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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 24.03.2018, 10:19

Hallo Ursula,

mein Sohn spricht gar nicht, hat aber ein nahezu perfekte Rechtscheibung :lol: :lol: :lol: Auch für ihm geläufige Englishce Wörter ... Ich habe jahrelang mit Silben verbracht :lol: :lol: :lol:
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
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Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 24.03.2018, 10:43

Nochmal ich... Ursula meinst du das so, dass dein Sohn eine Aufgabe aufdeckt und dann eine Lösung und dann rechnet, ob dies Lösung stimmen kann? Falls ja, behält er das Paar, falls nicht, deckt er zu?

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

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SimoneChristian
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Beitragvon SimoneChristian » 24.03.2018, 11:51

@Ursula
Wenn ich die Tage mal dran denke, gehe ich noch mal das Logopädie Fachheft suchen, was irgendwo bei mir rum liegt.
Thema: Autismus und Sprachtherapie.
Da war auch was zu Grammatik drin. Mit der bewährten Klett-Karten Methode. :lol:

Ist die gesprochene Grammatik denn eher besser oder schlechter als die geschriebene?

@Angie
Danke, für deinen Einwand.
Das versuche ich tatsächlich eher unterbewusst zu vermeiden, dieses falsch speichern.
Aber das Kind lernt ja lesen durch schreiben. :roll:

LG
Simone
C. (*9/11) Sprachentwicklungsverzögerung, Regulationsstörungen des Kindesalters
atypischer Autismus (Diagnose 07/15)

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 24.03.2018, 14:07

Hallo Simone,

ich finde diesen Ansatz Lesen durch Schreiben, zumindest wenn er lange isoliert angewandt, gar nicht gut.
Und schon gar nicht bei Kindern mit Wahrnehmungsstörungen oder Deutsch als Zweitsprache ... Die können mitunter selbst mit einer deutschen Lauttabelle kaum was anfangen, einfach weil z.B. das Wort "Affe" im Türkischen oder Arabischen wahrscheinlich nicht mit A beginnt und Kinder sogar noch einen zusätzlichen Übersetzungsschritt leisten müssen. Aber auch bei ausgeprägten auditiven Schwächen und/oder bei großen visuellen Stärken macht das m.E. keinen Sinn :idea: Daher haben meine Kinder es ganz traditionell gelernt - und vor (bzw.) außerhalb der Schule :)

LG+Angue
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

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UrsulaK
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Beitragvon UrsulaK » 24.03.2018, 19:57

Hallo,
@Angela: Ja das meine ich so, also z.B. Sohn deckt zwei Memorykarten auf (82-7 und 45). Sohn rechnet 82-7 ist 75, paßt also nicht und die Karten werden wieder umgedreht usw..
Das setzt also vorraus, das das Kind grundsätzlich die Dinge schon verstanden hat, um überhaupt rechnen zu können. Also das Stellenwertsystem, das Zerlegen der Zahlen in kleinere Zahlen usw.. Um diese Dinge verständlich zu machen, würde ich Memory nicht als geeignet ansehen.


@Simone: Meinst du die Zeitschrift "Sprachförderung und Sprachtherapie" vom Verlag Modernes Leben, Ausgabe 2/17? Diese habe ich schon, wenn du aber noch eine andere Ausgabe im Sinn hast, bin ich für den Tip wirklich dankbar.

Irgendwelche Dinge mit Klett haben bei uns leider noch nie funktioniert, weil mein Sohn das ritsch, ratsch von Klett sehr liebt und grundsätzlich alles Klett abreißt und zum eigenen Spielen verwendet.

Die geschriebene Grammatik ist nicht grundsätzlich besser, als die gesprochene. Besser ist jedoch die Rechtschreibung, als man vermutlich bei seiner undeutlichen Aussprache vermuten würde.

VG, Ursula
Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus

SimoneChristian
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Beitragvon SimoneChristian » 25.03.2018, 14:57

Hallo UrsulaK,

bei uns gibt es auch nur wenig Klett. :D
Ich helfe mir mit Magneten (gibt es als bedruckbare Folie) und für "wird eh nur 3 mal benutzt" entweder mit Tesafilm-Röllchen auf Laminierfolie oder mit non-permanent Kleberoller.

Ja, die Zeitschrift meinte ich.
Ansonsten müsste im Bezug auf Grammatik auch ein/e fitte/r Sprachheiltherapeut/in weiter wissen.
Muss ja nicht immer gleich Therapie sein. Oft wirkt ja auch Elternberatung Wunder. :wink:

Ganz blöde Idee:
Hast du dir schon mal ein Deutschbuch explizit für Grammatik besorgt und selber noch mal auf völlig theoretischer Ebene die Regeln nach vollzogen?
Ich erinnere mich an gezeichnete Symbole mit Bezugs-Pfeilen aus dem Grammatik-Unterricht 6. Klasse.

Bei Gelegenheit muss ich mich da auch wieder einarbeiten, aber im Moment ist das nicht die vorrangige Baustelle.  8)

Rechtschreibung:
Bei unseren Kindern dürfte das Visuelle vorgehen. Da ist dann eine einigermaßen vernünftige Rechtschreibung bei häufiger Wiederholung auch kein Hexenwerk.

LG
Simone
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UrsulaK
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Beitragvon UrsulaK » 26.03.2018, 12:59

Hallo Simone,

mit einem Deutsch Grammatik Buch, habe ich mich bisher noch nicht befaßt, weil ich denke, das es hierbei hauptsächlich um die Rechtschreibung geht. Die deutsche Grammatik in dem Sinn korrekt zu sprechen, haben deutsche Kinder ja schon sozusagen "mit der Muttermilch" gelernt.

Ich habe vor, im Sommer wieder mal, nach ein Paar Jahren, nach Baiersbronn für eine Woche zu fahren. Mit örtlichen Logos habe ich die Erfahrung gemacht, das sie nicht so hilfreich sind.

Schön, das wir nicht die einzigsten sind, die ein "Klettproblem" haben. Es gibt ja soooo viele schöne Materialien mit Klett, das ich hier nicht benutzen kann.

Woran arbeitet Ihr gerade im Moment?
Auch bei uns gibt es Sachen, die sind einmal oder zweimal möglich und danach wird es wieder schwierig mit dem mitmachen.

VG, Ursula
Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus

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Beitragvon Angela77 » 26.03.2018, 14:22

Hallo Ursula,
sind bei Eric auditive Wahrnehmungsstörungen ausgeschlossen?
Bene hat - rein klinische Beobachtung - mindestens mittelgradige auditive Wahrnehmungsstörungen im Gepäck. So ist zu vermuten, dass er über viele Jahre nicht nur Worte ungenau gehört und damit Schwierigkeiten der Speicherung hatte, sondern auch Grammatikstrukturen.
Ich verfahre aktuell doppelt, was die Grammatik betrifft: mit DAZ/Material , LogoMaterial zu Thema Grammatik UND durch sehr viel gemeinsames Lesen. Durch letzteres kriegt er praktisch Grammatik im natürlichen Kontext seiner Muttersprache ... Die Grammatikübungen helfen ihm generell Aufmerksamkeit auf Grammatikstrukturen zu legen... Ich vermute, dass wird unser Köngisweg ...
Wenn Eric Höreindrücke nicht richtig verarbeiten kann, kann er eben auch nicht wie andere Kinder, die Grammatik "mit der Muttermilch aufnehmen".
Bei Bene kommt bei der Beurteilung erschwerden hinzu, dass man nicht weiß, ob es manchmal so dygrammtatisch tippt, weil die korrekte Äußerung viel umständlicher wäre. Immerhin hat er , als es ihm wichtig war, auch schon sehr komplexe Satzkonstruktionen wie "Wenn ich ruhig bin helfen kann." getippt ...

LG
Angie
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Beitragvon SimoneChristian » 28.03.2018, 16:23

Hallo UrsulaK,

wir arbeiten an nichts und allem. :lol: :wink:

Heißt, ich versuche mich gerade mal etwas zu entspannen. :?
Strukturiert an etwas arbeiten funktioniert mit meinem Sohn so überhaupt nicht. Der hat seinen eigenen Entwicklungsplan und lässt sich da auch nicht von abbringen. :lol:

Abgesehen davon ist er, was die Kulturtechniken und reines Sachwissen betrifft, eher im oberen Altersdurchschnitt unterwegs.
Unsere Baustelle sind Motorik, Ordnung und Durchhaltevermögen.
Und gerade an den letzten beiden werden wir wohl noch einige Jahre arbeiten, wenn ich mir meine eigene Biographie so ansehe. :roll:

LG
Simone
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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 28.03.2018, 21:20

Hallo Engrid,

habe heute in der Bücherei das gesehen und sofort an deinen Junior gedacht:

https://www.moritzverlag.de/Fuer-Paedag ... statt.html

Falls es ihm gefällt, hätte er auch gleich über verschiedene 190.000 Möglichkeiten Sätze zu bilden :lol: :lol: :lol:

Von Rolf Zuckowski würde ich als DVD meiner ersten Wahl den "Liederkalender" empfehlen. Erstens kann man da gleich am Anfang für alle Lieder auf einmal die Playback/Mitlesefunktion einschalten (und muss es nicht für jedes Lied einzeln tun) und außerdem kreiselt die Jahresuhr vor jedem neuen Lied immer so schön :lol:

LG
Angie

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