Berufsbildungswerk Annastift Hannover

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

Moderator: Moderatorengruppe

Petra62
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 344
Registriert: 11.03.2016, 14:16
Wohnort: Niedersachsen

Berufsbildungswerk Annastift Hannover

Beitragvon Petra62 » 16.01.2018, 20:02

Hallo zusammen.
Ich wünsche mir Erfahrungen und Berichte über das oben genannte BBW. Mein Sohn soll demnächst dort eine Arbeitserprobung machen, mit eventueller anschließender Ausbildung. Mich interessiert die Unterbringung im Internat, Schue und Unterricht, Mitarbeiter und Betreuer. Wie sind eure Erfahrungen ?
Was auch interessant ist, wie kommt man mit Öffis hin ? Hier Raum Nordsee.
Bekommt jemand von euren Kindern einen Fahrdienst, oder ist jemand aus dem Großraum Oldenburg, Bremen, Bremerhaven auch dort ?
Ich weiß, das sind viele Fragen. Mir würde es sehr helfen. Danke schon mal im Voraus.
Viele Grüße
Petra
Wenn jeder Tag mit einem Lächeln beginnt
ist es ein guter Tag.
Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger Autist ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
Sohn (2002) Fit
Sohn (2004) Fit

Benutzeravatar
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3055
Registriert: 04.12.2014, 14:04

Beitragvon Alexandra2014 » 16.01.2018, 21:56

Hallo Petra,

mein Neffe ist Asperger Autist (23 Jahre alt). Er hat seine Ausbildung im Annastift Hannover absolviert.
Er hat sich dort sehr wohl gefühlt und macht inzwischen eine zweite Ausbildung auf dem 1. Arbeitsmarkt.
Da er aus der Nähe von Hannover kommt, ist er mit dem Zug dorthin gefahren und hat derweil Zuhause gewohnt.

Wenn Du magst, frage ich mal meine Schwägerin. Evtl. könntet ihr ja mal telefonieren....?

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Petra62
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 344
Registriert: 11.03.2016, 14:16
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon Petra62 » 17.01.2018, 12:39

Hallo Alex
Das ist ja toll. Mein Sohn ist auch Asperger, 19 Jahre alt. Was ich hauptsächlich wissen möchte, wenn man vom HBF kommt. Den Anschluß kann man nicht immer deutlich auf den Seiten der Bahn erkennen. Natürlich interessiert mich auch , die Mitarbeiter vom Internat, wie sind die Betreuer usw. Mein Sohn ist zur Zeit noch im BBW Bremen und natürlich schon an alles gewöhnt.
Vielleicht mag deine Schwägerin mal berichten.
Viele Grüße
Petra
Wenn jeder Tag mit einem Lächeln beginnt
ist es ein guter Tag.
Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger Autist ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
Sohn (2002) Fit
Sohn (2004) Fit

Jörg75
Moderator
Moderator
Beiträge: 2386
Registriert: 23.10.2014, 21:17
Wohnort: NDS

Beitragvon Jörg75 » 17.01.2018, 13:42

Moin,
Hallo Alex
Was ich hauptsächlich wissen möchte, wenn man vom HBF kommt.
das kommt darauf an, wie gut dein Sohn "zur Fuß" ist und wie gut sein Orientierungsvermögen ist (oder geht es mehr um dich?)

Wenn ich das richtig sehe, dann ist "direkt vor der Haustür" eine Bushaltestelle mit zwei Linien (123/124), leider fahren die beiden nicht zum Hauptbahnhof.

Insofern vom Hauptbahnhof entweder mit der S-Bahn weiter und dann auf den Bus umsteigen, oder vom Hauptbahnhof mit der U-Bahn weiter und dann schauen, ob der Rest "zur Fuß" erledigt werden kann oder auch wieder der Umstieg in den Bus erforderlich ist.
Habe gerade nochmal geschaut ... 10 Minuten U-Bahn, 10 Minuten Bus mit ein paar Minuten Umsteigezeit dazwischen ... also Hauptbahnhof zur Bushaltestelle Lerchenfeldstraße dauert ne knappe halbe Stunde.
Die andere Variante sind U-Bahn plus ca. 1km Fußweg.

Die Liniennetzpläne der Busse/ U-Bahnen gibt es in Hannover auf der Seite www.uestra.de ...

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

Unsere Vorstellung

Petra62
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 344
Registriert: 11.03.2016, 14:16
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon Petra62 » 17.01.2018, 17:35

Danke Jörg
Das Problem ist, das mein Sohn keinen Orientierungssinn hat. Es hat einige Zeit gedauert, bis er von hier aus alleine nach Bremen kam. Wobei das am einfachsten ist, vom Bahnhof direkt mit der Strassenbahn und dort vor der Tür aussteigen. Habe schon ma grob geschaut, es ist aber leider nicht sehr aufgeschlüsselt. Was ich sah, das die U Bahn IM Bahnhof abfährt ? Dann bis zm Aegidientorplatz und mit einer anderen Linie weiter ? Puh, das schafft er niemals. Er ist ja auch total fremd in Hannover und das ist nicht Bremen.
Von einer Haltestelle aus zu laufen geht auch nicht. So mobil ist er nicht, körperlich gesehen. Vielleicht bekommt er einen Fahrdienst, für die erste Zeit, dann sieht man weiter. Wenn er wenigstens zum Bahnhof gebracht würde. Ich denke mit dem Zug nach Bremen müsste er schaffen.
Viele Grüße
Petra
Wenn jeder Tag mit einem Lächeln beginnt
ist es ein guter Tag.
Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger Autist ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
Sohn (2002) Fit
Sohn (2004) Fit

Jörg75
Moderator
Moderator
Beiträge: 2386
Registriert: 23.10.2014, 21:17
Wohnort: NDS

Beitragvon Jörg75 » 17.01.2018, 20:50

Moin,

also ... ich meine, das Lerchenfeldstraße die Bushaltestelle direkt vor der Tür ist.

Ein Weg vom Hauptbahnhof dahin sieht aus wie in der Grafik ... die U-Bahn fährt aus dem Hauptbahnhof ab (das wird dein Sohn aber auch trainieren müssen, das ist etwas unübersichtlich). Dann nach einigen Stationen umsteigen in den Bus, der fährt direkt zum Annastift.

Ich denke aber, du solltest dich auch diesbezüglich mit dem Annastift in Verbindung setzen - die sollten eigentlich darauf eingerichtet sein, dass es da auch Probleme gibt und das trainiert werden muss oder anderweitig gelöst werden muss.

Gruß
Jörg
Dateianhänge
uestra.jpg
uestra.jpg (42.5 KiB) 1660 mal betrachtet
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

Unsere Vorstellung

Jörg75
Moderator
Moderator
Beiträge: 2386
Registriert: 23.10.2014, 21:17
Wohnort: NDS

Beitragvon Jörg75 » 17.01.2018, 20:56

Moin,

es gibt auch noch die Möglichkeit, mit der S-Bahn (von der Deutschen Bahn betrieben) vom Hbf aus zur Karl-Wiechert-Allee zu fahren und dann von dort aus mit dem Bus 123/124 zu fahren. Das ist vermutlich etwas einfacher, weil die DB-SBahn im Hbf. vermutlich leichter gefunden wird als die U-Bahn.

Aber wie gesagt - ich würde das mit dem Annastift besprechen.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

Unsere Vorstellung

Petra62
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 344
Registriert: 11.03.2016, 14:16
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon Petra62 » 18.01.2018, 15:37

Hallo Jörg
Das hilft uns schon gut weiter. Vielen Dank dafür. Ich denke auch
dass das üben mit dem U Bahn fahren gemacht werden muss. Vor
allem, wenn er in Hannover bleibt. Ich warte jetzt mal die Gespräche ab.
Wie gesagt, falls er einen Fahrdienst bekommt, erledigt sich das erstmal.
Später muss er aber sicher fahren.
Viele Grüße
Petra
Wenn jeder Tag mit einem Lächeln beginnt
ist es ein guter Tag.
Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger Autist ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
Sohn (2002) Fit
Sohn (2004) Fit

Petra62
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 344
Registriert: 11.03.2016, 14:16
Wohnort: Niedersachsen

Berufsbildungswerk Annastift Update

Beitragvon Petra62 » 17.02.2018, 11:40

Hallo zusammen
Am Montag geht es nach Hannover. Wir haben tatsächlich einen Fahrdienst genehmigt bekommen. Dieser wird meinen Sohn in der Anfangszeit hin und zurück bringen. Alles andere besprechen wir mit den Mitarbeitern vor Ort.
Es ist wichtig, das er lernt, sich dort zurechzufinden. Das fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird sicher zum Übungsprogramm gehören. Erst mal hoffen wir, das er die Probephase besteht und in eine Ausbildung gehen kann.
Viele Grüße
Petra
Wenn jeder Tag mit einem Lächeln beginnt
ist es ein guter Tag.
Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger Autist ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
Sohn (2002) Fit
Sohn (2004) Fit

Benutzeravatar
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3055
Registriert: 04.12.2014, 14:04

Beitragvon Alexandra2014 » 17.02.2018, 12:03

Toll!
Ich drücke euch die Daumen! :D

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral


Zurück zu „Erwachsen werden: Leben, Arbeit, Wohnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste