Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

So manches Kind muss aufgrund seiner Behinderung besonders intensiv betreut werden - z. B. mit Hilfe eines Pflegedienstes. Viele Kinder werden von einer Krankenschwester in Kindergarten oder Schule begleitet, um optimal versorgt werden zu können. Das gilt beispielsweise für viele tracheotomierte Kinder. In dieser Rubrik können sich Eltern von so genannten Intensivkindern über die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder austauschen.

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Re: Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

Beitragvon Nellie » 05.04.2019, 08:06

Hallo,

wir haben jetzt die erste Überprüfung erhalten. 14 Monate nach Start, über den Zeitraum Monat 5-14 des pBs. Ich sehe in der Anforderung nicht, dass ich sehr viele Papiere vorlegen muss. Ich dachte, wir müssen auch Kurven und insbesondere Behandlungspflege vorzeigen, aber das steht gar nicht drin. Es wäre alles da, aber ist halt viel. Wir müssen Einnahmen, Ausgaben, Kontoauszüge, Stundennachweise und Anzahl der Mitarbeiter mit Qualifikationen mitteilen. Wir haben einen Monat Zeit dafür. Das wird problemlos reichen.

@Inga: Habt ihr eine Antwort von eurer Prüfung?

LG
Nellie
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Re: Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

Beitragvon Inga » 05.04.2019, 08:55

Hallo Nellie, nein, wir haben bisher (6 Monate nach Abgabe) noch keine Antwort. Wir wurden nach 11 Monaten aufgefordert für die ersten 6 Monate nachzuweisen, haben es dann aber direkt für die ersten 12 Monate gemacht.
Ja, die eigentliche Doku ist unwichtig, die fordert (evtl.) irgendwann der MDK zur Prüfung, der KK geht es nur um das Rechtliche, nicht um die eigentlichen Tätigkeiten der Behandlungspflege.

Gruß, Inga
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Re: Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

Beitragvon Steffi & Alexander So » 09.04.2019, 07:24

Guten Morgen,

bei uns war letzte Woche die KK, sehr informativ. Diese meine leider auch dass wir eher ein Fall für den Bezirk wären, da Alexander kein Intensivpatient mehr ist. Sie würden uns aber die nächsten 2 Jahre noch unterstützen und danach müssten wir das ganze über den Bezirk als Eingliederungshilfe laufen lassen. Jetzt haben wir am Samstag Post vom MDK bekommen, die jetzt nächste Woche ein Wiederholungsgutachten anfertigen werden. Leider wurde auch gesagt das wir keine Unterstützung für zuhause bekommen werden, nur die Schule ist abgedeckt. Wie es mit den Ferien ausschaut muss noch verhandelt werden.

Bin gespannt und freue mich auf den MDK
Liebe Grüße Steffi
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Re: Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

Beitragvon Inga » 09.04.2019, 08:59

Hallo Steffi,
das verstehe ich nicht, die KK sagt, dass Alexander kein Intensivpatient mehr ist, zahlen aber freiwillig noch weitere 2 Jahre?
Da stimmt irgendwas nicht! Warum sollte die KK zahlen, wenn sie nicht zuständig ist?

Irritierte Grüße
Inga
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Re: Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

Beitragvon Steffi & Alexander So » 10.04.2019, 07:08

Hallo Inga,

ich verstehe das auch nicht..... der Herr von der KK erklärte mir dass der Bezirk wohl sehr eigensinnig ist, und er uns deshalb noch 2 Jahre zur Seite steht. Er wollt sich Freitag melden, bis jetzt noch keine Information. Jetzt hat sich erstmal das MDK angemeldet und ich denke die wollen das Gutachten abwarten.

Alexander ist seit fast 3 Jahren Anfallsfrei, muss noch Medikamente nehmen, und die Schwierigkeit besteht bei uns darin dass Alexander Essen gereicht werden sollte von einer Kraft die Ruhe und Erfahrung mitbringt. Er kann schnell mal aspirieren, an guten Tagen ißt er Kloß und Fleisch, an schlechten Tagen verschluckt er sich am Pudding......

Warten wir erstmal das Gutachten ab. PG5 bleibt auf alle Fälle, alles andere wäre lachhaft......
Liebe Grüße Steffi

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Re: Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

Beitragvon Nellie » 19.05.2019, 14:34

Hallo,

wisst ihr, wie die Ansprüche auf Urlaub bei Schwangeren ist? Ich habe gefunden, dass sie im Beschäftigungsverbot und Mutterschutz weiter 1/12 des vertraglich vereinbarten Jahresurlaubs erwirbt. (wobei ich das sinnlos finde). Auch in der Elternzeit erwirbt man weiter Urlaubsanspruch, aber da kann dieser Anspruch ge­mäß § 17 Abs.1 Satz 1 BEEG um 1/12 des Jahresurlaubs (vertraglich vereinbarter oder gesetzlicher?) pro vollen Monat gekürzt werden kann.
Den nicht genommenen Urlaub hängt man dann erst hinten dran, weil es ja mit Nehmen zu einem bestimmten Termin nicht machbar ist. Ausgezahlt werden kann er nur, wenn das Beschäftigungsverhältnis enden würde.

Beispiel:
  • Beschäftigungsverbot ab 11/18, Resturlaub von 2018 --> 5 Tage
  • Geburt 1.5.19, Mutterschutz bis 30.6.19 --> Urlaubsanspruch bis 6 volle Monate, bei 28 Tage Jahresurlaub = 28/12 * 6 Monate = 14
  • Elternzeit 1.7.19 bis 30.4.20 --> Kürzung um 1/12, also doch gar kein Urlaubsanspruch?
  • Wiedereinstieg ab 1.5.20 --> Urlaubsanspruch auf verbleibende 8 Monate 18,6666 Tage

Ist das alles richtig gerechnet? Was mache ich mit halben Monaten, wenn das Kind nun am 15. geboren ist oder was macht man, wenn es am 7. oder 21. geboren ist? Rechnet man dann anteilige Monate? Ich würde ja eher immer aufrunden zur Sicherheit.

LG
Nellie
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Re: Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

Beitragvon Inga » 19.05.2019, 14:56

Hallo Nellie
Was sagt denn dein Assistenzdienst dazu? Die müßten dir das eigentlich sagen können, dafür werden sie ja bezahlt.
Ansonsten bei der KK nachfragen. Wenn sie dir nicht weiter helfen können, frag ob du einen Anwalt für Arbeistrecht fragen darfst.
Bei mir wollte die KK bei einer anderen Arbeitsrechts-Frage einen Kostenvoranschlag, was die Antwort kostet, damit ich es über das Budget abrechnen darf.

Viel Erfolg!
Inga
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Re: Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

Beitragvon Nellie » 19.05.2019, 14:58

Hallo Inga,

die lassen sich gerade Zeit mit der Antwort. Es ist auch noch hin bis zu dem Fall, weil das Kind noch nicht geboren ist. Ich will es jetzt aber gerade mal wissen :)

LG
Nellie
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Re: Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

Beitragvon Inga » 23.05.2019, 06:15

Hallo,
wie habt ihr eure Stunden verteilt? Also wie viel Vollzeit- / Teilzeit und Minijob-Kräfte für wie viel Wochenstunden?
Wie kommt ihr bei Urlaub und Krank mit der Verteilung hin?

Bei Joleen klappt es ganz gut, da uns der ND am wichtigesten ist und wir die Tagdienstkraft bei Bedarf einfach in den ND schieben können. Joleen hat 13,5 h / Tag und hatte anfangs 2 Vollzeitkräfte und 2 Minijobber, dann war es 1x Vollzeit, 1x 35 h, 1x 30 h und 1 Minijobber. Nun sind es 2x Vollzeit & 1x 30 h, also etwas zu viel für 13,5 h, aber dafür nur 3 statt 4 Personen.

Bei Danielo mit "normalem" PB für Assistenz läuft es auch gut. Er hat nachts nur eine Bereitschaft und geht inkl. Fahrtweg 9 h in die Werkstatt. Er hat eine Vollzeitkraft, eine 50 % Stelle & 3x Minijob. Das läuft soweit auch und in Notfällen und auch mal geplant (um Personal zu sparen) kommt er zu uns.

Nun ist bald unser nächstes Kind bereit zum Auszug mit 24 h-Assistenz, rein rechnerich sind es 5,1 Vollzeitstellen. Wie aber verteile ich die Sinnvoll, damit ich alle Dienste gut abgedeckt bekomme, auch wenn mal wer 3 Wochen in Urlaub oder Krank ist? Wenn ich nur 2 Leute für ND einteile würde das ja bedeuten, dass die andere Person dann 3 Wochen durcharbeiten müßte. Habt ihr also keine / kaum Vollzeitstellen oder arbeiten eure Leute Wechselschichten, so dass ihr sie "beliebig" hin und her schieben könnt.

Gruß, Inga
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Re: Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

Beitragvon Nellie » 23.05.2019, 08:34

Hallo Inga,

wir haben keine 24h, sondern rechnerisch 21,6 h oder so ähnlich. Wir haben 10 Leute, alle machen auch ND, davon 5 x 450 € (je 2-3 ND), 2x 32 h (3-4 ND), 1 x 30h (4 ND), 1x 20 h (3-4 ND) und 1x 5 ND.

Bei uns machen allerdings nur die 4 Hauptkräfte und 1 mit 450 € davon FD, 8 machen theoretisch auch SD, allerdings brauche ich die 450 €-Kräfte, die auch SD machen, meist im ND. Und wir haben auch einige Sondersachen drin wie nur gerade Wochen SD möglich, oder nur 1 Wochenende im Monat oder 2 Wochenenden, dafür aber keine SD, weil da Kinderbetreuungsprobleme in unterschiedlichsten Konstellationen dran hängen. Das klingt jetzt kompliziert und anspruchsvoll von den Mitarbeitern, aber es sind einfach die Lebenssituationen und ist wirklich in Ordnung so.
Meine größten Probleme beim Dienstplan sind die SD, die kaum einer mag oder es einfach nicht geht oder genau dann nicht geht, wenn ich sie brauche. aber bisher hat noch alles geklappt.

Wir haben eher viele Leute und haben den Eindruck, dass es dadurch einfacher ist zu schieben und Ausfälle zu kompensieren. Auch beruflich hat sich das bei uns immer positiv gezeigt, dass wir mit 3x Teilzeit besser dran sind als mit 2x Vollzeit.

LG
Nellie
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