Beihilfe / PKV / Grundsicherung

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

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Beitragvon Ellert » 26.02.2018, 07:09

Tja, dann vermute ich muss das Sozialamt sich was überlegen.
Im Zweifel neben den gesamten Kostena uchd ie Krankenkasse zu 100% bezahlen oder dann gibt es ein Schlupfloch ?
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monika61
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Beitragvon monika61 » 26.02.2018, 07:57

Inge hat geschrieben:Hallo zusammen,

zur Kindergeldabzweigung gibt es ein Grundsatzurteil des BFH:

http://www.intakt.info/forum/forum/them ... #post60466


Hallo Dagmar,

zum Kindergeld hat Inge ja schon ein Urteil verlinkt. :wink:

Zu den Krankenversicherungsbeiträgen steht hier:
--------------------------------------------------------------

3. Umfang und Höhe

Die Grundsicherung umfasst folgende Leistungen:

....•Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge (§ 32 SGB XII)....

http://www.betanet.de/betanet/soziales_ ... 5.html#ue3

§ 32 SGB XII Bedarfe für eine Kranken- und Pflegeversicherung

..."(4) Bei Personen, die gegen das Risiko Krankheit bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert sind, sind angemessene Beiträge nach den Sätzen 2 und 3 anzuerkennen. Angemessen sind Beiträge"....
http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxii/32.html

-----------------------------------------------------------------------------------

LG
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Beitragvon Ellert » 26.02.2018, 09:29

Ich habe gerade mit der zuständigen Bearbeiterin telefoniert, was die alles an Unterlagen wollen, da sammel ich nun erstmal und schreibe gefühlt tausend Leute an...
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Beitragvon *Martina* » 26.02.2018, 10:04

Ich zitiere Michi:


"(6) Bei Personen, die gegen das Risiko Pflegebedürftigkeit bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen in Erfüllung ihrer Versicherungspflicht nach § 23 des Elften Buches versichert sind oder nach § 26a des Elften Buches der privaten Pflegeversicherung beigetreten sind, gilt bei Versicherung im brancheneinheitlichen Standardtarif nach § 257 Absatz 2a des Fünften Buches in der bis zum 31. Dezember 2008 geltenden Fassung der geschuldete Beitrag als angemessen, im Übrigen höchstens jedoch bis zu einer Höhe des nach § 110 Absatz 2 Satz 3 des Elften Buches halbierten Höchstbeitrags in der sozialen Pflegeversicherung. Für die Höhe des im Einzelfall angemessenen monatlichen Beitrags gilt Absatz 4 Satz 3 und 4 entsprechend."

Das beinhaltet, dass ich ein neu zuversicherndes Familienmitglied als Neugeborenes mit dem Risiko Pflegebedüftigkeit (!) sehe. Das war bei Jakob weder in der Schwangerschaft ersichtlich. Nicht bei der Geburt. Und nicht seit seiner 8. Lebenswoche. Nicht in der elterlichen noch in der Vorgeschichte der Großeltern im Ansatz denkbar.

@Ursula - ich habe deine Tel.Nr nicht mehr, magst du mich anrufen?
@Dagmar - dir viel Glück!

LG Martina
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Beitragvon *Martina* » 26.02.2018, 10:06

Hab ich vergessen. Mein Ex war Hauptverdiener. Wir und die Kids mussten in die Private.
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Beitragvon Susanne Th. » 26.02.2018, 15:07

Hallo Dagmar,

unser Sohn bezieht seit vielen Jahren Grundsicherung nach dem 4. Kapitel des SGB Xll.
Mein Mann ist Bundesbeamter, der Sohn weiterhin im Kindergeldbezug und in der Beihillfe.

Besteht denn die Gefahr, dass die Grundsicherungsleistung plus behinderungsbedingtem Mehrbedarf (ggf. Behindertenpauschbetrag) die Einkommensgrenzen für den Kindergeldbezug sprengen?
Habt Ihr die vereinfachte Rechnung schon einmal aufgestellt? Wenn Ihr damit schon unter der Einkommensgrenze liegt, ist doch alles in Ordnung...

Ansonsten jede Körperschaft des öffentl. Rechts ist doch auskunfts- und beratungspflichtig, müssen richtig und umfassend informieren- lass es Dir doch einmal vorrechnen...

Was unseren Sohn betrifft, haben wir solange er in unserem Haushalt lebte keine Unterkunftskosten beantragt- muss man nicht- da blieben wir immer fein unter der Einkommensgrenze.

Jetzt wohnt er in unserer unmittelbaren Nähe in einer eigenen Wohnung. Durch die niedrige Miete und unsere Betreuungsleistungen bleiben wir auch so unter der Einkommensgrenze...


LG
Susanne

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Beitragvon lisa schrenk » 26.02.2018, 15:45

Hallo ihr Lieben,

soweit ich weiß, können Geschiedene ihre Kinder mit in ihre GKV als Familienversicherte nehmen. Vielleicht muss der Kindsvater noch zustimmen. Lass dich mal von der TK beraten. Wir haben das gemacht, als es darum ging, dass mein Mann in die GKV gehen wollte. Sehr kompetent.

LG Lisa
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Sie ist stark entwicklungsverzögert und hat Pseudo Lennox. Sonst ist sie ein liebes, fröhliches Kind, das uns viel Freude macht.

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Beitragvon *Martina* » 26.02.2018, 16:41

Hallo Lisa,

ich rufe dort morgen an, vielen Dank!

Dagmar, bestünde für dich die Möglichkeit vom Beamtenstatus in den Angestelltenmodus zu wechseln? Sprich Vertragsänderung? Zumindest zeitweise?
Wäre das eine finanzielle Verbesserung für Ellert und euch?

Liebe Grüße
Martina
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Beitragvon jenny mit j+m » 26.02.2018, 17:53

Hallo Martina,

ich bin nicht Dagmar, aber ihre Antwort wird nicht anders sein. Das ist (selbst wenn es technisch möglich wäre, in meinem Beruf ist es das nicht), eine sehr schlechte Lösung, denn die Pensionsansprüche entfallen und es erfolgt eine nachträgliche Zahlung von Rentenbeiträgen, bemessen am Bruttoeinkommen.
Das Bruttoeinkommen der Beamten ist aber viel niedriger als das von Angestellten mit vergleichbarem Nettoeinkommen, weil ja bei den Beamten die ganzen Sozialversicherungbeiträge entfallen und nur die Steuern noch vom Brutto weggehen. Diese Nachversicherung führt dann dazu, dass die spätere Rente deutlich niedriger ausfällt als die Pension oder auch die Rente, die man bekommen hätte, wenn man von Anfang an nicht verbeamtet gewesen wäre.
Auch bei einer manchmal möglichen späteren Wiederverbeamtung erwirbt man nur neue Pensionsansprüche für den Teil der Zeit, die man danach noch arbeitet (so ging es Kolleginnen, die wegen der Familie mal aus dem Beamtenverhältnis aussteigen mussten).

Nicht empfehlenswert also!

Gruß, Jenny
Jenny mit J. und Marte, gestorben 11/07 im Alter von 1 1/2 Jahren, schwere körperliche und geistige Behinderung durch Hirntumor

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Beitragvon Ellert » 26.02.2018, 20:58

Hallo Martina

sowas würde keiner mit Verstand machen, dann lieber teure Versicherung zahlen - ich bin schon alt und hoffe in 17 Jahren auf meien Mindestpension
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