Barrierefreies Haus NRW - Förderung oder Zuschüsse möglich?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Ronja-und-Mini
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Barrierefreies Haus NRW - Förderung oder Zuschüsse möglich?

Beitragvon Ronja-und-Mini » 19.02.2018, 06:38

Unsere kleine Familie möchte barrierefrei umziehen. Sohn hat schon SBA, meiner ist gerade in Beantragung.

Wir suchen nun ein kleines Haus, entweder Neubau oder bereits vorhandene Immobilien. Mittlerweile habe ich einige Seiten zum Thema Förderung gelesen, bin aber immer noch nicht schlauer (mir brummt auch gerade der Kopf vor anderen Dingen).

Was gibt es von wem bei barrierefreiem Neubau an Zuschüssen?

Und welche Bezuschussung, wenn man ein altes Haus kauft und barrierefrei renovieren lässt?

Ist auch dafür die KfW zuständig oder gibt es vom Land NRW noch andere Förderprogramme?
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kati543
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Beitragvon kati543 » 19.02.2018, 09:22

Hallo,
geh einfach mal auf die Homepage der KfW. Das ist dort superleicht erklärt und du wirst dort durchnavigiert.
Also Homepage KfW und dann oben auf Privatpersonen. Dann hast du u.a. die Wahl zwischen Neubau oder Umbau/Sanierung. Spiel doch einfach mal beide Beispiele durch.
Die KfW sagt dir auch, welche Förderungen im einzelnen Bundesland noch gehen und natürlich dazu auch immer welche Bedingungen notwendig sind. Selbstredend geht nicht alles zusammen, aber das wird dir auch gesagt.
Ansonsten gibt es ggf. noch Möglichkeiten über eine Bezuschussung bei einzelnen Verbesserungsmaßnahmen über die Pflegekasse/Krankenkasse oder Eingliederungshilfe.
Definitiv gilt überall: Hände weg von der Planung, solange die Bank/Kostenträger nicht ihr ok gegeben haben. Ansonsten gibt es keine zusätzlichen Mittel.
Grundsätzlich solltet ihr euch das Ganze wirklich genau und gut anschauen. Ein neu gebautes, etwas größeres Haus (z.B. mit Einliegerwohnung) kann bei optimaler Ausnutzung aller möglichen Förderungen (u.a. auch der Ausnutzung steuerlicher Möglichkeiten) am Ende preiswerter sein als ein bereits gebautes Haus. Noch dazu erfüllen die neuen Häuser eigentlich alle mindestens den Standard des KfW 55 und sparen damit nach dem Einzug wiederum schlichtweg Nebenkosten (einen anderen Neubau würde die KfW nicht fördern).
Wir sind gerade ebenfalls in der Planungsphase und schwanken zwischen einem älteren Haus und einem neuen Haus. Negativ beim neuen Haus ist eben das Risiko des Bauherren.
LG
Katrin
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Beitragvon Ronja-und-Mini » 19.02.2018, 10:45

Halo Katrin,

ganz vielen lieben Dank für die Infos. Kann ich gut gebrauchen und hast Recht - auf der KfW-Seite wird es ganz einfach erklärt. Allerdings gelten ab dem 17.04.2018 schlechtere Konditionen lese ich gerade. :?

Genau, das Bauherrenrisiko... weswegen wir ungern neu bauen wollen, nur wenn es nicht anders geht. Wir möchten gern einen Bungalow - sehr schwer zu bekommen. Grundstücke in unserer Stadt sowieso kaum. Und viele ältere Bungalows gibt es auch nicht, das war ja anscheinend nur mal in den 70ern/80ern ein kurzer Massentrend.

Im Moment wohnen wir in einem 3-etagigen, schmalen Reihenmittelhaus mit steilen Treppen, das wir dann verkaufen würden. Das barrierefrei umzubauen ergäbe ein halbes Haus im Neukauf (lohnt also kaum für nur geringeren Mehrkomfort), dazu kann man einige Maßnahmen wie Lift zB aufgrund der Enge gar nicht durchführen. Und die Zimmeraufteilung ist nicht gelungen. Jetzt heisst es sich den Stress antun und nochmal neu strukturieren :? :roll: :cry:
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Beitragvon kati543 » 19.02.2018, 11:27

Hallo,
ich habe bemerkt, dass die Informationen über Baugrundstücke oftmals direkt ausschließlich an Fertigbauhäuser gegeben werden. Sonst gibt es fast keine Baugrundstücke mehr, das ist wahr. Schau mal auf den einschlägigen Homepages im Internet nach und sieh dir auch die Fertigbauhäuser an, die bisher in Planung sind. Die Grundstücke musst du vorher von einer anderen Person erwerben. Allerdings müsstest du dich dann mit einem Fertigbauhaus zufriedengeben, aber da gibt es ja auch Bungalows.
LG
Katrin
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Beitragvon Mama Ursula » 19.02.2018, 11:45

Danke Katrin!

Auch mir hat der Tipp mit der KfW-Homepage sehr weitergeholfen.

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.

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Beitragvon Ronja-und-Mini » 19.02.2018, 16:53

kati543 hat geschrieben:Allerdings müsstest du dich dann mit einem Fertigbauhaus zufriedengeben, aber da gibt es ja auch Bungalows.


Für uns kommt aufgrund der Eile sowieso nur ein Fertighaus in Frage, das gibt es ja dann auch in teilmassiv und schlüsselfertig. Eine Frage der Kosten ist es auch.

Danke für den Grundstückstipp.
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Beitragvon Ronja-und-Mini » 18.04.2018, 11:05

Nun ist es soweit - wir ziehen um! Es ist tatsächlich kein Neubau geworden, sondern ein schon bestehender Bungalow. Das erste Haus, was wir besichtigt haben - und wir haben uns direkt verliebt. Es passt alles. Im September geht's los.

Nun habe ich eine Frage. Unser Sohn geht ab August noch 1 Jahr in den Kindergarten. Er soll/muss auch in seinem alten Kindergarten bleiben. Da wir in den Nachbarort ziehen (8 km entfernt), sind wir 3x die Woche - allerdings nur für den Rückweg - auf einen Fahrdienst angewiesen.

Haben wir eine Chance, dass diese Kosten übernommen werden? Mein Sohn hat PG2 sowie GdB 70 mit G, B, H.

Wer führt solche Fahrten durch? Ich weiß, dass wohl caritative Einrichtungen so etwas anbieten. Fällt so etwas wohl darunter?
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