Schichtarbeit? Arbeit mit besonderem Kind

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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JuliaLuca1006
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Schichtarbeit? Arbeit mit besonderem Kind

Beitragvon JuliaLuca1006 » 18.02.2018, 21:28

Hallo Zusammen,

Ich habe ein Anliegen, bzw. Frage.
Im Januar 2017 habe ich auf 50 % bzw. 20 Std die Woche angefangen wieder zu atbeiten. Leider ist Luca jeden Monat krank gewesen und es endete in einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt. Ich bin aufgrund posttraumatisches Belastungssyndrom krankgeschrieben worden.

Jetzt gehe ich wieder arbeiten. Luca fährt um 7.00 Uhr in den Kindergarten und ist um 15.30 Uhr zurück.
Ich gehe als Aushilfe auf 450 Euro....
Kann ich mich von Spätdiensten befreien und iwie feste Arbeitszeiten verlangen, aufgrund eines attest durch lucas Kinderarzt oder meinen Arzt?

Ich wäre so dankbar für antworten.....

Liebe Grüße Julia

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Jen2011
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Beitragvon Jen2011 » 19.02.2018, 11:50

Hallo Julia,
Deine Frage zielt auf die Lage der Arbeitszeit. Unter diesem Stichwort findest Du auch über Google viele Artikel.
Im Grundsatz: was sagt Dein Arbeitsvertrag zu diesem Thema? Beispiel: Du bist ausdrücklich z.B. als „Abendsekretärin“ eingestellt- da dürfte es schwierig werden, morgens arbeiten zu wollen.

Ansonsten - wenn da nichts steht- gilt zunächst das Direktionsrecht des Arbeitgebers. Aber nicht uneingeschränkt: er darf nicht willkürlich etwas vorschreiben, sondern muss - nach BAG - die familiären Belange der Beschäftigten mit in den Blick nehmen.

Aber: nicht nur Deine, sondern auch die von anderen - denn Deine Limitierung ergibt sich aus der sonst nicht sichergestellten Kinderbetreuung- das kann bei anderen (zb Alleinerziehenden, ältere Angehörige pflegenden) auch ähnlich schwierig sein.
Deshalb mache ich mal an die in Betracht gezogenen Atteste ein vorsichtiges Fragezeichen...

Häufig weiß der Arbeitgeber nämlich über solche Schwierigkeiten nichts- woher auch.. Im ersten Schritt ist es mE sinnvoll, sich darüber klarzuwerden: was möchte ich erreichen, kann ich das alleine angehen, möchte ich unterstützt werden (Betriebsrat?). Und je nachdem, es dann angehen- manchmal ist es viel einfacher, ein persönliches Gespräch zu suchen und die eigenen Schwierigkeiten einfach einmal darzulegen, als gleich „auf der rechtlichen Ebene daherzukommen“.

Viele Grüße, Jen
Mein Sternenkind Justus, geb. 10/2011, verstorben 07/2012; schwere Asphyxie, Reanimation unmittelbar nach der Geburt, Epilepsie, HIE, Tetraparese.
Die Liebe bleibt.
& M., geb. 07/2015, & C., geb. 08/2017

Nadine.mit.Tino
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Beitragvon Nadine.mit.Tino » 19.02.2018, 16:52

Hallo!

Ist die Gefahr nicht relativ groß, dass ein 450€-Job recht schnell gekündigt wird, wenn man zuviele Forderungen stellt? Oder bist du bei deinem langjährigen Arbeitgeber angestellt und der Minijob wurde dir aufgrund der guten Zusammenarbeit aus der Verganhenheit angeboten einfach damit du weniger Stunden machen musst?

Viele Grüße
Nadine
Unsere Familie:
Nadine (*1979) und J. (*1975)
L. (*05/2010) 34. SSW, ADS
L. (*05/2010 - 07/2010) 34. SSW, Omphalozele, Fallot-Tetralogie, Multi-Organ-Versagen nach Herz-Katheter-OP
T. (*11/2014) Infektasthma

SimoneLeMo
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Beitragvon SimoneLeMo » 07.03.2018, 17:02

Der Beitrag ist schon etwas älter und ich hoffe, es hat sich zu deiner Zufriedenheit gelöst.

Ich denke mal, es kommt immer auf das Wohlwollen der AG und der Kollegen an.

Bei mir war es ein bißchen anders, ich bin damal unter der Prämisse eingestellt worden, dass ich in Gegenschicht zu meinem Mann arbeite, damit die Kinder weiterhin betreut sind.
Ich arbeite in einem Altepflegeheim. Meine frühere Wohnbreichleitung (WBL) hat alles getan, um Mitarbeitern immer nur Steine in den Weg zu legen, außer ihren Lieblingen. Wenn sie nur halb soviel Energie darauf verwendet hätte, es ALLEN recht zu machen, wären wir vielleicht und tolles Team gewesen... Aber so gab es immer wieder Stänkereien und Anfeindungen.
Ich musste meinen "Sonderstatus" immer wieder einfordern, es gab mehrere Gespräche beim Chef, besonders als mein Mann dann in ein anderes Schichtsystem kam, und ich auch noch am WE "Sonderwünsche" hatte, die es nach Meinung der WBL nicht zu geben hatte!

"Andere Kinder" könnten auch mal ein paar Stunden alleine sein in dem Alter... Mein Sohn ist aber nicht "andere Kinder"! Und schon gar nicht, wenn ich an einem Sonntag für einen 3-Stunden-Spätdienst sechs Stunden außer Haus sein muss, weil ich kein Auto habe und die Öffis nicht anders fahren. Wenn ich genauso morgens einen kurzen Frühdienst haben könnte, bei dem ich meinem Mann dann zwar den Autoschlüssel in die Hand gebe, aber die Kids nicht alleine sein müssen.

Meine jetzige WBL ist total entspannt, ein wahrer Schatz, macht so gut wie alles möglich, für ALLE. Wir sind ein Superteam.
Und als eine Kollegin einen pflegebedürftigen Mann zuhause hatte, war es gar kein Thema, dass sie nur noch Spätschichten bekam, weil sie ihm morgens versorgt hat.
Und als es bei ihm ans Sterben ging, haben wir Urlaubstage gespendet, damit sie nicht zusätzlich auch noch in finanzielle Not geriet.
Wie gesagt: Wir sind ein Tolles TEAM!
Liebe Grüße von

Simone *1973, dilatative Kardiomyopathie, linksventrikulär eingeschränkte Pumpfunktion
mit L.*02/2001, gesund und Pubertier *ächz*
und Mo, *07/2004, entwicklungsverzögert in Sprache und Motorik, LRS, AVWS


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