Betreuung oder Vorsorgevollmacht?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Christine4711
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Betreuung oder Vorsorgevollmacht?

Beitragvon Christine4711 » 22.04.2018, 17:31

Hallo alle zusammen

Ich denke mal das auch wir um den Antrag zur Betreuung
nicht drum rum kommen.
Oder macht einer von euch alles mit einer Vorsorgevollmacht für eure Kinder.

Das man das Vermögen und so von dem Kind offen legen muss ist mir soweit klar.

Müssen wir dann als Eltern auch alles offenlegen ?

Meine Maus wird am 1 .August 18 denke ich werde dann im Juni damit anfangen

Wünsche euch allen eine schöne Zeit
GLG :)
Christine
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Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 22.04.2018, 20:43

Hallo Christine,

ich weiß nicht, wie kognitiv fit euer Kind ist - eine Vorsorgevollmacht setzt voraus, dass das Kind als Vollmachtgeber jedenfalls kognitiv so fit ist, dass es versteht, was eine Vollmacht ist, und in der Lage ist zu überblicken, was mit einer Vollmacht möglich ist/ passiert.
Es wäre also sehr förderlich, wenn das Kind geschäftsfähig ist.

Anonsten haben Vorsorgevollmachten ebensowie Betreuung Vor- und Nachteile

Und nein, ihr als Eltern (als Betreuer des Kindes) müsst euch "nicht nackig machen" - ihr müsst eure Vermögensverhältnisse nicht offen legen.
Es geht ja um das Kind, nicht um euch Eltern.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
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Christine4711
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Beitragvon Christine4711 » 23.04.2018, 05:17

Guten Morgen Jörg
und Danke für deine Antwort :D
Also unsere Tochter weiß das Sie ab 18 weiter Hilfe benötigt
aber auch wir werden wohl die Betreuung machen.

Wegen dem Offenlegen
Meine Freundin hat es jetzt für Ihre Tochter durch mit der Betreuung
jetzt kam vom Gericht noch mal Unterlagen
wo Sie alles Offenlegen sollen.
Spärbücher, Konten, Wert der Autos etc

Ich war davon auch etwas überrascht da es ja nur um die Betreuung der Tochter geht.

Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche
GLG :D
Christine
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Senem
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Beitragvon Senem » 23.04.2018, 06:27

wo Sie alles Offenlegen sollen.
Spärbücher, Konten, Wert der Autos etc
Hallo Christine,

glaube da ging es nur darum, das falls deine Tochter mal in einer WfbM arbeiten sollte, es ja die Vermögensgrenze gibt (bis 5000€)
Gruß

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Beitragvon IlonaN » 23.04.2018, 07:26

Hallo Christine4711,
wir haben nun seit beinahe 7 Jahre die Betreuung für unsere Tochter. Da die 7 Jahresfrist im Juli um ist, läuft nun wieder das Überprüfungsverfahren. Und wirklich niemals , ob damals oder heute geht oder ging es um unser Einkommen und /oder Vermögen sondern um das unseres Kindes. Wir mußten nie etwas offen legen.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Beitragvon dielara » 23.04.2018, 07:48

Hallo Christine,

in unseren Anträgen war auch die Frage nach Aktien, Auto, Antiquitäten.
Bedenke, diese Anträge sind auch für Erwachsene gedacht, bei denen eine
Betreuung notwendig wurde, oder für eine Person, der eine Firma gehört.
Das Vermögen des Betreuten soll ja erhalten bzw. gesichert werden.

Wir haben beim ersten Betreuungsgespräch eine Fibel mit Fragen und Antworten bekommen,
die vieles erklären konnte.

Alles Gute und LG
Lara
* 1999. u.a. verschiedene Formen der Epilepsie, kein Sprechen, kein Gehen, erhebliche geistige und körperliche Behinderung. Magensonde, verminderte Knochendichte, PG 5. 100%.
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Beitragvon Jörg75 » 23.04.2018, 08:52

Moin,
jetzt kam vom Gericht noch mal Unterlagen
wo Sie alles Offenlegen sollen.
Spärbücher, Konten, Wert der Autos etc
wenn es nur um die rechtliche Betreuung geht, dann kann damit aber nur Vermögen - Sparbücher, Konten u.ä. - der Tochter (der Betreuten) gemeint sein.

Der Betreuer ist m.E. nicht verpflichtet, entsprechende Auskünfte über sein Vermögen zu geben ...

Gruß
Jörg
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Beitragvon Mamamarti » 23.04.2018, 08:59

Hallo,
deine Freundin soll im Antrag nur das ausfülen, was auf Ihre Tochter zutrifft. Die Anträge sind für alle Betreuten gleich. Wenn du zum Beispiel mit dem Betreuten verheiratet bist, musst du denke ich auch deine finanziele Situation offenlegen, das betrifft uns aber nicht.
LG Marti

Christine4711
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Beitragvon Christine4711 » 23.04.2018, 09:41

Hallo ihr Lieben

und vielen lieben Dank für eure Antworten :D
Ich dachte es mir ja schon das es bei der Offenlegung
es eigentlich nur um die Sachen des Betreuten ( Tochter )
und nicht das der Eltern.
Also im Juni fang ich dann mal für unsere Tochter an
würde es gerne so in Betreuung haben das ihr das Wahlrecht
erhalten bleibt.

Alles Andere dann bei uns :D

Mit Offenlegen bei unsere Tochter wären wir dann schnell fertig
da Sie nur ein Konto bei einer Bank hat.

Euch allen noch einen schönen Tag
GLG :D
Christine
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Helena*
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Beitragvon Helena* » 23.04.2018, 17:06

Hallo Christine,
warum denn dann nicht doch eine umfassende Vorsorgevollmacht?

Die ersetzt eine amtliche Betreuung vollumfänglich und das Wahlrecht bleibt erhalten. Es gibt auch keine Verpflichtung Berichte zu schreiben. Allerdings gibts natürlich auch keine Betreuerpauschale, aber auf die verzichte ich gerne.

Wir haben seit 3 Jahren alles problemlos mit der Vorsorgevollmacht geregelt bekommen, egal ob Krankenkasse, Sozialamt, Sozialgericht, Arbeitsagentur, WfbM usw..

Genutzt haben wir das individuell ausgefüllte und ergänzte Musterexemplar von der Seite des Bundesministeriums für Justiz.

LG, helena


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