WfbM: Fragen zum Antrags- u. Aufnahmeverfahren

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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KatjaMausB
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Beitragvon KatjaMausB » 29.03.2018, 11:12

Hallo Mellie,

hast du keine Steuer-Ident-Nr. für deinen Sohn? Du kannst diese einfach beim Finanzamt für ihn anfordern, wenn er noch keine hat.

Den Steuerbescheid würde ich niemals der WfbM aushändigen - das geht sie überhaupt nichts an. Es kann nur die Steuer ID gemeint sein, die man immer angeben muss, wenn man irgendwo ein Entgelt erhalten soll.

Auch den Grundsicherungsbescheid würde ich nicht beifügen - alle finanziellen Sachen gehen über das Sozialamt oder über den zuständigen Rehabilitationsträger. Die WfbM benötigt nur einen Rentenbescheid, wenn es da schon etwas zu gibt - das ist ja vermutlich erst der Fall, wenn dein Sohn 20 Jahre in der WfbM ist. Aber vermutlich ist der Aufnahmeantrag für alle Altersstufen gedacht.

Herzliche Grüße
und viel Erfolg

Katja

Mellie
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Beitragvon Mellie » 29.03.2018, 11:19

Hallo Katja,

eine Steuernummer hat mein Sohn schon. Die WfbM benötigt eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug.
Jetzt habe ich das Formular gefunden:
https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form ... 8C711752A6 Was gebe ich als Grund an?

Den Steuerbescheid hätte ich dort auch nicht hingeschickt und wegen dem Grundsicherungsbescheid war ich mir unsicher, deswegen habe ich vorsichtshalber hier noch einmal nachgefragt. Das läuft ja dann über die Arbeitsagentur für Arbeit, wenn ich den Bogen für das Ausbildungsgeld ausfüllen muss. Oder gibt es das Geld nicht im Eingangsverfahren?
Viele Grüße,
Mellie

KatjaMausB
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Beitragvon KatjaMausB » 29.03.2018, 16:03

Hallo Melli,

meines Wissens reicht die ID - wenn du sie hast. Was anderes bekommst zu eh nicht mehr, die gute alte Lohnsteuerkarte ist ja abgeschafft. Halte lieber nochmal Rücksprache mit der WfbM bevor du das Finanzamt anschreibst.

Doch, das Ausbildungsgeld gibt es auch im Eingangsverfahren. Das müsstest du über die Arbeitsagentur beantragen, wie du schon geschrieben hast.

Herzliche Grüße
Katja

Mellie
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Beitragvon Mellie » 29.03.2018, 17:13

Hallo Katja,

vielen Dank für Deine Antwort.

Das mit den Leistungen habe ich jetzt auch in den Unterlagen gelesen. Das sind ja ganz schön viele Blätter, die man ausfüllen muss. Und dann sind die Fragen teilweise auch doppelt, aber jedes Blatt möchte es eben noch einmal ganz genau wissen. Soweit habe ich jetzt alles postfertig. Spätestens Mittwoch wollen sie die Unterlagen haben - wie kurzfristig. Sozialversicherungsausweis und Bescheinigung der Krankenkasse werde ich nachreichen. Hauptsache der Vorgang wird jetzt erst einmal weiter bearbeitet. :D
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Mellie » 10.04.2018, 16:38

Heute erhielt ich von der Wunsch-Werkstatt meines Sohnes Unterlagen zur Aufnahme. Wir müssen jede Menge Fragen beantworten u. a. Personalfragebogen, Impfbuch, Bescheinigung der Krankenkasse, Passbild, etc. wird benötigt. Das fordert man ja wohl hoffentlich nicht an, wenn es keine Aufnahme geben würde.
Hallo,

wir haben uns zu früh gefreut. :roll: Ich dachte, dass alles in trockenen Tüchern ist, aber heute bekamen wir ein Schreiben der WfbM. Da die sozialmedizinische gutachterliche Stellungnahme bezüglich meines Sohnes derzeit noch nicht vorliegt, ist laut einem Herrn der Arbeitsagentur die Aufnahme in die WfbM vorerst nicht möglich. Wir bedanken uns für die Zusendung der Unterlagen und melden uns, sobald uns die Anmeldung zur Aufnahme in die Werkstatt der Agentur für Arbeit zur Verfügung steht. :roll:

Am Donnerstag ist es 7 Wochen her, wo wir den Antrag gestellt haben. Ich habe im Internet gelesen, dass innerhalb von 7 Wochen entschieden werden muss. https://www.lebenshilfe.de/de/themen-re ... fnahme.php
Die medizinischen Unterlagen hatte ich bereits Anfang März 2018 an den Ärztlichen Dienst hingeschickt. Nach Rücksprache mit dem Kinderarzt habe ich herausbekommen, dass die Agentur dort Berichte von den letzten zwei Jahren angefordert hatte. Beim Hausarzt alle Berichte. Es hat sich auch keiner bei uns gemeldet, dass es länger mit der Bearbeitung des Antrages dauern wird.

Wie gehe ich jetzt weiter vor? Kann ich eine Frist setzen?
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Mellie » 12.04.2018, 15:58

Hallo,

da mich diese "lange" Wartezeit schon ein wenig geärgert hatte, habe ich gestern der Arbeitsagentur für Arbeit eine Frist gesetzt und auf die mögliche Hinzuziehung eines Anwaltes aufmerksam gemacht. Völlig überraschend kam heute auch gleich die Retourkutsche ähm Antwort. :roll:

Der Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurde bereits am ...2016 positiv beschieden.

Aber selbstverständlich sind auch bei Änderungen des Gesamtplans und Anpassungen von Reha- Zielen (z.B. wie bei Ihrem Sohn nicht mehr das Ziel Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt/ Ausbildung sondern Arbeit in der WfbM) eine zügige Bearbeitung wichtig.

Der Gesundheitsfragebogen für die Begutachtung beim Ärztlichen Dienst ging am 06.03.2018 ein. Nach Eingang hat der Arzt 6 Wochen Zeit, in denen er auch noch ergänzende Befunde usw. einholen kann, um das Gutachten zu schreiben. Für die Begutachtung des Ärztlichen Dienstes ist häufig (wie bei Ihrem Sohn) das persönliche Erscheinen des Kunden nicht erforderlich. Der Ärztliche Dienst hat mir mitgeteilt, dass er die 6 Wochen Frist halten kann.

Danach ist -bei entsprechendem Ergebnis- die Kostenzusage an die Werkstatt für behinderte Menschen möglich. Sie erhalten von uns die Antragsunterlagen für das Ausbildungsgeld und nach Rückgabe des Antrags den Bewilligungsbescheid für die Kosten der Maßnahme in der WFBM.

Den konkreten Aufnahmetermin können Sie mit der WFBM abstimmen.


Jetzt weiß ich aber sowas von Bescheid. :)
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Mellie » 18.04.2018, 14:44

Hallo,

heute kam von der Arbeitsagentur für Arbeit die Zusage.
Wir haben den Teil B der gutachterlichen Stellungnahme vorliegen.

Hat sich mal jemand den Teil A angefordert? Mich würde schon interessieren, wie das Gutachten aussieht. Könnte ich das Gutachten zu dem Hausarzt schicken lassen oder müsste ich es direkt abholen?

So, jetzt bin ich gespannt, wann es für meinen Sohn losgehen wird. Denke, dass sich nächste Woche jemand melden wird. :D
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Mellie » 19.04.2018, 14:11

Hallo,

es geht weiter voran. :wink:

Heute erhielten wir von der Arbeitsagentur für Arbeit den Antrag auf Ausbildungsgeld. "Fragebogen zur Berechnung des Ausbildungsgeldes für WfbM" :icon_thumright:

Ups, da liegt noch eine Erklärung über Fahrkosten (Pendelfahrten) bei. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass mein Sohn mit dem Fahrdienst von der WfbM abgeholt und wiedergebracht wird. Was mache ich nun? :?
Viele Grüße,
Mellie

Kaja
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Beitragvon Kaja » 21.04.2018, 23:17

Hallo Mellie,

es gibt auch Ausbildungsgeldempfänger, die allein zur Ausbildungsstelle fahren können. Diese erhalten dann einen Fahrtkostenersatz. Wenn du eine Beförderung zur Werkstatt für deinen Sohn möchtest, musst du das beim Sozialamt explizit beantragen.

Viele Grüße Kaja

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Beitragvon Mellie » 22.04.2018, 16:12

Wenn du eine Beförderung zur Werkstatt für deinen Sohn möchtest, musst du das beim Sozialamt explizit beantragen.
Hallo Kaja,

wieso muss ich es über das Sozialamt beantragen? Von dort, wo mein Sohn auch Grundsicherung bezieht? Ist für den Fahrdienst nicht die Arbeitsagentur für Arbeit zuständig? :)
Viele Grüße,
Mellie


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