Welches erwachsene GB-Kind lebt "alleine"?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Inga
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Welches erwachsene GB-Kind lebt "alleine"?

Beitragvon Inga » 22.02.2018, 18:24

Hallo!

Blöde Überschrift, aber mir fällt nix besseres ein, was in die Zeile passt. :oops:
Hat jemand von euch ein geistig behindertes Kind welches mit persönlicher Assistenz alleine lebt? Die typischen Beispiele die man so findet sind entweder Körperbehinderte oder Menschen mit leichten kognitiven Einschränkungen, die gut auch mal eine Zeit lang alleine sein können.

Ich suche Infos zu Personen, wo rund um die Uhr jemand anwesend sein muß, (nachts nur Bereitschaft) und die trotzdem nicht bei den Eltern, in einer WG oder einer Einrichtung leben.
Gibt es hier Infos dazu?
Wie läuft das, wie wurde die Finanzierung auf die Beine gestellt,...

Fragende Grüße
Inga
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Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2393.html
Unsere Galerie: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=1278

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Beitragvon Leela » 22.02.2018, 18:31

Hallo,
hast Du gehört, dass es so etwas gibt, das wären 3 volle Stellen, die bezahlt werden müssten, wer soll das finanzieren?
VG
Sohn geb. Juni 2013 (5 Wochen zu früh, nach vorz. Blasensprung), Hirnblutung.
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Beitragvon Engrid » 22.02.2018, 18:40

Hallo Inga,

kennst du diesen Thread, Barbara hat es geschafft, zumindest großteils https://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopi ... 99#1991899

Viel Erfolg und Glück, und lass dich nicht von den „wer-soll-das-finanzieren“-Unken frusten!

In Augsburg ist eine Wohnanlage im Entstehen, wo Menschen mit und ohne Betreuungsbedarf in jeweils eigenen Wohnungen wohnen: https://www.stadtzeitung.de/augsburg-ci ... 33334.html

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon Leela » 22.02.2018, 19:08

Viel Erfolg und Glück, und lass dich nicht von den „wer-soll-das-finanzieren“-Unken frusten!

..war nicht so gemeint :(
Ich kann mir das nur schwer vorstellen.
Bei alten Leuten, die nicht alleine leben können, gibt es das meines Wissens nicht: entweder Altersheim oder privat finanzierte Person (meistens aus Osteuropa),
diese privaten Betreuer wechseln sich dann ab: alle 6 Wochen.
VG
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Beitragvon Inga » 22.02.2018, 19:18

Hallo Leela!

Ich weiß, dass es sowas gibt, kenne aber nur Beispiele, wo die Person entweder körperlich eingeschränkt ist oder halt so kognitiv so fit, dass sie auch mal ne Zeit alleine bleiben können. Wenn man selbst Vermögen hat, muß man anteilige zahlen, das Meiste zahlt "der Staat" (KK, PK, SozA,...).

Danke Engrid, den Thread kenne ich, aber Barbaras Sohn lebt ja im gleichen Haus (eigene Wohnung) und sie ist somit für den Notfall greifbar. Er hat ja nur stundenweise Assistenz.
Ich suche was komplett "eigenständiges", es sollte (zumindest theoretisch) auch ohne uns funktionieren, irgendwann sind wir ja nicht mehr da...

Gruß, Inga
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Beitragvon Inge » 22.02.2018, 19:33

Hallo Inga,

auf unserer HP habe ich einige Projekte verlinkt: http://ig-inklusives-wohnen.de/?s=projekt (ich hoffe, der Link funktioniert)
Besonders interessant ist dieses hier: http://ig-inklusives-wohnen.de/ambulant ... hinderung/
[center]
Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

'Sommerkind' von Wortfront


Viele Grüße
Inge

[/center]

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Beitragvon Rita2 » 22.02.2018, 22:21

Hallo Inga,

in Heidelberg gibt es so etwas.
Hier ein Link zu einer Presseveröffentlichung.

https://www.heidelberg.de/hd,Lde/HD/ser ... lberg.html

In Ludwigshafen gibt es Iglu. Das sollte auch so was in der Richtung sein.
http://www.iglu.gemeinsamleben-rheinlandpfalz.de/

Viele Grüße
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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Beitragvon Inga » 26.03.2018, 11:49

Hallo!

Bezieht einer die Zeitschrift "teilhabe" von der Lebenshilfe? Da ist im Heft 1/18 ein Artikel zum inklusiven Wohnen drin, die Frage ist, wie informativ dieser ist, ob sich da der Kauf des Heftes lohnt...
https://www.lebenshilfe.de/teilhabe/
https://www.lebenshilfe.de/E-Paper/#doc/31746/5

Gruß, Inga
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Beitragvon Jaqueline » 26.03.2018, 15:12

Hallo Leela,
Leela hat geschrieben:Hallo,
hast Du gehört, dass es so etwas gibt, das wären 3 volle Stellen, die bezahlt werden müssten, wer soll das finanzieren?
VG

wenn das für körperbehinderte Menschen geht, warum soll das für geistigbehinderte nicht auch möglich sein?
Da leben ja auch viele mit 24 Stunden Assistentenz in einer eigenen Wohnung und das kostet auch nicht weniger.
LG Jaqueline
Spastische Tetraparese, Kyphose
Mann: Epilepsie (VNS seit 2008)
Tochter: * 01/2015

Für immer im Herzen.

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Beitragvon Silke H-S » 26.03.2018, 18:29

Hallo,
ich hätte bei dieser Form des Wohnens Angst, das die betroffenen Menschen vereinsamen. Ich arbeite schon lange als HEP und Kommunikation findet fast ausschließlich direkt "von Mensch zu Mensch" statt und die verschiedenen Möglichkeiten der Kommunikation wie sie Menschen mit Körperbehinderung sehr häufig nutzen, von Internet über Handy bis sonstwas, sind viel weniger möglich und gegeben. Mit Kommunikation meine ich in dem Fall v.a. auch die zwischen den einzelnen Menschen mit g. B.
viele Grüße
Silke


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