Die Zeit nach dem 18. Geburtstag

Zum Teil unterscheiden sich die rechtlichen und organisatorischen Strukturen zwischen Deutschland und den verschiedenen Nachbarländern erheblich. Hier in dieser Rubrik sammeln wir alle landesspezifischen Infos.

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Silvia & Iris
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Die Zeit nach dem 18. Geburtstag

Beitragvon Silvia & Iris » 16.02.2018, 19:42

Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht, was sich nun wie und in welchem Umfang getan hat inzwischen:
So weit ich jetzt weiß bin ich bis ans Ende meines Lebens Unterhaltspflichtig für mein Kind, wenn dieses nicht erwerbstätig wird...
- Wenn ich selbst zwar kein eigenes Einkommen beziehe, aber in Eigentum wohne, kann mir hier nun etwas genommen werden? - Regress?
- Ja, Kinder stehen nun ihren Eltern gegenüber nicht mehr im Regress, aber umgekehrt?

Weiß hier jemand etwas über diese Situation? - Wie schaut das Leben bei euch aus mit volljährigem Kind Pflegestufe 6 - 7? - Leben eure Kinder noch zu Hause? - Besuchen sie ein Tageszentrum? - Leben sie in einer Wohngruppe?

- Und was sind eure Beweggründe es so zu machen, wie ihr es macht?
und evtl. finanzielle Situation dadurch? (gerne auch per PN)

Fragen über Fragen...
... leben deshalb noch so oft über 40-jährige schwerst-mehrfach beeinträchtigte Kinder noch bei ihren Eltern, selbst wenn diese eigentlich nicht mehr können?

Liebe Grüße
Silvia
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Lucky
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Beitragvon Lucky » 17.02.2018, 00:00

Was ist die Pflegestufe 6 bzw. 7?

Meiner Einschätzung nach leben diese Kinder noch bei ihren Eltern, weil diese ihnen eine Heimunterbringung (solange wie möglich) ersparen möchten.

Also, entweder ist keine "akzeptable" Institution in Reichweite (z.B. nur Seniorenheime o.ä.), oder eine Unterbringung in einer solchen wird generell (als unzumutbar für das Kind) abgelehnt. Es wird mitunter z.B. für das Kind um persönliches Budget und ein Leben mit Assistenz, d.h. mit so viel Selbstbestimmung wie möglich, gekämpft (das kann Jahre dauern und geht am ehesten, wenn der Betroffene noch nie in einer Einrichtung gelebt hat)

Oder es ist eine Situation in die man so langsam "hineingeschlittert" ist, d.h. die Eltern haben anfänglich oder langfristig die Lage unterschätzt (z.B. auf Heilung gehofft, oder sich durch die Pflege finanziell ruiniert und dadurch abhängig vom Pflegegeld für beispielsweise andernfalls zu teure Miete...)

Ich glaube man will unabhängig davon dem Kind ja auch nach so langer Zeit ungern die Entwurzelung zumuten...

Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 17.02.2018, 13:59

Lucky,

wo wohnst du denn? - Wie alt ist dein Kind? ...

LG
Silvia
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Beitragvon Jörg75 » 17.02.2018, 14:05

Moin,
Was ist die Pflegestufe 6 bzw. 7?
eine österreichische Pflegeeinstufung?

Die Threadstarterin wohnt in Österreich - daher sind deutsche Erfahrungen/ deutsches Wissen nicht zwangsläufig hilfreich, jedenfalls wenn es um rechtliche Fragestellungen geht.

Gruß
Jörg
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Beitragvon YvonneE » 17.02.2018, 14:12

http://noe.orf.at/news/stories/2878578/

Hallo Silvia!

Meiner Meinung nach ist er Pflegeregress vollständig abgeschafft! Solltest also nichts zahlen müssen.

Liebe Grüße
Yvonne
Lara (11.01.2008 - 2.2.2018), Schwere Peripartale Asphyxie, schwere ICP, kaum Kopf- Rumpfkontrolle, kein Saug- Schluckreflex (PEG), fehlende Primitivreflexe, Tracheostoma

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Beitragvon Silvia & Iris » 17.02.2018, 14:18

Liebe Yvonne,

danke für den Link! - Es wird bestrebt... durch ist es scheinbar noch nicht...

- aber es tut sich etwas!! - Dass man für seine Vorfahren nicht mehr haftet, das weiß ich... - dennoch. Unterhalt müssen wir leisten solange wir leben...

im Rahmen dessen, was uns möglich ist. Da fände ich es auch fair, wenn es eine Altersgrenze gäbe... aber ich muss nun mal die Zeit arbeiten lassen, noch ist es nicht so weit, aber nächstes Jahr muss ich die Anmeldungen abgeben für Wohnheim und Tagesstätte...

LG
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Beitragvon anamor78 » 27.03.2018, 21:56

Pflegeregress ist abgeschafft - seit Anfang 2018

https://www.foerderportal.at/pflegeregress-abschaffung/
Romana mit Rett-Mädchen Isabella (*2003)
besuch doch Isabellas blog: www.isabella-online.blogspot.com
inzwischen Beraterin für UK-Hilfsmittel

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Beitragvon Silvia & Iris » 28.03.2018, 19:32

Liebe Anamor78,

und was heißt das?


...... Erwähnenswert ist hier desweiteren, dass Kinder in allen österreichischen Bundesländern von den Regelungen zum Pflegeregress ausgenommen sind.

Ich habe da nicht ganz den Durchblick :roll:

Heißt das, dass bei Kindern noch nie ein Pflegeregress war :roll:

Ich habe mich ja bisher mit dem Thema nicht so beschäftigt...

LG
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Beitragvon sophied » 29.03.2018, 04:42

Hallo!

Also in Österreich gibt es noch das 27 Lebensjahr. Bis dahin sind Eltern Unterhaltspflichtigen und können auch erhöhte Familienbeihilfe in Anspruch nehmen! Dann ist man eigentlich nicht mehr Unterhaltspflicht!

Und ich bin mit 18 gleich mal zur GKK und PVA um mit denen persönlich einen Gutachtertermin.der îiieswirklich wert war! Die Invaliditätspension gleich erhalten. Da du mit 18 noch nichts gearbeitet hast bzw. Noch keine 27 war, wurde die Pension anhand der Vorraussetzungen meines Lebensstil festgelegt. Da wird das Einkommen und die vorraussätzliche Pensin der Eltern irgendwie berechnet. (Eltern die viel verdienen = Kind verdient vermutlich viel, =:größere Pensioooooks.

Und im Notfall gibts die Mindestsicherung! Würde ich alles beantragen. Ist Geld was man dem Staat schenkt! Vom Finanzamt gibt es einiges was ,man leichtfertig schenkt!

Wichtig ist nur ein passendes Komto auf den Namen des K8ndes, aber dass gibt es bis 27 Jahren ja auch gratis
Still Syndrom mit neurologischen Komplikationen:
- Epilepsie, Polyneuropathie, Tetraparese, Dysphagie, hochgradige Sehbehinderung und Hörbehinderung neuerogene Blase und Darm, Osteoporose, Atemmuskelschwäche
POTS, zentrales Schlafapnoesyndrom;
HB und HSB mit autistischen Zügen, zahlreiche Allergien und andere Kleinigkeiten

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NataschaSte
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Beitragvon NataschaSte » 29.03.2018, 07:44

Hallo,

Also so einfach ist das mit der mindestsicherung nicht. Meine Schwester ist 20 und hat sie nicht bekommen. Ist allein erziehend und steht mit 350 € im Monat da.
Davon gehen 100 € an die nögkk wegen selbst versicherung, sonst ist ihr Sohn auch nicht versichert.

Muss zu Hause wohnen, obwohl sie das nicht möchte, aber auch mit eigener Adresse hat sie keinerlei Ansprüche!

Meine Mutter kommt mehr schlecht als recht alleine finanziell durch, es ist fürs Sozialamt minimal zu viel als das meine Schwester Anspruch hätte.

Ach als Alter wurde da immer wieder bis 21 Jahre angegeben.
Familienbeihilfe für sie bekommt sie auch nicht.

Ist leider nicht so einfach alles

Gruß

Natascha
Natascha und Thaddäus, geb 12/15, atypischer Autismus

Ein guter Schulabschluss ist kein Indikator für Intelligenz, sondern von guter Anpassungsfähigkeit. - Gerald Hüther


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