Junger Volljähriger und seine Rechte

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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RicoZ
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Beitragvon RicoZ » 10.01.2018, 18:08

:D Danke an alle Kom.

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Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 10.01.2018, 19:51

Moin,
RicoZ hat geschrieben:
Eine eindeutige Antwort habe ich zwar noch nicht, (...)

Sollte wer rechtlich sich auskennen (...)

was möchtest Du denn noch konkret rechtlich wissen?

Geklärt ist doch, dass die Eltern ab dem 18. Geburtstag nicht mehr "reinregieren" dürfen.

Gruß
Jörg
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Beitragvon RicoZ » 10.01.2018, 19:55

Hy Jörg,

naja, wenn ich in der Einrichtung wohne, kann ich auch mit 18. einfach ausziehen ?
Wer entscheidet das ?

Kann mir eben nicht vorstellen, das man seine Sachen packen kann und einfach geht aber eben auch nicht das es so einfach wäre.

Lg

Senem
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Beitragvon Senem » 10.01.2018, 20:02

Hallo RicoZ,

ich würde sagen, wenn man keinen gesetzlichen Betreuer hat, der für den Betroffenen über den Aufentalsbestimmungsrecht bestimmt, würde ich sagen das ein 18. jähriger schon selbst entscheiden kann, ob er noch in der Einrichtung wohnen möchte, oder nicht.

Dann muss man eben sich bei der entsprechenden Stelle melden und dann läuft die Sache.
Gruß

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Beitragvon RicoZ » 10.01.2018, 20:11

hy senem,

danke so sehe ich es auch, weil wie will man einen volljh. festhalten, geht ja nicht und ohne Betreuer (vereinbarung oder eben Betreuungsgericht) darf das keiner entscheiden aus der Volljh. selbst.

Danke

Senem
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Beitragvon Senem » 10.01.2018, 20:15

Hallo RicoZ,

selbst mit einer gesetzlichen Betreuung ist es nicht so schwer. Denn dieser Spricht ja für den Betroffenen und nicht gegen den Betroffenen.
Gruß



Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

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Beitragvon RicoZ » 10.01.2018, 20:17

Hy senem,

ja das thema ist aber eben genau das, das betreute kind welches jetzt volljh. wird ist wegen familären Problemen in der Einrichtung, und ich hab das Gefühl das die Mutter die Betreuung will über den 18er hinaus.

Näher kann ich nicht eingehen, nur soweit, das wäre nicht gut.

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Beitragvon Jörg75 » 10.01.2018, 20:22

Hallo Rico,

du musst da vielleicht verschiedene Ebenen trennen.

Die Einrichtung ist ja - nehme ich zumindest an - keine geschlossene Einrichtung, in die man gerichtlich eingewiesen ist/ wird.
Das heißt, du bist freiwillig da - und das bedeutet auch, du kannst (juristisch) jederzeit gehen. Es hat niemand ein Recht, dich gegen deinen Willen da zu behalten (wenn du 18 bist und nicht untergebracht). Pack die Sachen und geh!

Die Frage ist auf der faktisch-tatsächlich Ebene - und dann?
Hast du eine Wohnung? Hast du Geld? Was machst du dann? Wenn Sie jetzt über 35a SGB8 doret im Rahmen der Eingliederungshilfe untergebracht ist/ wohnt ... wird die Hilfe dann sofort beendet, wenn sie dort auszieht? Was ist mit dem Träger und dem Finanzier besprochen?

Insofern ist die Frage eben nicht nur auf der "rein-juristischen" Ebene zu lösen, sondern ein kleines bißchen vielschichtiger.

Gruß
Jörg
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Beitragvon Jörg75 » 10.01.2018, 20:25

Hallo senem
Senem hat geschrieben:selbst mit einer gesetzlichen Betreuung ist es nicht so schwer. Denn dieser Spricht ja für den Betroffenen und nicht gegen den Betroffenen.


VORSICHT! Das ist etwas vereinfacht!

Der rechtliche Betreuer ist als Unterstützer/ Helfer für seinen Betreuten zuständig/ verantwortlich.
Das kann - eine entsprechende Krankheit und einen entsprechenden Aufgabenkreis vorausgesetzt - auch bedeuten, dass er dafür zuständig, seinen Betreuten in eine geschlossene psychiatrische Klinik/ Station einweisen zu lassen (mit Gerichtsbeschluss).

Gruß
Jörg
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Beitragvon RicoZ » 10.01.2018, 20:33

Hy Jörg,

ehrlich gesagt, DANKE das war selbst für mich jetzt verständlich!

Das (wenn sie die Sachen packt und geht) auch die finanzierung der §35a Endet weiß ich, das wäre auch nur logisch, das sie ja die derzeit freiwillige (durch die eltern angeordnete) Maßnahme abbricht.

Ja wenn sie geht, braucht sie wohnung, arbeit, geld und sollte ihre Gesundheit auf der Basis warum sie in der Einrichtung war, unter kontrolle haben!
Wenn nicht, würde durch (jedem möglich) eventuell ein Gericht die Betreuung veranlassen.

Jörg ich denke das Thema wäre geklärt, wenn ich es jetzt richtig gechekct habe.

LG


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