforderungen übersteigen ja bei weitem die Anforderungen, die die Bundesländer stellen, wenn gesetzlich Versicherte Leistungen nach § 45b abrechnen wollen! In manchen Bundesländern genügt es ja sogar, wenn eine völlig fachfremde Person aus der Nachbarschaft einen zertifizierten Kurs belegt hat.
Ich vermute mal, die PKV hat uns falsch verstanden und geht davon aus, wir wollen über persönliches Budget eine Pflegekraft anstellen, oder?
Wie nehmt Ihr die zusätzlichen Betreuungsleistungen in Anspruch?
(Bisher hatten wir die ZBL angespart und uns noch ein paar Tage Hospiz geleistet. Nachdem das Hospiz die Tagessätze um knapp 65% erhöht hat, lohnt sich das nicht mehr und wir möchten stundenweise Entlastung nehmen.)

Ganz lieben Dank und viele Grüße
Anja
Tristan: 10/2014, HIE, Aphagie (Button), Hiatushernie, Cardiainsuff., GÖR, Fundoplicatio, ICP, Laryngomalazie, Sehbehind., global entwicklungsverz. - Mamas und Papas Sonnenscheinchen

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Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 30.04.2018, 08:58

Hallo Anja,

ich glaube auch, dass die Euch falsch verstanden haben. Das können eigentlich nicht die Anforderungen für eine ZBL-Kraft sein ...

Wir nutzen die ZBL über einen Pflegedienst zur Haushaltsentlastung - sprich, wie bezahlen davon (teilweise) eine über den Pflegedienst kommende Haushaltshilfe.
Aber PKV und ZBL ist auch nach unserer Erfahrung etwas, was nicht immer hundertprozentig passt.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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Beitragvon kati543 » 01.05.2018, 21:49

Hallo,
ich nutze die ZBL ausschließlich für die I-Kräfte meiner Jungs, d.h. ich rufe bei deren Träger an und lasse mich "entlasten". Die Kids unternehmen dann eben etwas tolles.
Ich zahle 22,50€ pro Stunde, allerdings ist da dann eben alles schon inklusive. Wenn ich meine Verhinderungspflegepersonen sehe, die direkt bei mir angestellt sind, haben die zwar ein geringeres Entgelt, aber Steuern/Versicherungen/Umlagen und Urlaub ist ja trotzdem zu zahlen. Das ist dann auch nicht billiger.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)


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