wir können uns mit der Behinderung nicht abfinden

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Sheila0505
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Beitragvon Sheila0505 » 22.01.2018, 01:06

Liebe/r Hafui, langsam reicht es mir aber auch - 5x entschuldigen reicht offensichtlich nicht, da muss man mir das noch weiterhin vorhalten. Finde ich sehr schade. Eine "Rolle" habe ich hier übrigens auch nicht.

Auch ich meinte meine Antwort zu 100% gut - ganz ohne eine "Rolle" zu spielen.
Mein Kind ist übrigens auch ein Frühchen mit beidseitigen Hirnblutungen, darunter schweren - Grad III mit Parenchymblutung (= IVer Blutung).

Insbesondere war es nicht richtig zu schreiben, dass mich das wütend macht => denn Alfreds Frau kann nichts dafür wenn sie krank ist. Aber lt. Alfred leidet durchaus selbst schon das andere vorhandene Kind darunter, die ganze Familie leidet darunter. So hatte es Alfred geschrieben. Er hatte auch geschrieben, dass die Familie wirklich versucht ihr klar zu machen, dass sie Hilfe braucht. Jedoch aber gar kein rankommen an sie ist, sie dicht macht.

Irgendwann muss man aber einsehen das man Hilfe braucht, insbesondere dann, wenn die eigenen Kinder/das eigene Kind bereits anfangen/anfängt darunter zu leiden/leidet.

Das Einzige was ihr hilft sei, ein gesundes Kind zu haben, sonst könnte ihr niemand helfen! Sie schämt sich in der Öffentlichkeit für Ihr womöglich (bzw sehr wahrscheinlich) behindertes Kind
Ansehen tut man es dem Kind hingegen bisher kaum. Jeden Tag weint sie. Alle leiden, auch das ältere Kind leidet bereits darunter (zusammengefasst) => Das war es, was mich innerlich so betroffen gemacht hat, weil es wirklich Zeit wird sich einzugestehen, das man Hilfe durchaus benötigt.
Bei aller Liebe und Nachsichtigkeit für die Mutter: Am Wichtigsten sind mir hier die Kinder.

Wenn Sie tatsächlich unter einer schweren postpartalen Depression leidet - sich nicht behandeln lässt - und sich zusätzlich schämt, dann ist es womöglich auch nur noch eine Frage der Zeit, bis sie die absolut notwendigen, unterstützenden Therapien usw. vernachlässigen wird. Bei den Kontrollterminen und Therapien - abgesehen davon das es anstrengend ist - sind die Defizite immer im Mittelpunkt, präsent und unangenehm.
Stets Erinnerung daran, dass das Kind eben nicht gesund ist. Ich halte das durchaus für möglich, ebenso wie Vermeidung von Konflikten diesbzgl, also zu sagen das man dort war obwohl es nicht stimmt.
Zumindest wäre ich diesbzgl hellhöriger.

Bzgl. Kinder wegnehmen/weggeben, zum Verständnis: Alfred schrieb "Wir können uns damit nicht abfinden". Also habe ich nachgefragt wie er das meint.

Ich hatte nirgends geschrieben dass sie ihre Kinder abgeben "sollen" oder das ihnen die Kinder "genommen" werden.
Ich wollte Alfred Möglichkeiten auf den Weg geben, die er in Anspruch nehmen könnte, wenn es die Situation akut erfordert. Wenn es z.B. keinen Ausweg gibt, der Zustand seiner Frau sich akut verschlechtert.
Jugendamt/Inobhutnahmen: Das Jugendamt kann sofort eingreifen, nahezu unbürokratisch. Eine Inobhutnahme muss nie von Dauer sein, sondern dient natürlich in erster Linie dem Schutz des Kindes bzw. dem Kindeswohl parallel dazu, zur Überbrückung bis es dem Elternteil wieder besser geht.

Pflegefamilie: Es gibt Familien, die bspw. im Auftrag des Jugendamtes Pflegekinder (Inobhutnahmen) kurzfristig aufnehmen. Ich selbst bin mit 2 Tagesmüttern vom JA die das machen befreundet - ehemalige Arbeitskollegen. Sie nehmen Kinder egal zur welcher Uhrzeit. Kümmern sich liebevoll und machen das mit Herzblut. Rückführung in die Familie ist mitunter das oberste Ziel, bei Depressionen und /oder Suchterkrankungen natürlich Gesundung des Elternteils.
Inobhutnahmen können ebenso auf nahestehende Familienangehörige übertragen werden, bspw auf die Großeltern.
Der Vorteil ist der, das die Rechte (bzw das ABR) auf das Jugendamt => Pflegefamilie als ausübende Betreuer übertragen werden.

Ohne Inobhutnahme, kann bspw. eine alkoholkranke, uneinsichtige Mutter bspw den Großeltern einfach das Kind wieder entziehen, denn die Rechte (ABR) hat sie.
Der daraus resultierende Vorteil bzgl. ION ist wiederum der, das die erkrankte Mutter nicht einfach so weiter machen kann wenn sie ihre Kinder wieder haben möchte. Sie muss sich therapieren lassen, sie muss nachweislich gesunden und sich bewehren. Ich habe einige Rückführungen in Familien erlebt. Rückfallquoten bei Suchten sind natürlich sehr hoch. Eine behandelte Depression hingegen (Depressionen inkl. Ablehnung des Kindes können sehr gefährlich sein, für alle Beteiligten) kann man definitiv behandeln und mithilfe von Strategien langfristig vorbeugen. Trauerbewältigung kommt hier noch dazu, auch diese vor allem in Verbindung mit einer Depression gehört wirklich behandelt.

Ja ich bin kein Psychiater um Diagnosen zu stellen, dennoch bin ich persönlich - nach Alfreds Beschreibungen - sicher, das hier eine vorliegt. Ich hatte selbst eine postpartale Depression bei meinem ersten Kind und war kurzzeitig in ambulanter Behandlung.

Langzeittherapien hatte ich angesprochen, um die Möglichkeit aufzuzeigen, dass es das gibt und es Häuser gibt, wo man die Kinder mitnehmen kann.

Ich hatte auch nicht geschrieben, dass das notwendig wäre. Es sollte schlicht und ergreifend Möglichkeiten aufzeigen, wenn akut doch dringend Hilfe her muss. Insbesondere weil er von "wir" geschrieben hatte und mir nicht klar war wie es ihm geht. Ich nehme an, ihm geht es überhaupt nicht gut und ist mit der Sorge wie es weitergeht größtenteils alleine.

Nichts hatte ich böse gemeint, wenn ich auch in meinem Tonfall sehr "hart" war. Dafür hatte ich mich entschuldigt, mehrmals.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Inobhutnahme

Vielleicht liege ich ja auch falsch bzgl Depression & Co. Alfred hat aber nicht nur meine Antwort bekommen und kann vllt. mithilfe dieser Antworten nun besser abwägen, prüfen und dadurch vllt hilfreiche Schlüsse ziehen.


Einen schönen Abend wünsche ich

Sheila

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monerl
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Beitragvon monerl » 22.01.2018, 06:36

Hallo,

schade das dieser Thread so ausgeartet ist. Alfred hat sich in seiner schwierigen Situation Hilfe erwartet, und jetzt hört man nichts mehr von ihm :( :( :(
Das tut mir sehr leid und ich hoffe, lieber Alfred, das ihr einen Weg finden werdet um aus dieser Situation heraus zu finden.

LG Monika
Ein Weg entsteht indem man ihn geht
(chinesisches Sprichwort)

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LenaMaxi
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Beitragvon LenaMaxi » 22.01.2018, 06:51

Hallo Sheila0505,

ich gebe dir in vielen Punkten recht, aber die Frage ist doch, wie kann Alfred seine Frau dazu bringen, einzusehen, dass sie Hilfe benötigt. Das ist doch der erste Schritt. Wer kann ihn wie dabei unterstützen? Vielleicht kannst du von dir berichten. Wie bist du zu der Erkenntnis gekommen, dass du eine Depression hast und das es einer Therapie bedarf?

LG Lena
Lena *1989 Tagträumerin
Maxi *08/2015 pränatater Schlaganfall (ICP), Krampfanfälle kurz nach der Geburt; dezente Hemi links, armbetont - ein kleiner Clown, der ohne Pause quasselt und alle verzaubert *sooo stolz*

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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 22.01.2018, 08:32

Hallo Lena,

ich vermute mal, dass Sheila auch aufgrund ihrer Ausbildung ihre eigene Depression erkennen konnte.

Es ist aber leider sehr, sehr oft so, dass ein Mensch, der erstmalig in eine schwere Depression rutscht, diese nicht unbedingt als solche erkennen kann. Der Mensch denkt es IST alles völlig hoffnungslos und sinnlos. Er denkt NICHT: Meine krankheitsbedingte Wahrnehmung lässt mich diese Situation als völlig aussichtslos erleben :idea: :idea: :idea:

Das dürfte auch einer der wesentlichen Gründe sein, warum sich Menschen mit Depressionen nicht selten umzubringen versuchen (und im Falle von Eltern die Kinder eventuell "mitnehmen" wollen, weil sie diese nicht in völliger Hoffnungslosigkeit zurücklassen wollen).

@ all:

Engrid hat ganz am Anfang geschrieben, dass die Trauerbewältigung in einer Partnerschaft oft gegensätzlich verläuft.
Je optimistischer der eine ist oder tut, desto verzweifelter ist oder tut der andere. Wer jetzt mit einer "übertrieben" verzweifelten oder übertrieben "optimistischen Sicht" angefangen hat, ist nicht so einfach zu sagen - udn auch nicht wichttig. Außerdem verstärkt sich der Kreislauf.

Ich weiß noch, dass ich irgendwann völlig hysterisch selbst auf kleine Probleme von Bene "angesprungen" bin - und mich sogar während meiner Ausbrüche meinem Mannes gegenüber innerlich immer wieder fragte: Bin ich wirklich so verzweifelt wie ich gerade tue ?!?
Da wurde mir irgendwann klar, dass ich meinen Mann, der die Situation völlig verdrängte, mit aller Macht zur Einsicht bringen wollte, das hier etwas nicht stimmt und ich mehr Unterstützung brauche.
Ich wollte also durch meine Verzweiflung meinen Mann zu mehr Realitätssinn bringen, während er meine Verzweiflung - zumindest in Teilen zu Recht - als überzogen sah und mich durch demonstrativen Optimismus zu mehr Realitätssinn bringen wollte.

Zum Glück waren wir beiden durch unsere Ausbildung psychologisch und kommunikativ geschult und konnten diesen Teufelskreis nach und nach erkennen und daraus aussteigen.

Das war schon schwer genug, ohne, dass eine schwere Depression da hineingespielt hätte. Und Ansätze davon erleben wir in akuten Krisen immer wieder. Aber wir sehen unsere Unterschiedlichkeit mittlerweile als Ressource.

Vielleicht wäre es für Alfred und seine Frau auch ein Weg, dass Alfred sinngemäß zu seiner Frau sagt:

"ICH komme mit der Situation (auch) schlecht klar und suche MIR jetzt Hilfe, weil ICH der Meinung bin, dass die Situation aktuell sehr schwer für unsere Familie ist, aber auch davon überzeugt bin , dass zumindest eine kleine BESSERUNG möglich ist.
ICH würde mich freuen, wenn du auch mitkämst. Denn deine Sicht auf unser Leben ist mir sehr, sehr wichtig und ich wünsche mir deine Hilfe, dass das Leben für uns alle besser werden kann. Wenn du nicht mitkommen willst, akzeptiere ich das. Aber ICH hole mir jetzt Hilfe."

Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
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Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Beitragvon Sabine » 22.01.2018, 09:34

Jörg75 hat geschrieben:Hallo Alfred,

auch wenn heute noch nicht genau absehbar ist, wohin eure Reise führen wird - aber eines ist leider ziemlich sicher: Es gibt niemanden, der eure Tochter gesund machen kann.

Ich denke, wie ich deinen Post lese - du siehst das auch so!

Ich glaube, dass deine Frau tatsächlich "professionelle Hilfe" braucht! Es ist allerdings wirklich schwierig, dass gegen ihren Willen "durchzusetzen" ... wie das gehen könnte, weiß ich auch leider auch nicht so wirklich.

Gruß
Jörg


Hallo Alfred,

ich kann mich Jörgs Worten nur anschließen. Wie es aussieht, braucht deine Frau ärztliche Hilfe. Das muss sie aber selbst erkennen.
Unser mehrfach behinderter Sohn (geistig und körperlich) ist inzwischen 16 und lebt in einem Wohnheim für behinderte Jugendliche.
Manche Eltern geben ihre Kinder auch schon viel früher ab, weil sie mit der Behinderung des Kindes nicht zurecht kommen. Das ist keine Schande, will und muss aber gut überlegt sein und von langer Hand organisiert werden. Ich kenne Familien, die sich bereits nach wenigen Jahren für diese Lösung entschieden haben. Andere haben sich prof. Hilfe gesucht und ihr Leben auf die Behinderung des Kindes eingestellt. Ich hoffe, ihr findet eine Lösung, die zu euch und eurem Kind passt.

LG
Sabine
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Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Beitragvon Claudia mit Jule » 22.01.2018, 09:49

Hallo Alfred,

jetzt hab ich fast alle Beiträge gelesen und muss mich doch mal einmischen. Unsere Tochter ist inzwischen 12 Jahre alt, mehrfach schwerstbehindert und es ist alles andere als einfach. Nach der Geburt wussten wir von alledem nichts und dachten, ein gesundes Kind in Armen zu halten. Es kam langsam eins zum andern und erst als die Gehirnfehlbildung diagnostiziert wurde, konnten wir langsam ahnen, dass das nicht so laufen wird, wie wir es uns vorgestellt hatten. Aber WISSEN was kommt und wie es kommt und ob überhaupt kann keiner.
Was ich sagen möchte: was eurem kleinen Baby ganz sicher helfen wird, ist es so zu akzeptieren wie es ist und zu unterstützen, wo es Hilfe braucht!
Das ist eure Aufgabe als Eltern. Und das gleiche gilt für euren Sohn. Bezieht ihn mit ein und klammert ihn nicht aus. Ihr müsst zusammenarbeiten, alle.
So sollte es in einer Familie sein, oder nicht?
Und tauscht ruhig auch öfter die Rollen. Übernimm du die kleine und deine Frau den grossen Bruder. Es ist von unschätzbarem Wert, mal kurz rauszukommen aus den schlechten Gedanken und sich mit "positiven Dingen" zu beschäftigen.
Oder sich in der Frühförderstelle zB mit anderen Eltern zu unterhalten.
Und "schämen" braucht ihr euch höchstens für die, denen nichts anderes einfällt als blöde Floskeln.

Viele Grüsse
Claudia

Sheila0505
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Beitragvon Sheila0505 » 22.01.2018, 09:49

Es ist schwierig Alfred hier einen ultimativen Tip zu geben, denn die Mutter müsste Einsicht zeigen und Hilfe in anspruch nehmen. Gäbe es hierfür ein einfaches Rezept das für alle gilt, dann müssten Psychotherapeuten nicht studiert haben.

Wichtig ist, dass keine postpartale Psychose aus der Depression wird. Denn die Psychose ist das, was Angela angesprochen hatte.
Alfreds Familie sind in einer sehr "besonderen" Situation und ich sehe als einzige Möglichkeit was Alfred tun kann: Sich selbst Hilfe zu organisieren um professionell unterstützt und beraten zu werden.

Es gibt z.B. einen Verein, an welchen er sich wenden könnte "Schatten und Licht".

http://schatten-und-licht.de/index.php/de

Wie Engrid und Angela und geschrieben hatten: es ist auch immer ein Kreislauf der stark mit Verstärkern arbeiten kann. Alfred muss sich Hilfe holen, um diesen Kreislauf positiver beeinflussen zu können. Bestenfalls bekommt Alfred professionelle Strategien um seiner Frau die Augen zu öffnen, die Situation nicht zu verschärfen und Einsicht hervorzulocken.

Zu mir: Ich war sehr jung, die erste im Freundeskreis mit Kind. Ich fühlte mich gefangen, mir graute es davor, wenn mein Mann zur Arbeit fuhr und ich alleine mit dem Nachwuchs bleiben musste. Ich hatte vor jeden Tag Angst was auf mich zukommt.
Alle Freunde brachen den Kontakt nach kurze Zeit ab. Ich hatte das Gefühl, man vergaß mich. Unser erstes Kind war nicht geplant, die 3 Monatsspritze wurde bei unregelmäßigen Zyklen mit allerlei Zwischenblutungen falsch angefangen. Heißt: Bei stärkeren Zwischenblutungen hatten wir mit der der Injektion begonnen, irrtümlich.
Ich liebte mein Baby sehr, war aber überfordert in meiner neuen Rolle, mit allerlei Ängsten.

Bei mir war es aber eine völlig andere Situation mit milderem Hintergrund.

@Monika: Es tut mir leid, wenn es ausgeartet ist. Aber beim Thema sind wir immerhin. Ich werde mich aber nun aus diesem Thread zurückziehen. Um ehrlich zu sein, fühle ich moch auch sehr unwohl hier noch weiter zu schreiben.
Ich bin jemand, der sich sehr schnell etwas zu Herzen nimmt und die vielen Rügen (berechtigte Rügen) haben mich auch getroffen. Ich meinte nichts böse, ich wollte auch nur weiterhelfen und habe nicht gemerkt, dass ich dabei zu hart formuliert hatte.

Liebe Grüße Sheila

Senem
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Beitragvon Senem » 22.01.2018, 09:53

Hallo Alfred,

es tut mir sehr leid, was ihr als Familie durch machen müsst!

Mein Tipp wäre, das sich deine Frau, auch wenn Sie es nicht möchte, in Behandlung begeben soll.

Und was ich auch wichtig finde, das deine Frau, es deiner Tochter nicht zeigen soll, das Sie Schwierigkeiten hat, deine Tochter zu akzeptieren. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, das es für die Entwicklung eines Kindes auf Dauer schaden kann....
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

bellsaskia
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Beitragvon bellsaskia » 22.01.2018, 10:35

Hallo Alfred,

Wie gehst du mit der ganzen Situation um ? Schämst du dich für die Situation ?

Wie viele schon gesagt haben, hol du dir für dich und deine Situation Unterstützung, um so deiner Frau und euren Kindern zu helfen. Alles weitere wird man dann sehen.

Ich wünsche euch alles Glück der Welt!

Hallo Sheila,

Ich weiss nicht ob du hier noch mitliest und hoffe du verstehst mich nicht falsch. Ja deine Worte waren hart, aber und das finde ich wichtig, ehrlich. Man hat herausgelesen, also zumindest ich, dass du Angst bzw. Sorge um die Kinder hast. Die brauchen jeden erdenkliche Hilfe, weil sie sich in den allerwenigsten Situationen selber helfen können.
Alles weitere vielleicht doch lieber per PN.

Lass dich nicht unterkriegen :D

LG
Saskia

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Beitragvon Lotte und Dennis » 22.01.2018, 10:57

Hallo!

@sheila

Ich denke du hast dich mehr als genug gerechtfertigt und entschuldigt! Es ging die um die Kinder und ich weiß genau was du meinst. Lass dich nicht unterkriegen! :D

Natürlich muss man einer Mutter helfen die (wahrscheinlich) unter Depressionen leidet.

ABER, man darf bei alldem nicht den Partner und die Kinder vergessen! Es kann nicht sein, dass sie so sehr unter der Situation leiden und am Ende selber dran kaputt gehen. Ich spreche da aus Erfahrung. Und jeder Experte würde raten, sich nicht selber dabei zu verlieren! Und anscheinend versucht die ganze Familie der Mutter zu helfen.

Aber wenn alle Hilfsangebote ausgeschöpft sind, hilft dem depressiven Partner manchmal nur der "harte" Weg! Manchmal muss man sprichwörtlich zu seinem Glück gezwungen werden.

Ich wünsche allen Beteiligten alles erdenklich Gute!

LG

Lotte


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