Wie geht es jetzt weiter?

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kimimochi
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Wie geht es jetzt weiter?

Beitragvon kimimochi » 28.03.2018, 07:54

Hallo ihr lieben,

bisher habe ich mich nur kurz vorgestellt und viel gelesen, aber jetzt habe ich so viele Fragen und vielleicht könnt ihr mir ja helfen. Es geht um meinen jüngsten Sohn, er wird im Oktober sieben und kommt dieses Jahr in die Schule. Aktuell ist er in Werscherberg und nimmt an einer vier-wöchigen Kur teil. Sein Papa ist mit. :D Diese Kur hat er letztes Jahr auch schon mal gemacht und es war sehr schön. Gestern hatte mein Mann nun ein Gespräch mit der Hausleitung, das haben sie immer einmal pro Woche, wo ihm die wichtigsten Dinge mitgeteilt werde und so.

Die Hausleitung teilte ihm mit, das das Team nicht glaubt, das unser Sohn es in einer Regelschule schafft. Bähm, das hat gesessen. Wir haben ihm eine Schule ausgesucht, die jahrgangsübergreifenden Unterricht hat und wo mit Wochenplänen gearbeitet wird. Das haben wir gemacht, damit er sich mehr Zeit nehmen kann. Der Kleine verarbeitet viel im Schlaf und da sind Wochenpläne einfach besser.
Auch hat er an dieser Schule drei Jahre zeit für die ersten beiden Klassen ohne das es gleich heißt, er muss wiederholen oder ist sitzengeblieben und er kann in seinem Klssenverband bleiben.
In Werscherberg ist aufgefallen, das er arge Probleme mit der Konzentration hat. Er ist immer sehr bemüht alles mitzumachen, sagt aber von sich aus nicht, wenn er nicht mehr weiter weiß und macht dann dicht. Zuhause geht er zur Logo, wegen seiner Sprachentwicklungsverzögerung, zur Ergo und die Heilpädagogin kommt auch einmal in der Woche in den Kindergarten.
Er geht einmal die Woche zum reiten, das er über alles liebt, und zur Selbstverteidigung. Er hat also einen wirklich vollen Terminplan, und außerdem spielt er natürlich noch gerne mit seinen Freunden.
Für eine Sprachheilschule ist er sprachlich zu gut, hat das Team entschieden, also sollen wir uns Gedanken über eine I-Kraft machen.

Am 10.4 gibt es ein Abschlussgespräch in der Kur, da werde ich wohl hinfahren um das mit meinem Mann zusammen zumachen.

Hat jemand sowas schon gehabt, kann mir jemand was dazu sagen?
Was muss ich machen um eine I-Kraft zu bekommen? Die Schuleingangsuntersuchung hat ebenfalls einen hohen Förderbedarf bestätigt, irgendein Test wurde gemacht wo er 11/20 Punkten erreicht hat, aber was das für ein test war, weiß mein Mann nicht mehr so genau.

Hilfe, ich bin gerade ein bisschen damit überfordert.

Danke fürs Zuhören, vielleicht musste das auch nur mal raus :-(

Falls Ihr noch Fragen habt, immer her damit, ich bemühe mich sie zu beantworten und sorry falls das alles etwas konfus ist...

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Leela
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Beitragvon Leela » 28.03.2018, 19:49

Hi,
ich kann leider nicht helfen, aber diese Frage können hier bestimmt einige beantworten:
Was muss ich machen um eine I-Kraft zu bekommen?
LG
Sohn geb. Juni 2013 (5 Wochen zu früh, nach vorz. Blasensprung), Hirnblutung.
leicht entwicklungsverzögert
V.a. NF1 (cal)

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Beitragvon Petra*3 » 28.03.2018, 20:34

Der meine ist schon immer sprachheilbeschult beim 3. Kind fehlte einfach auch kraft für den großen therapiezirkus wie bei euch. Zumal bei den beiden größeren mütterl. Engagement viel mehr als jede therapie half.....wegen der Konzentration+Sprache wurd meiner von der Dorfschule massiv abgelehnt und ging direkt auf Sprachheil, wobei es dort innerhalb der Schulen massivste unterschiede vom Niveau gibt (zwischen besserem Kindergarten und sehr guter grundsschule ist wohl alles möglich (wir wohnen im Winkel Sohni hatte 2 Sprachheilgrundschulen besucht). Diesen gemienschaftsschulmurks hatte ich mir für Sohni auch beguckt....für meinen viel zu viel Freiheiten und zu wenig Überwachung, wär ganz sicher schief gegangen, der meine braucht sowas militärähnliches von der Struktur mit gleichzeitiger Rücksicht auf seine verzögerte Entwicklung....der ist jetzt 5. Sprachheilinternat, ein absoluter Traum, das Internat bringt soooviel viel mehr als das eine Therapie je gekonnt hätt. mfg Petra

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Re: Wie geht es jetzt weiter?

Beitragvon Kaja » 30.03.2018, 20:57

Hallo,
Es geht um meinen jüngsten Sohn, er wird im Oktober sieben und kommt dieses Jahr in die Schule. Aktuell ist er in Werscherberg und nimmt an einer vier-wöchigen Kur teil... Gestern hatte mein Mann nun ein Gespräch mit der Hausleitung, das haben sie immer einmal pro Woche, wo ihm die wichtigsten Dinge mitgeteilt werde und so.

Die Hausleitung teilte ihm mit, das das Team nicht glaubt, das unser Sohn es in einer Regelschule schafft. ...Für eine Sprachheilschule ist er sprachlich zu gut, hat das Team entschieden, also sollen wir uns Gedanken über eine I-Kraft machen.
Das hört sich für mich so an, als sei die Aussage gewesen, dass euer Sohn die Regelschule nicht ohne I-Kraft schaffen wird, nicht aber, dass er nicht auf die Regelschule, sondern auf die Förderschule soll.

Grundsätzlich wird der Schulhelfer über die Eingliederungshilfe (meist über das Sozialamt) als Leistung zur Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung (§§ 53, 54 Absatz 1 Nr. 1 SGB XII) beantragt (einkommens- und vermögensunabhängig). Es kann aber sein, dass der Schule schon über schulrechtliche Regelungen besonderes Betreuungspersonal zu Verfügung gestellt wurde - dieses muss die Schule vorrangig nutzen, um den Bedarf zu decken. Das kann man aber in der Wunschschule erfragen.

Viele Grüße Kaja

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Tanja2014
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Beitragvon Tanja2014 » 30.03.2018, 21:35

Hallo,

letztendlich kann das Kur-Team Euch ja nur beraten. Die können nichts für Euch entscheiden und sind ja auch nicht in das Schulanmeldeverfahren eingebunden. Insofern würde ich mir wohl erstmal in Ruhe anhören, was sie Euch empfehlen und warum. Wenn Du nach diesem Gespräch denkst, eine Schulbegleitung wäre eine gute Idee, solltest Du als Erstes mit der Schulleitung sprechen, wie sie das sieht. Es wäre ja aber auch eine Möglichkeit, erstmal ohne SB zu starten und zu gucken, wie es läuft. Eine Schulbegleitung kann man ja dann nach dem ersten Halbjahr immer noch beantragen.
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)

kimimochi
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Beitragvon kimimochi » 12.04.2018, 09:42

Guten Morgen!

erstmal vielen Dank für eure Rückmeldungen. Die Kur ist seit gestern zu Ende und ich war beim Abschlussgespräch dabei. Das war zum einen für die Therapeuten gut und natürlich für mich. Außerdem konnte ich sowohl bei der Logopädie als auch bei der Ergo zuschauen. Auch das empfand ich als sehr hilfreich.
Was festgestellt wurde ist, das er definitiv ganz arge Probleme mit der Aufmerksamkeit und der Merkfähigkeit hat. Konzentration ist auch eine Schwäche von ihm.
Wir werden jetzt eine I-Kraft beantragen und da uns an das Zentrum Hören in Schleswig wenden, mit der Hoffnung eine Fachkraft zu bekommen. Im Winter, wenn er sich ein bisschen an die Schule gewöhnt hat, soll er dann auch nochmal auf AVWS getestet werden.
und wir werden auch versuchen, das er nächsten Sommer wieder auf Kur darf.
Es ist also viel zu tun, aber wenigstens haben wir jetzt einen Plan.
ich bin gespannt, was da noch so auf uns zukommt und was genau im Abschlussbericht steht.

LG Julia


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