Tägliche Mobilisation - wie organisiert Ihr das?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Stefan M.
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Tägliche Mobilisation - wie organisiert Ihr das?

Beitragvon Stefan M. » 21.02.2018, 15:21

Hallo,

ich wollte mal fragen, wie die Mobilisation von behinderten Menschen klappt, die in einer Werkstatt oder Förderstätte beschäftigt sind und in einem Wohnheim untergebracht sind und nicht selbständig laufen können.

Unser Sohn kann zwar laufen, aber aufgrund seiner Gangataxie nicht selbständig sondern mit Hilfe eines Gehtrainers.

Wie läuft das in ähnlichen Fällen ab?

Findet Mobilisation statt ?

Wie wird diese organisiert ?

Oder ist das so, dass behinderte Menschen, die nicht selbständig laufen können, doch irgendwann dauerhaft im Rollstuhl landen, weil sich keiner mehr darum kümmert ?

Kann man dem vorbeugen ?

Gibt es Einrichtungen, die besonderen Wert auf die Mobilisation legen ?

Wie sind Eure Erfahrungen ?

Danke im voraus

Stefan M.
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Beitragvon Stefan M. » 05.03.2018, 14:29

Hallo, wollte mal noch mal nachfragen, ob das überhaupt ein Thema für Euch ist.

Mobilisation von behinderten Menschen ist doch wichtig.

VG

SimoneLeMo
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Beitragvon SimoneLeMo » 05.03.2018, 14:45

Ich komme aus einem ganz anderen Bereich, aus der Altenpflege.
Deshalb meine Frage an dich: Was vertstehst du unter Mobilisation?
Bei uns bedeutet das schlicht und einfach: Raus aus dem Bett.
Das funktioniert mit der täglichen Pflege und dem Tagesablauf ganz automatisch.

Lediglich bei ständig oder gelegentlich bettlägrigen Bewohnern wird eine besondere Mobilisation in der Plege dokumentiert ("In den Duschstuhl zum Duschen/Baden", "in den Rollstuhl mobilisiert").

Im seltenen Fall, dass ein Bewohner ein kleines Stück selber laufen kann, tun wir i.d.R. auch was wir können, damit diese Fähigeit erhalten bleibt. Schließlich erleichtert das ja auch die Pflege.

Leider kostet das aber Zeit und wenn dann mal wieder Personalengpaß ist durch Krankheit oder Urlaub, dann kommt es durchaus vor, dass der Bew. halt eben doch "nur" schnell im Rolli landet, weils schneller geht.
Es gibt auch Kollegen, die lieber nur "auf Zeit" arbeiten, als auf den Bewohner und dann das Laufen auch ausfallen lassen, weils bequemer ist.

Generell würde ich als Angehöriger zusätzlich KG und/oder Ergo anleiern.
Liebe Grüße von

Simone *1973, dilatative Kardiomyopathie, linksventrikulär eingeschränkte Pumpfunktion
mit L.*02/2001, gesund und Pubertier *ächz*
und Mo, *07/2004, entwicklungsverzögert in Sprache und Motorik, LRS, AVWS

Elisabeth 512
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Beitragvon Elisabeth 512 » 04.04.2018, 22:11

Bei uns werden die Bewohner schon mobilisiert. Lauftraining, Stehtrainer was hält so ansteht. Oder eben auch mal am Boden wenn sie da beweglicher sind als im Rolli.Wir haben Bewohner die alleine krabbeln können sich im Rollstuhl aber nicht fortbewegen können. Die kommen dann nach der Arbeit auf den Boden so sind sie selbstständiger.


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