Erhöhte Familienbehilfe

Hier könnt ihr euch über Hör- und Sehbehinderung austauschen.

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melly210
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Beitragvon melly210 » 31.03.2018, 15:14

Ich kann deine Bedenken durchaus nachvollziehen, vor allem wenn dein Sohn kognitiv fit ist und in Bezug auf spätere Schul- und Arbeitsmöglichkeiten! Er ist ja dann offiziell zu min. 50% behindert!
Ich wollte deshalb auch lange nicht ansuchen, aber habs dann doch gemacht, weil abzusehen war, dass seine Behinderung allumfassend und fürs ganze Leben bestehen wird!


Ja wir haben uns genau so entschieden wie du. Wir warten mal ab und sehen wie sich unser Sohn entwickelt. Es ist einfach nicht abschätzbar was da wie vernetzt ist oder auch nicht, bzw auch wenn was jetzt noch nicht vernetzt ist, kann es das in weiteren 5-10 Jahren durchaus sein. Ich denke in weiteren 2-3 Jahren werden wir schon klarer sehen was bei meinem Sohn Sache ist und dann werden wir auch überlegen ob wir ansuchen.
Nachdem es ohnehin rückwirkend ausgezahlt wird, hat man da auch keinen Nachteil wenn man erst später ansucht. Nur Pflegegeld bekommt man nicht rückwirkend. Aber ich denke ohnehin, daß er momentan kein Pflegegeld bekommen würde. Falls er in 2,3 Jahren Dinge wie selber anziehen noch nicht beherrscht und noch immer nicht aufs Klo gehen sollte, wäre das dann eventuell anders. Aber mit 3 Jahren wird das wohl noch im Bereich des Normalen gesehen...

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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 31.03.2018, 17:00

Ja wir haben uns genau so entschieden wie du. Wir warten mal ab und sehen wie sich unser Sohn entwickelt. Es ist einfach nicht abschätzbar was da wie vernetzt ist oder auch nicht, bzw auch wenn was jetzt noch nicht vernetzt ist, kann es das in weiteren 5-10 Jahren durchaus sein. Ich denke in weiteren 2-3 Jahren werden wir schon klarer sehen was bei meinem Sohn Sache ist und dann werden wir auch überlegen ob wir ansuchen.

Nachdem es ohnehin rückwirkend ausgezahlt wird, hat man da auch keinen Nachteil wenn man erst später ansucht. Nur Pflegegeld bekommt man nicht rückwirkend. Aber ich denke ohnehin, daß er momentan kein Pflegegeld bekommen würde. Falls er in 2,3 Jahren Dinge wie selber anziehen noch nicht beherrscht und noch immer nicht aufs Klo gehen sollte, wäre das dann eventuell anders. Aber mit 3 Jahren wird das wohl noch im Bereich des Normalen gesehen...
Wenn die Bedenken sind, dass dem Kind der Bezug von erhöhter FBH in 5-10 Jahren durch "andere Vernetzung" schaden könnte, sollte man aber auch bedenken, dann es auch Gesetzesänderungen bezüglich der rückwirkenden Auszahlung geben kann.

Aktuell wird erhöhte Familienbeihilfe MAXIMAL 5 Jahre rückwirkend ausbezahlt. Wenn es so bleibt, kann man sich bei einem jetzt 3jährigen noch Zeit lassen. Aber elkes Sohn ist jetzt schon deutlich älter als 5 Jahre. Und keiner weiß, ob nicht nächsten Monat ein Gesetz verabschiedet wird, nach dem erhöhte FBH nur noch 3 Jahre oder 1 Jahr oder gar nicht mehr rückkwirkend ausbezahlt wird.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
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melly210
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Beitragvon melly210 » 31.03.2018, 19:37

Und keiner weiß, ob nicht nächsten Monat ein Gesetz verabschiedet wird, nach dem erhöhte FBH nur noch 3 Jahre oder 1 Jahr oder gar nicht mehr rückkwirkend ausbezahlt wird.


Das weiß man aber dann auch vorher (minimum mal ein paar Wochen vorher, und in aller Regel auch mit Übergangsfristen) und kann dann im Zweifelsfall einen Antrag einbringen.
Von der 5 Jahres Grenze wusste ich nichts, danke für den Hinweis. Ich denke bis er 5 ist können wir auch schon sehen wie es wird.

Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 01.04.2018, 15:33

Und keiner weiß, ob nicht nächsten Monat ein Gesetz verabschiedet wird, nach dem erhöhte FBH nur noch 3 Jahre oder 1 Jahr oder gar nicht mehr rückkwirkend ausbezahlt wird.


Das weiß man aber dann auch vorher (minimum mal ein paar Wochen vorher, und in aller Regel auch mit Übergangsfristen) und kann dann im Zweifelsfall einen Antrag einbringen.
Von der 5 Jahres Grenze wusste ich nichts, danke für den Hinweis. Ich denke bis er 5 ist können wir auch schon sehen wie es wird.
Es wird auch jetzt schonnur dann rückwirkend ausbezahlt, wenn die Behinderung (und auch eine Wahrnehmungsstörung gilt als Behinderung) nachweislich schon länger bestanden hat.

Bei meinem gehörlosen Sohn, wo wir die Diagnose nach einer BERA schon mit 3 Monaten hatten, (vorher waren 4 Hörscreenings nicht auswertbar), war klar, dass die Behinderung seit Geburt besteht.

Ob das bei "nur" Wahrnehmungsstörung auch so gesehen wird, weiß ich aber nicht. Das kann zum Beispiel im Fall von Elkes Sohn heißen, dass sie die erhöhte FBH (falls sie anerkannt wid) zwar rückwirkend bekommt, aber nicht 5 Jahre sondern z.B. ab Diagnoseklarheit oder ab Schuleintritt - ein Behördenentscheid halt!
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Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 01.04.2018, 17:32

Liebe Grüße
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Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
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Beitragvon Lisaneu » 01.04.2018, 18:07

Hier ist ein Link mit einem Fallbeispiel (Seite vom Finanzamt), der für mich ziemlich klar macht, wie kompliziert es sein kann:

https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e1s1

Für diejenigen, die nicht alles lesen wollen: die Begründung, warum hier nicht 5 Jahre rückwirkend ausbezahlt wurde, ist:

"Das Ausmaß eines Entwicklungsrückstandes etwa stellt sich je nach Alter des Kindes unterschiedlich dar, da die Fertigkeiten, die ein Kind im Kindergartenalter beherrschen sollte, sich wesentlich von jenen, die von einem Schulkind erwartet werden, unterscheiden."
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Beitragvon Bastelia » 01.04.2018, 18:39

Hallo,

Also, dass rückwirkend natürlich nur bis zu einer erfolgten Diagnostik mit entsprechendem Arztbrief/Befund/Diagnose nachbezahlt wird und nicht einfach 5 Jahre ins Blaue hinein bzw. zurück - wird wohl Elke schon klar sein....
Die Nachweisbarkeit muss natürlich gegeben sein!

Liebe Grüße
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)

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Beitragvon melly210 » 01.04.2018, 18:40

Ja gut es ist aber klar, daß es erst ab dem Zeitpunkt rückwirkend ausbezahlt wird ab dem man auch Anspruch gehabt hätte. Dh ab dem Zeitpunkt wo die Behörde als zu 50 % behindert eingestuft hätte. Das ist eben meist erst dann der Fall, wenn man was Schriftliches in der Hand hat in dem vermerkt ist was das Kind hat. Wenn man da "nur so" mit einem Kind hingeht und sagt es hat Probleme bei xy oder nur einen Wisch vom Kinderarzt auf dem steht, daß das Kind entwicklungsverzögert ist, wird das nicht reichen um die erhöhte Familienbehilfe zu bekommen. Da wird einem dann eine genaue Abklärung im SPZ oder wo auch immer nahegelegt werden.

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Beitragvon Bastelia » 01.04.2018, 18:44

zur Vollständigkeit halber bzw. für @Melly210:
Wir sprechen hier vom österreichischen Recht, die Threadstarterin ist eine Österreicherin (also bitte nicht auf die 5 Jahresgrenze verlassen, wenn du aus Deutschland bist)! :-)
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
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Beitragvon melly210 » 01.04.2018, 18:51

@Bastelia: Ich weiß, bin aus Wien ;-) Denke aber es ist gut, daß du das nochmal geschrieben hast, es lesen ja auch Andere hier mit.


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