AVWS - Deutliche Aussprache noch erlernbar

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Elke35
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AVWS - Deutliche Aussprache noch erlernbar

Beitragvon Elke35 » 16.03.2018, 21:55

Hallo!

Meint ihr, dass bei einem Kind mit 12 Jahren, das eine starke AVWS hat, noch die Möglichkeit besteht, dass es doch noch eine deutlichere Aussprache erlernt?

Logopädie greift da noch?

Er hat durch die AVWS nie wirklich sich selber gehört, ob es nun falsch oder richtig ist - also sein Satzbau und Aussprache.

Logopädie hatte er seit er 2 war immer wieder - nie durchgehend (wg. div. Wechsel der Therapeuten), aber ständig....genauso wie Ergo usw....


Was meint ihr?

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Chrissi 68
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Beitragvon Chrissi 68 » 16.03.2018, 22:22

Hallo Elke,
schwierig zu sagen. ist es nur die Artikulation? Irgendwann ist es auch sinnvoll zu warten, dass das Kind älter wird,das Eigenwahrmehmung, Eigenmotivation dazu kommt. Die Therapie in Intervallen zu gestalten ist bestimmt keine schlechte Idee.
LG
Chrissie

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Beitragvon Petra*3 » 17.03.2018, 08:36

Also meiner ist 11 und hier wird jedes Auswendiglern je besser gekonnt immer verwaschener in der Aussprache....generell tut sich nicht viel, besonders viel Therapie hat der nie bekommen, da stets sonderbeschult (also bin ich nicht seperat zusätzlich noch gefahren).

Was hier wirklich viel bringt ist jetzt ab der 5. Klasse Internatsbeschulung!!! Diese ganzen Kinder mit dem gleichen "Defekt" sind so ein netter untereinander sehr hilfbereiter Haufen, das da bei sozusagen 24h-Gruppentherappie sich wirklich deutlich was tut. mfg Petra

Elke35
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Beitragvon Elke35 » 17.03.2018, 10:18

Es ist eigentlich nicht die Artikulation, eher der Dysgrammatismus.....verschluckte Endungen usw.

Lg

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 17.03.2018, 10:34

Hallo Elke,

das mit den verschluckten Endungen kennen wir auch, besonders bei Doppelkonsonanten am Ende.
Kind sagt z.B. „verrück“, statt „verrückt“ oder „geschaff“, statt „geschafft“.

Wir üben das im Moment Zuhause gezielt mit der FM Anlage und ich betone die Endungen dann ganz besonders. Ob es hilft, wird sich noch zeigen müssen. Ich denke, wenn man es jahrelang „falsch“ gehört hat, muss eine Änderung auch erstmal verinnerlicht werden.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Elke35
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Beitragvon Elke35 » 17.03.2018, 10:42

Alexandra, danke.

Ja genau. Ich denke nämlich er hat das Potential und die Möglichkeiten jetzt, es schon richtig zu erlernen (ist halt wie eine Fremdsprache für ihn).....nur eben wie? 1x/Woche Logopädie (die wir im Moment auch nicht haben) wird da nicht ausreichen.

Das mit der FM Anlage ist eine gute Idee (haben wir leider aber auch nicht....wäre aber eine Überlegung wert).

lg

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 17.03.2018, 11:26

Hi Elke,
es gibt auch eine Logopädie-App namens Lexico Artikulation. Ich glaube, ein Laut ist frei ... Weiß aber nicht, ob das eine zusätzliche Hilfe wäre ...
LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 17.03.2018, 14:25

Alexandra, danke.

Ja genau. Ich denke nämlich er hat das Potential und die Möglichkeiten jetzt, es schon richtig zu erlernen (ist halt wie eine Fremdsprache für ihn).....nur eben wie? 1x/Woche Logopädie (die wir im Moment auch nicht haben) wird da nicht ausreichen.

Das mit der FM Anlage ist eine gute Idee (haben wir leider aber auch nicht....wäre aber eine Überlegung wert).

lg
Die FM Anlage könnte der Pädaudiologe verschreiben, auch erstmal auf Probe.
Der Pädakustiker weiß dann meist schon, wie er das bei der KK durchbekommt.
Unserer sagte, dass sie es noch nie erlebt hätten, dass die Anlage für ein Kind abgelehnt worden wäre.

Gruß
Alex

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Beitragvon Silvia & Iris » 29.07.2018, 16:39

Liebe Alex,

ihr habt eine FM-Anlage zu Hause :shock:

wie geht das denn?
Wir haben ausschließlich in der Schule eine... (über den Hilfsmittel-Pool).

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Katja_S
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Beitragvon Katja_S » 29.07.2018, 17:20

Hallo Silvia,
ihr habt eine FM-Anlage zu Hause Shocked

wie geht das denn?
Na ja, in dem das Kind die FM Anlage immer von der Schule mit nach Hause bringt :D . Bei uns besteht die FM Anlage nur aus 2 kleinen Empfängern, die ans CI gesteckt werden (ginge analog auch an ein HG) und einem Sender mit Mikrofon. Den steckt sich der Lehrer an die Kleidung/hängt ihn um den Hals und wird ansonsten einfach einer kleinen Tasche aufbewahrt. Bei und wollte es die letzte Schule gar nicht, dass die FM Anlage dort verbleibt wegen der Diebstahlgefahr.
So wurde/wird sie immer im Ranzen mit geschickt und ist in den Ferien natürlich bei uns zu Hause.

Wir nutzen die FM Anlage allerdings daheim nicht, aber eine FM Anlage zu Hause zu haben muss kein Problem sein :D . Kommt sicher auf die Einzelsituation an. E. war das einzige hörgeschädigte Kind in seiner Klasse und ich kenne kein einziges anderes Kind dort, wo eine FM Anlage hat (was nicht heißen muss, dass es das nicht vereinzelt doch mal gibt). Einen Pool an FM Anlagen an der Schule gibt es nicht, so dass es für hörgeschädigte Kinder einzeln beantragt werden muss.
Da ist die Situation sicher überall anders :D .

Die Genehmigung war bei uns damals auch kein Problem.

Viele Grüße
Katja

Viele Grüße
Katja
Katja mit E. (geb. April'08), Frühchen 26. SSW, Hirnblutungen, Hydrocephalus (Shunt-versorgt), gehörlos (2 CIs), Epilepsie, geistige und körperliche Behinderung


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