Persönliches Budget - Stundenzahl ab 18 Jahre?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Karin D.
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Persönliches Budget - Stundenzahl ab 18 Jahre?

Beitragvon Karin D. » 29.03.2018, 18:56

Hallo Allerseits,

wessen erwachsenes Kind lebt bei euch Eltern und nimmt Assistenz über Persönliches Budget in Anspruch?

Wir haben 21 Wochenstunden. Mein Sohn ist 21.

Nun haben sich die Lebensverhältnisse verändert. Ich beantrage noch 16 Stunden für die Wochenenden zusätzlich.

Das wären 37 Wochenstunden.

Wie viele Stunden habt ihr? Ich werde das so beantragen, kann mir aber vorstellen, dass es zuviel ist, oder sie das Pflegegeld antasten wollen. Und das kommt nicht in Frage.

Wir sind Berliner - falls es unterschiedlich behandhabt wird in den Bundesländern.

Wie viele Stunden habt ihr so für eure "Kinder" ab 18?

Herzliche Grüße, und Dank im Voraus für eure Antworten

Karin
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)
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Sinale
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Beitragvon Sinale » 29.03.2018, 19:19

Hallo Karin,

die Stundenanzahl der Eingliederungshilfe wird grundsätzlich sowohl als Sachleistung, als auch als persönliches Budget ausgeführt und ist sehr individuell vom jeweiligen Bedarf abhängig. Selbstverständlich ist es möglich, dass die von Euch angedachte Stundenerhöhung genehmigt wird, wenn sie mit dem entsprechenden Bedarf an Eingliederungshilfeleistungen begründet wird. Lediglich wenn mit den beantragten Leistungen die Leistungen der Pflegeversicherung (mit-) betreffen wird etwas vom Pflegegeld abgezogen werden. Ein zu viel ist es nur dann, wenn dem Amt der entsprechende Bedarf an Eingliederungshilfeleistungen nicht nachgewiesen werden kann.
Viele Grüße
Sinale

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Karin D.
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Beitragvon Karin D. » 29.03.2018, 19:37

Meine Frage hat an andere Assistenznehmer.

Was bei ihnen bewilligt wurde. Danke trotzdem für deinen Beitrag, aber was du schreibst, ist mir 100% klar.
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Beitragvon Sinale » 29.03.2018, 20:04

Hallo Karin,

gut, dann schreibe ich dir, dass ich monatlich 20-25 Stunden genehmigt bekommen habe. Deshalb habe ich oben geschrieben, dass dies höchst individuell nach persönlichem Bedarf genehmigt wird. Dein Sohn hat mehr Stunden, andere haben Weniger, wieder Andere haben noch mehr Stunden und wieder Andere noch weniger Stunden genehmigt bekommen, auch unabhängig davon, ob die Assistenznehmer bei den Eltern leben, oder nicht.

Viel Erfolg für den Antrag wünsche ich!
Viele Grüße
Sinale

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Beitragvon B.Elisabeth » 01.04.2018, 10:04

Hallo,
wir haben 40 Stunden in der Woche genehmigt bekommen.
LG von Barbara

Karin D.
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Beitragvon Karin D. » 01.04.2018, 11:17

Hallo Barbara,

danke für deine Nachricht. Müßt ihr das Pflegegeld mit einsetzen?

LG, Karin
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Beitragvon B.Elisabeth » 01.04.2018, 15:37

Hallo Karin,
da ich weiterhin Pflege leiste ( besonders die Nachtstunden), läuft das Pflegegeld und die Leistungen der Verhinderungspflege und der Betreuungsleistungen ebenso weiter.
LG

Karin D.
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Beitragvon Karin D. » 01.04.2018, 22:05

Du hast das volle Pflegegeld und alles? In welchem Bundesland seid ihr?
Wir haben diese Konferenz nächsten Donnerstag. So kann ich mich wappnen, falls sie wieder anfangen von wegen sie nehmen das Pflegegeld aber mit rein.
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Beitragvon mariannna » 01.04.2018, 22:24

Hallo Elisabeth,

dass würde mich auch mal interessieren. Machst du die Pflege komplett alleine ? Also rufen die Assistenten dich, wenn Steffen gewickelt,gefüttert oder gewaschen werden muss? Und nachts schläfst du immer bei Steffen in der Wohnung?

Dann sind die Assistenten nur zur reinen Betreuung da? Sorry,kenne mich mit dem Thema Assistenz nicht so aus.
LG,Marianna

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Beitragvon Lucky » 02.04.2018, 16:24

Selbst wenn man 24h täglich Assistenz bekommt, hat man Recht auf "Anteiliges Pflegegeld". Dann bekommt man noch 1 Drittel der Pflegegrad-Summe (nicht der Sachleistung). Den Antrag muss man aber zusammen mit dem auf PB stellen.

(in dem Fall nicht bei Eltern lebend)

Grundsätzlich kann man sagen, dass ihr das Pflegegeld behaltet, wenn die Assistenz keine Pflegerischen Verrichtungen übernimmt, also nur Sozialpädagogische Betreuung. Dann wird die Assistenz über Eingliederungshilfe finanziert, nicht über Hilfe zur Pflege. Die HzP ist nachrangig gegenüber Pflegeversicherung, d.h. erst muss das komplette Pflegegeld bzw. die Sachleistung zur Finanzierung der Assistenz genutzt werden.


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