Schutz bei schlechtem Gefahrenbewusstsein

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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nina-st
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Beitragvon nina-st » 12.04.2018, 12:37

Wir hatten lange einen faltbaren Bollerwagen mit anschnallmöglichkeit. Und genau so wie bei @Engrid, bombenfeste Regeln, klare Rituale, deutliche Ansagen.

Wir haben von Anfag an bei allen Kindern (wir hatten 4 Kinder unter 4 Jahren, davon der jüngste sehr spiezell) "STOP" als allerwichtigste Ansage etabliert. Immer, immer wieder geübt. STOP bedeutet STOP, sofort aufhören und stehen bleiben. Ohne wenn und aber.
Das funkrioniert heute noch, und die Kinder sind zwischen 10 und 14 :D

Eine Zeitlang half unterwegs nur so ein Geschirr mit Leine. Sonst hätte ich ihn z.B. auf dem Supermarktpakrplatz mit noch einem Kleinkind dabei einfach nicht händeln können.

Inwzschen ist es deutlich besser.
Pflegesohn ,traumatisiert, blind, 6. Klasse Blindenschule

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 12.04.2018, 14:02

STOP" als allerwichtigste Ansage etabliert. Immer, immer wieder geübt. STOP bedeutet STOP, sofort aufhören und stehen bleiben.
Das war bei uns auch so. Da hört er heute noch drauf, aber ich brauche es fast nie mehr. :D
Wir können ja einen Club aufmachen. :lol:

Hier noch ein Thread, wo es auch viel geht um einfach Loslaufen, Weglaufen, Wohinlaufen ... https://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic104225.html
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Beitragvon Annemaries Mama » 12.04.2018, 14:26

Bei uns ist auch "Stop" die einfachste klare Ansage. Funktioniert selbst mit Kindern, die nicht deutsch sprechen, am ehesten.
LG Kerstin

mit Annemarie *2011 (ADS) und Konrad *2015

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Beitragvon Annileinchen » 12.04.2018, 19:52

Oftmals funktioniert aber auch ein STOPP nicht.
Mag ja sein, dass es zu soundsoviel Prozent klappt, aber was nützt das, wenn es dann doch auch immer wieder nicht klappt - natürlich gefühlt auch immer gerade dann, wenn es am gefährlichsten ist.
An die Hand nehmen geht auch nicht. An zwei Kinder gar nicht zu denken. Eher an zwei Erwachsene für ein Kind.

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Beitragvon michie » 12.04.2018, 22:53

Mein kleiner Prinz ist auch so ein Kandidat. Der hört "Stopp" und fängt an, es nachzuplappern und in "Stopp" zu versinken und es vielleicht sogar lustig zu finden, geht aber in diesem Prozess locker lässig weiter und bekommt gar nicht mit, wer oder was neben, vor oder hinter ihm ist. Überzogen formuliert natürlich. Ich geh aber trotzdem mit den beiden spazieren. Wenn ich merke, dass der kleine Prinz "so drauf" ist, habe ich seine Hand in meiner Hand. Und zwar so fest, dass er sich gar nicht losreißen könnte, es ihm aber natürlich nicht weh tut. Er bittet auch manchmal selbst nach der Hand, wenn er zu müde und unsicher ist.
michie mit kleinem prinzen (11/2012; ASS) und kleiner fee (02/2015)
Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic122077.html

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Beitragvon Engrid » 12.04.2018, 23:03

Ich habe, in Verein mit dem ersten HPK, das „Stopp“ mit seeeehr viel Geduld, Konsequenz und Hartnäckigkeit eingeübt. Das hat bei uns auch lange gedauert, bis es dann echt eine Art Verknüpfung war, er musste gar nicht mehr richtig drüber nachdenken, es war automatisiert. Und deshalb hat es auch zuverlässig funktioniert.
Das war hier einfach die Basis dafür, das er ein paar Meter vorauslaufen dürfte, das war ihm wichtig genug.
(Das das nicht bei allen Kindern einschlägt, ist mir klar)
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Beitragvon Kaati » 12.04.2018, 23:35

Danke Engrid, für den Hinweis zum älteren Thread.

Es war sehr interessant, hilfreich und auch lustig zu lesen.

Das da hin laufen und nicht bei Stopp stehen bleiben ist auch bei uns ein großes Thema.

Was ich heute bei unseren Sohn rausbekommen habe: das er meint das die Autos überall so stehenbleiben müssen wenn er die Straße überquert wie auf dem Zeprastreifen oder an der Ampel....
Das war eine interessante Ansicht :shock:
Darauf können wir nun aber aufbauen zumindest versuchen :wink:

Lg an Alle mit dieser oder ähnlichen Problematik  8) kaati
L. 2.4.13 Autismus Spektrum
Frühkindlicher Autist
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Nicht alle Kinder lernen das Gleiche zur gleichen Zeit auf die gleiche Weise
(Kath Walter)


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