Wechsel von priv. in gesetzl. Krankenversicherung sinnvoll?

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

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Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 06.01.2018, 15:03

Hallo Rachael,

in NIedersachsen sind Haushaltshilfen jedenfalls in der Beihilfe bis zu der Höhe, wie sie auch die GKV zahlen würde. Wie das bei meiner PKV ist, weiß ich auswendig nicht.

Gruß
Jörg
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Beitragvon JanisQ » 06.01.2018, 16:05

Hallo,
meine Tochter war während ihres Studiums aus der Konstellation Landesbeihilfe NRW/PKV
freiwillig in die GKV gewechselt. Der Vertrag mit der PKV ruhte in dieser Zeit gegen geringen Beitrag.

Wir dachten auch, sie hätte in dieser Zeit natürlich weiter Anspruch auf Beihilfeleistungen,
die in der GKV nicht vorgesehen sind. Große Zahnreinigung, Heilpraktikerbehandlung usw.
Dem war nicht so! Ich bin mir zwar nicht sicher, ob das wirklich rechtens war, aber es wurde in dieser Zeit nichts dergleichen erstattet.

Genau abklären, bevor ihr etwas entscheidet.
Viele Grüße
Janis
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Kind mit ehemals Asthma, Reflux 3.Grades in beide Nieren, Sphinkter-Detrusor-Dissynergie, hat sich alles mit der Zeit ausgewachsen

Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 06.01.2018, 17:11

Moin,

wer mutig ist ...
http://www.vorsorge-und-finanzen.de/bea ... erung.html
http://www.oeffentlichen-dienst.de/zula ... erung.html

Es besteht also Versicherungspflecht neben der BEihilfe ... kommt man dem nicht nach, darf aber jedenfalls nach diesem Urteil - erstmal wohl nur für BaWü geltend - die Beihilfe nicht gestrichen werden.

Gruß
Jörg
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Beitragvon NicoleWW » 06.01.2018, 18:43

Hallo,

was Haushaltshilfe angeht, wird die nicht eh nur bezahlt wenn ein Kind unter 12 Jahre zu betreuen ist, zumindestens bei gesunden Kindern ?

Da würde dir dann die Gesetzliche KK nichts nützen. Bei der Reha das weiß ich nicht wie der Unterschied ist.

Liebe Grüße
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Beitragvon nettie75 » 06.01.2018, 22:01

Mir wurde bei der Beihilfestelle gesagt, dass die Kinder ihre Beihilfeberechtigung behalten, solange man Kindergeld für das Kind bekommt und man dann eben Leistungen die die GKV nicht übernimmt einreichen kann.
Das wäre ganz gut.
Danke Jörg für die Links, lese mich mal da durch😉
LG Nettie
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Beitragvon JohannaG » 06.01.2018, 22:15

Hallo Nettie,

meine Erfahrungen - aus Bayern - ich selber bin PKV mit Beihilfe, die Kinder GKV.

Meine Kinder haben "grundsätzlich" Beihilfenspruch. Da sie aber GKV sind, greift zunächst mal NUR die GKV. Nur für Dinge, die die GKV nicht zahlt, Beihilfe aber schon, gibt es Beihilfe. Da sich die Beihilfe aber an der GKV orientiert, kommt das praktisch nicht vor.... der einzige Fall, wo sie bei uns bezahlt hätten, wäre für die Mutter-Kind-Kur gewesen. Da hätte die Beihilfe für Begleitkinder die 70% übernommen, allerdings wurden dann alle drei als Patientenkinder eingestuft, so daß die GKV für die Kinder zahlen mußte.

Haushaltshilfe zahlt meine PKV und die Beihilfe nicht. Wohl aber die GKV, wenn nur dadurch die Versorgung eines versicherten Kindes unter 12 (oder bei behinderten Kindern auch über 12) sicher gestellt werden kann.

Begleitung meiner behinderten Ältesten ins KH ist möglich, die GKV zahlt, und übernimmt auch meinen Verdienstausfall, wenn ich mich unbezahlt beurlauben lasse (das Problem ist dabei eher mein Arbeitgeber.... :roll: ).

Ich hab für meine Kinder in der GKV bisher noch nichts vermißt. Allerdings brauchen wir auch kaum Hilfsmittel. Und die Brille würde von der Beihilfe genau so wenig übernommen wie von der GKV...

LG Johanna
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Beitragvon nettie75 » 06.01.2018, 22:24

Danke für die Schilderung.
Hilfsmittel sind bei uns eher auch kein Thema (bis auf Brille)

Werde mal mit Kasse und Beihilfe sprechen und berichte dann.
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Carsten101
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Beitragvon Carsten101 » 07.01.2018, 10:28

Huhu,

wir haben einen hohen Hilfsmittel- und Pflegemittelbedarf, sowie viele Therapien )Ergo, Logo + KG). War in der Beihilfe + PKV immer schwierig, Windeln mussten wir selbst bezahlen. Die "Chefarztbehandlung" haben wir in einem Fall sogar abgewählt, weil der "normale" Stationsarzt kompetenter war. Auf Zeitung und Kaffee und Kuchen kann ich gerne verzichten. Seit 5 Jahren ist Junior in der GKV - wenig bis gar Probleme mehr. Auch nicht mehr den riesigen Abrechnungsaufwand. Kam mal eine Reha-Rechnung über 65.000 € - zahlbar in 14 Tagen...
Fazit: je höher der Hilfsmittel-, Therapie- und Pflegemittelbedarf, desto besser GKV. Mal abgesehen davon, dass KInder in der PKV noch human behandelt werden, was sich im jungen Erwachsenenalter ändern dürfte. Wir sind mit der Entscheidung zufrieden.
Noch was: PKV zahlt nicht: Zivilrechtsklageweg (teuer!)
GKV zahlt nicht: Sozialrechtsweg (vergleichsweise günstig) - VdK, SoVD usw. können hier helfen. Tun sie bei privater Versicherung nicht.

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Beitragvon GabySP » 07.01.2018, 12:12

Hallo Nettie,

im anderen Thread schreibst du über die Problematik, eine Reha für dein Kind finanziert zu bekommen. Sollte dein Kind in der GKV sein und von dort eine Reha bewilligt bekommen, zahlt diese GKV auch deinen Aufenthalt als Begleitperson und übernimmt deinen Verdienstausfall,

LG Gaby
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Beitragvon nettie75 » 07.01.2018, 12:55

Hallo Gaby,
Ja, zumindest hörte sich das am Telefon so an. Mutter Kind Kur ist unkomplizierter als eine Reha, da eine Begleitung nicht vorgesehen ist.
Könnte man denn rein theoretisch jetzt wechseln zur GKV und dann gleich eine Reha beantragen? Oder gibt es Wartezeiten nach "Neueintritt?"

Danke Carsten, danke für deine Sichtweise. Gilt es auf jeden Fall zu bedenken.

LG Nettie
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