Beihilfe / PKV / Grundsicherung

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

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Beitragvon EmanuelsMama » 27.02.2018, 10:41

Hallo Dagmar,
wir werden eines Tages auch in eurer Sitaution sein: Vater Beamter und Knd mit Beihilfe und PKV (ich bin nicht berufstätig).

Da es noch einige Jhare hinist, bin ich noch nicht so im Thema drin. Aber irgendwie verstehe ich das nicht: ICh dachte immer, wenn die KInder 18 Jahre sind und Grundsicherung beantragen, werden sie unabhängig von den Eltern "gehandelt". D.h. sind auch selbst krankenversichert, dann in der GKV, weil ja Bezieher von Grundsicherung.

Was du jetzt beschreibst, bedeutet ja, dass die Eltern ihr Leben lang finanziell (zumindest in der KK) für ihr Kind zahlen müssen? Und was ist, wenn die Eltern versterben?

Gruß

INgrid

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else
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Beitragvon else » 27.02.2018, 11:17

Hallo,
wenn ein junger Erwachsener Behinderter in einer Werkstatt arbeiten kann und dort Taschengeld erhält, wird er automatisch in der GKV pflichtversichert.
Wenn er aufgrund der schwere der Behinderung nur eine Förderstätte besuchen kann bleibt er bei den Eltern Familienversichert und bei PKV eben dort.
Die Beiträge der PKV können über die Grundsicherung mit beantragt werden, zumindest bis zur Höhe vom Basistarif. Auch alle notwendigen Hilfsmittel (z.b. Stabilschuhe) die nicht im PKV Tarif stehen, können dann ab 18 über die Grundsicherung beantragt werden.
Ob das in ein paar Jahren noch so ist - wer weiß?
LG
Else

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Beitragvon Susanne Th. » 27.02.2018, 18:27

Hallo Else,

meines Wissens ist es immer noch so, dass ein Behinderter in der WfbM einerseits zwar versicherungpflichtig wird, andererseits sich jedoch nach § 8 Abs. 1 SGB V davon befreien lassen und in der PKV/Beihilfe verbleiben kann.

LG
Susanne

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Beitragvon Ellert » 27.02.2018, 19:34

huhu

meiner kommt nicht in die gesetzliche rein, das haben wir schon prüfen lassen.
(Er verdient keinen Cent, arbeitet ja nicht)
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Beitragvon Jen2011 » 28.02.2018, 14:07

Hallo Dagmar,
Könnte die Lösung vielleicht sein, dass Ellert in den Basisstarif wechselt? Der wird mE bei Hilfebdürftigkeit reduziert bzw. dürfte der Rest vom dann zuständigen öffentlichen Träger übernommen werden? Dass die abgespeckten Leistungen des Basistarifs dann nicht der Knaller sein werden, ist mir klar- aber vielleicht wird es auch wieder einfacher, weil man argumentieren kann, dass die gesetzliche KV das Hilfsmittel xy ja auch finanziert.
Viele Grüße, Jen
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Beitragvon Jörg75 » 28.02.2018, 15:11

Hallo Jen,

solange die Beihilfefähigkeit besteht, ist Beihilfe plus PKV sicherlich die günstigere Lösung, alleine schon, weil die Beihilfe 80% der Krankenkosten zahlt und die PKV nur die restlichen 20%.

Gruß
Jörg
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Beitragvon Jen2011 » 28.02.2018, 20:29

Hallo Jörg,
Ja, schon- nur hatte ich Dagmar so verstanden, dass der Ausgangspunkt die Frage des etwaigen Wegfalls der Beihilfeberechtigung war. Und damit verbunden die berechtigte Frage, wie man 100% „normale“ PKV dann kostenseitig stemmen soll.

Viele Grüße Jen
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Beitragvon Jörg75 » 28.02.2018, 20:37

Hallo Jen,

ich hatte Dagmar vor allem dahingehend verstanden, dass sie den Wegfall der Beihilfeberechtigung auf jeden Fall vermeiden will und lieber auf Grundsicherung verzichtet, wenn das Geltendmachen von GruSi zu einem Wegfall des Beihilfeanspruchs führen würde.

Gruß
Jörg
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Beitragvon Ellert » 28.02.2018, 20:42

Ja, die Beihilfe Kindergeld und Familienzuschlag sollte zwingend erhalten bleiben
da alles andere viel teurer wäre in der Summe verglichen
DAGMAR mit

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Beitragvon Jen2011 » 01.03.2018, 10:19

Hallo Dagmar, hallo Jörg,
Nach meiner Vermutung hat Ellert auch bei Inanspruchnahme von Grundsicherung Anspruch auf Übernahme der anteiligen PKV- Beiträge. Wenn man bei Google als Stichwort Grundsicherung und PKV eingibt, stößt man auf 2 Entscheidungen des LSG BaWü, in denen das für Grundsicherung im Alter jedenfalls im Eilverfahren wohl positiv entschieden sein soll. Ist aber erst mal nur eine Vermutung, bin im Sozialrecht nicht bewandert...@Jörg: vielleicht hast Du Zugang über Juris- ich hab derzeit leider keinen).
Wenn also Beihilfe- und Kindergeldanspruch bleiben (und auch sollen), macht es vielleicht Sinn, sich von der DeBeka schriftlich geben zu lassen, wie hoch der Erwachsenenbeitrag ab ....(Datum) für die Abdeckung der 20 % ausfällt und dann - ebenfalls schriftlich- dem Träger der Grundsicherung die Bestätigung im Vorfeld (!) abzufordern, dass diese Kosten übernommen werden. Da ist es wahrscheinlich sinnvoll, bei der PKV erst mal nichts von Standard- oder Basistarif zu schreiben, sondern erstmal davon auszugehen, dass der bisherige Tarif beibehalten werden kann.

Viele Grüße, Jen
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