Nachbarschaftsstreit

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Jessica1982
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Nachbarschaftsstreit

Beitragvon Jessica1982 » 05.04.2018, 08:57

Hallo ich habe eine Frage an euch... Bin mittlerweile verzweifelt was ich noch tun soll.. Wir wohnen in einem EFH wo oben drüber ein 25 Jähriger Student wohnt. Er ist aber komischerweise jeden Tag von morgens bis abends zu hause. Er weiss um die Probleme um unseren sohn das er schwerst behindert ist und sich nur durch krabbeln und auf knie hüpfen fortbewegen kann. Durch seine Einschränkung hat er auch keine feinmotorik und kann auch nicht zu 100 prozent sehen. Das problem an der sache ist unser nachbar regt sich seit er ne neue Freundin hat in einer tour auf das wäre ihnen zu laut mit Sam er würde nur schreien und klopfen . er kann sich nur durch Laute äussern ... Und er schreit zwischen durch was wir auch versuchen zu unterbinden. Wir versuchen schon so viel Rücksicht zu nehmen das der nachbar mit seiner freundin am wochenende etwas länger schlafen kann. Abrr ich kann unseren sohn ja nicht festbinden. E bevor er die freundin hatte, hat er seine Schnute nicht aufgekriegt bzw kam nichts von seiner seite... Sorry er war selber auch mal ein kleines kind aber sowas regt mich nur noch auf. Bin echt froh wenn er auszieht bzw hoffen wir... Wissen nicht mehr was wir noch tun sollen
Mein mann sagt schon Sam ist ein kind und er wird ihn nicht in seiner spiel art und weise einschränken nur weil der nachbar oben bis in die puppen pennen will und von morgens bis abends ruhe haben will. Er hatte sich auch schon nachts drüber aufgeregt weil sam geschrien hat.
Was kann ich eurer meinung nach noch am besten tun.
Vermieter Wurde darüber auch schon informiert und die sagen dann soll er ausziehen. Gibt es vielleicht ein Gesetz was sowas angeht das man gegen gehandicapte kinder nichts machen kann sondern das dulden muss.

Ich danke euch jetzt schon für eure antworten...
Verstehe die Leute heutzutage nicht mehr. Sind die alle als jugendliche zur welt gekommen. :evil:

Olga.A.
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Beitragvon Olga.A. » 05.04.2018, 09:32

Hallo Jessica!
Was rechtliches angeht kann ich dir nicht weiterhelfen, aber ich würde die Sache entspannt sehen. Wie es scheint hast du den Vermieter schonmal auf deiner Seite, das ist doch super! Und euer Nachbar sollte sich bewusst werden, dass wenn man in ein Mietshaus zieht, eben auch Nachbarn zu hören sind, ausserdem können Kinder immer laut sein... Ich würde ihm beim nächsten Treffen vorschlagen, er solle sich ein Einfamilienhaus kaufen, wo er mit seiner Freundin Ruhe hat :roll:

Liebe Grüsse
Olga
Olga mit Valerie *01/13 34SSW, Apert-Syndrom, Tracheostoma, ASD Verschluss, entwicklungsverzögert, O2 Gabe

HannahKillian
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Beitragvon HannahKillian » 05.04.2018, 09:52

Hallo Jessica,

war denn der Nachbar schon mal bei euch und kennt euren Sohn?

Auch wenn du den Vermieter - wie es scheint - auf deiner Seite hast, wäre es doch gut, wenn sich das Verhältnis zu eurem Obermieter wieder in normalen Bahnen bewegen würde. Als Student wird er sich vielleicht auch nicht auf die Schnelle eine neue Wohnung oder gar was Eigenes suchen können oder wollen. Kann man ja eigentlich auch nicht so einfach erwarten...

Ihr werdet also erst mal miteinander klar kommen müssen und dazu sollte sich die Situation im Interesse aller nicht weiter zuspitzen.

Wie wär's, wenn ihr ihn und seine Freundin einfach mal zu euch auf einen Kaffee einladet, damit er eure Situation sozusagen mal "live" erleben kann? Dann könnte er nämlich sehen, dass euer Sohn ja nicht mutwillig Kochtöpfe an die Wand wirft...

Einen Versuch wär's wert - die Einladung würd ich aber mündlich UND schriftlich (in den Briefkasten einwerfen...) aussprechen, damit du in einem möglichen Streitfall zur Not nachweisen könntest, dass du ja schon um eine gütliche Einigung bemüht warst...

Ich wünsch dir, dass sich die Situation schnell beruhigt und ihr zu einem vernünftigen Nachbarschaftsverhältnis (man muss ja nicht unbedingt dick befreundet sein... :wink: ) zurückfindet!

Viele Grüße
Hannah
"Aufgeben?'" Komisches Wort, kenn ich gar nicht...

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Jessica1982
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Beitragvon Jessica1982 » 05.04.2018, 10:11

ich danke euch für eure Antworten.
Er weiss wie sam ist und hat es auch schon live mit erlebt. Für ihn was das bevor er seine neue Freundin total in Ordnung aber sie ist selber ein junges Party Küken was nachts bzw wochenende party macht und bis mittags in die puppen pennen will..
Er hatte mein Mann auch jetzt geschrieben das er sich was neues sucht. Weil sowas gibt es ja nicht. Und er macht sich jetzt schon gedanken um den neuen Mieter der hier einzieht. Er sollte erstmal selber kinder bekommen dann weiss er wie das ist

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 05.04.2018, 10:22

Hallo,

du erwartest von dem Mieter endlose Toleranz, bist aber selber intolerant und kritisierst Sachen, die dich nichts angehen. Jeder hat das Recht, in seiner Freizeit solange zu schlafen wie er will, ob und wann er an die Uni geht ist allein seine Sache. Und vielleicht hat er sich ohne seine Freundin ja auch schon gestört am nächtlichen und morgendlichen Lärm, war aber noch nicht selbstbewusst genug, um sich zu melden.

Klar, normaler Kinderlärm ist zumutbar, und ein Kind mit Behinderung ist eben so, wie es ist. Aber die Eltern sind schon angehalten, Rücksicht zu nehmen. Dem Kind leisere Alternativen geben, über Lärmdämmung nachdenken, vielleicht auch mal früher spazieren gehen/fahren, damit im Haus Ruhe ist - Toleranz ist eine keine Einbahnstraße.
Das kann ich jetzt grad nicht so raushören bei dir ...

http://www.rechtsindex.de/mietrecht/580 ... barwohnung
...dass Kinderlärm aus Nachbarwohnungen nicht in jeglicher Form, Dauer und Intensität von Mitmietern hinzunehmen ist, nur weil er eben von Kindern stammt. Grundsätzlich ist bei einer jeden Art von Lärm - auch von Kinderlärm - auf die Belange und das Ruhebedürfnis der Nachbarn Rücksicht zu nehmen. Deshalb sind Eltern und andere mit der Erziehung von Kindern betraute Personen grundsätzlich verpflichtet, Kinder zu einem rücksichtsvollen Verhalten bezüglich ihrer Bewegungen und akustischen Äußerungen anzuhalten.
Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon HannahKillian » 05.04.2018, 10:31

Hallo Jessica,

na, dann hat sich die Situation ja schon in eurem Sinne erledigt...

Und er macht sich "Gedanken um den neuen Mieter, der hier einzieht..." - wie rührend! :evil:

Geht ihn aber leider überhaupt nix an, wer hier einzieht und wie der dann mit euch klar kommt... sieht euer Vermieter bestimmt genauso?

Für euch wär's doch eh am besten, wenn oben auch jemand mit Kindern einziehen würde, dann hätte euer Kleiner auch vielleicht gleich jemand zum Spielen....

Alles Gute und viel Glück mit den "Neuen"!
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Beitragvon Jessica1982 » 05.04.2018, 10:45

Wir nehmen ja schon Rücksicht. Und sorry das ich mir mal luft machen muss.. Wir sind viel draussen mit unserem kind aber sobald wir 2 oder 3 stunden zu hause sind und sam Lärm macht ist ihm das zu viel.

Jessica1982
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Beitragvon Jessica1982 » 05.04.2018, 10:54

Wir nehmen ja schon Rücksicht. Und sorry das ich mir mal luft machen muss.. Wir sind viel draussen mit unserem kind aber sobald wir 2 oder 3 stunden zu hause sind und sam Lärm macht ist ihm das zu viel.

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Beitragvon HannahKillian » 05.04.2018, 10:55

Ist doch auch völlig in Ordnung, dass dir da der Kragen platzt... aber jetzt ist er dann ja bald weg und das ist auch gut so. Aber es wär bestimmt nicht verkehrt, wenn da oben bei euch auch jemand mit Kind einziehen würde - da gibt's dann auch Lärm und damit ist es ausgewogen.... :D

Sprich doch mal den Vermieter drauf an - vielleicht kann man das ja ein bißchen "steuern", denn es ist ja auch in seinem Interesse, dass sich die Mieter untereinander verstehen.
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Beitragvon Jessica1982 » 05.04.2018, 10:57

das werden wir auch machen.. Wir würden auch uns lieber Freuen wenn eine familie mit kind einzieht als wie wenn man jeden Morgen schimpf Wörter runter gebrüllt bekommt.


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