Welchen PKW für ein Kind im Rollstuhl?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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michi79
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Beitragvon michi79 » 08.04.2018, 21:04

@Anne, nicht jeder, der einen Rollstuhl im Fahrzeug transportiert, benötigt ein speziell umgerüstet Fahrzeug mit Rampe. Viele (Kids), die einen Rolli benötigen, können aber "normal" im Auto transportiert werden. Unser Sohn muss im Rolli transportiert werden. Dementsprechend muss das Auto auch sein. Zusätzlich muss bei längeren Fahrten jemand neben ihm sitzen, um jederzeit helfen/ eingreifen zu können! Das ist aber nicht bei jedem erforderlich. Wir hatten für unseren Sohn etwa 1,5 Jahre einen Rehabuggy, bevor wir auf einen E-Rolli umgestiegen sind. Bis dahin behielten wir noch unseren Mazda mit Fließheck. Als der erste E-Rolli kam, kauften wir dann auch unseren ersten Bus. Anfangs haben wir unseren Sohn noch umsetzen können, aber der Platz für den E-Rolli musste halt sein.

Aber für den Aktivrollstuhl finde ich Anfangs noch nen Kombi vollkommen ausreichend. Da gibt es ja viele mit großem Kofferraum. Schiebetür ist gerade mit Kindern immer von Vorteil. Ich liebe sie. Auch wenn wir uns bewusst gegen eine 2. hinten entschieden haben.
Liebe Grüße
Michaela

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Natalie.H
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Beitragvon Natalie.H » 08.04.2018, 21:10

Ja den rehabuggy könnt ihr zusammen klappen oder auseinander bauen. Zuerst hatte ich auch noch einen vw Golf combi und da passte der buggy noch super rein.
Jetzt haben wir zusätzlich noch den rolli und ich stell jetzt einfach beides nebeneinander in den Kofferraum 😊

Liebe Grüße
Henri 7/2015
Kongenitale Myopathie unklarer Ursache (Muskelstrukturveränderung der Skelettmuskulatur)

Anne&Hannah
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Beitragvon Anne&Hannah » 08.04.2018, 21:15

Hallo Patrick,

erstmal Glückwunsch zum Junior! Ich wünsche Euch viel viel Freude zusammen!
Und willkommen im Club der Familien mit Sonderausgaben...

Was die Autofrage angeht, so haben wir gute Erfahrungen mit dem Sharan ( baugleich mit dem Alhambra ) gemacht. Nur damals leider noch ohne Schiebetür.

Wir haben den Sharan 9 Jahre gefahren und sind letztes Jahr auf den Opel Vivaro umgestiegen. Noch wird der Rolli im Kofferraum transportiert, weil Hannah mit viel Hilfe und Extra-Trittklappstufe ins Auto klettern kann. Mal sehen, wie lange das noch geht. Wie andere schon schrieben: sicherheitstchnisch sollte man den Auto-Transport im Rolli so lange wie möglich vermeiden.

Rehabuggy und auch Kinderrollstuhl passten ohne Zusammenklappen hinten in den Sharan rein, sogar neben den sechsten Sitz. Und wenn man diesen rausnimmt ist trotz Rolli noch mega viel Platz für Gepäck.

Beim Sharan kann man die Sitze individueller platzieren als im Caddy und auch die Rückenlehnen etwas neigen. Das finde ich von Vorteil.

Vergleiche auch die Ladehöhe vom Kofferraum, ihr werdet täglich Rehabuggy oder Rolli rein- und rauswuppen müssen...

Den Caddy in Rolli-Ausstattung fahre ich dienstlich oft und finde die Handhabung praktisch und funktional. Allerdings kann man nicht schnell ans im Rolli sitzende Kind herankommen, weil es alleine hinter der zweiten Sitzreihe steht.

Ich persönlich würde dann ein Automodell suchen, wo der Rolli neben einem Einzelsitz positioniert werden kann. Aber das hat bei Euch ja noch einige Jahre Zeit.

Soweit mein Senf zum Thema...
Viel Erfolg
wünscht
Anne
Anne&Thomas mit D. ,J. & HANNAH (11) - Mitochondriale Enzephalomyopathie/Morbus Leigh. dadurch Hirnschädigung mit Mehrfachbehinderung, Rolli, Button. z.N. Stammhirnschädigung und nächtlicher Beatmung. Tracheostoma zu seit 4/14. Chronisch fröhlich!

Eulen-Tina
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Beitragvon Eulen-Tina » 08.04.2018, 21:55

Hallo,

ich finde, auch wenn Du noch lange dein Kind im Kindersitz transportieren kannst, man darf nicht vergessen, dass auch noch evtl Hilfsmittel transporiert werden müssen.

Wir haben für den Urlaub und den regelmäßigen Krankenhausbesuch einen Rehabuggy, einen Therpiestuhl und eine Badeliege, vielleicht kommt noch ein Stehständer dazu. Das muss alles mit.

Dann für das erste Kind ein Fahrrad oder so...

Platz kann man nie genug haben.

VG
Tina
Tochter (2010):Micro-Gendefekt, Kombinierte Entwicklungsstörung der Sprache, Motorik, Wahrnehmung; Aufmerksamkeitsstörung, Hypotonie, Verdacht auf Lernbehinderung, viele Allergien, nächtliches Einnässen
PT (2015): Epilepsie,Tetraspastik,Cerebralparese und viele weitere Besonderheiten, kein sitzen, kein sprechen, viele Anfälle

Karin D.
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Beitragvon Karin D. » 30.09.2018, 23:36

Guten Abend,

wir kamen mit Renault Kangoo perfekt zurecht. Dreh- und Schwenksitz eingebaut als Beifahrersitz, Rolli muss ich nicht heben sondern nur Vorderräder am Kofferraum aufstellen und rein über "Hebelwirkung". Klappt super. Kombi wollte ich niemals haben, weil ich den Rolli reinheben müßte. Und ich brauchte und brauche meine Knochen und Gelenke noch ein paar Jahre.
Jetzt Citroen Berlingo, ebenso gut. Sind mit dem Kangoo bisschen besser zurechtgekommen, aber vielleicht sind jetzt die neuen Kangoos genau so schmal wie unser Berlingo, das weiß ich nur nicht.

Viel Glück und liebe Grüße

Karin
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)
Frühgeborene (SSW 25), 1 Zwilling ohne Behinderung, 1 Zwilling mit Epilepsie, CP (Rollikind), Kyphose, Skoliose, Hydrocephalus


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