Väterkur

Hier könnt ihr über eure Aufenthalte in Kurhäusern berichten, Fragen bezüglich Kuren stellen und generell zum Thema Mutter-Kind-Kur schreiben.

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Engrid
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Väterkur

Beitragvon Engrid » 27.12.2017, 02:05

Hallo,

hat hier jemand Erfahrung mit einer Väterkur? Also Kur für Vater, Kinder bleiben zuhause bei Mutter? Wie schwer oder leicht geht das durch? War eure Mütterkur/Väterkur hilfreich? Was wird da so gemacht (körperliche Symptome gibts keine)? Auf Gesprächskreise mit Psychotherapeuten hat Männe sicherlich keine Lust ...
Ich glaube, er könnte mal dringend eine Auszeit gebrauchen ... Seele baumeln lassen ...

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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MajaJo
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Beitragvon MajaJo » 27.12.2017, 17:25

Hallo Engrid,

durch's Netz hast Du Dich bestimmt schon gewühlt: Bewegung, Entspannung, Gesprächskreise, psychologische Beratung, kreative Angebote. Bei der Mutter-Kind-Kur kann man sich immer gut aus den psychologischen Angeboten rausmogeln.

Erfahrung habe ich da keine, aber es gibt schon nur wenige Einrichtungen, die Mütterkuren durchführen und Väterkuren noch weniger. Ich hätte eine Reha vorgeschlagen, aber wenn er keine körperlichen Symptome hat - mmh.

Wenn noch nie einer von Euch eine Mutter-/oder Vater-Kind-Kur gemacht hat, sollte das aber ganz problemlos durchgehen, weil es ja eine Pflichtleistung der Krankenkasse ist. Die Wartezeiten werden nach Genehmigung aber sicher lang sein.

Liebe Grüße
Maja
Maja m. Jo (*10) Neurod., Ichth. vulgaris, Asthma, Allergien m. Anaphylaxie, GdB 70 H, A (*05) Chêneau-Korsett versorgte Skoliose und Sternenenkel (3/18-5/18)

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Beitragvon monika61 » 28.12.2017, 09:00

Hallo Engrid,

vielleicht helfen die Infos hier weiter:
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..."Väterkuren werden in der Rehabilitationsklinik "Sebastianeum" in Bad
Wörishofen in der Verantwortung des Familien- & KindHauses der
Kneipp´schen Stiftungen durchgeführt.

Näheres zum Konzept und den Terminen finden Sie im Prospekt."....

Komplette Info und Prospekt:
http://www.kag-muettergenesung.de/vater ... eter-kuren

Im oben verlinkten Prospekt findet man die "Indikationen für die Väter-Kur".


Häufig gestellte Fragen zu Kuren
für Mütter und Väter

https://www.caritas.de/hilfeundberatung ... lltefragen


---------------------------------------------------------------------------------

LG
Monika

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 28.12.2017, 11:03

Hallo,

ich danke euch. Wörishofen habe ich schon gefunden, aber man kann schlecht einschätzen, wie es da so läuft ... Die Indikationen hat er, klar, wir leben seit 14 Jahren mit einem ziemlich betreuungsaufwendigen und verhaltensoriginellen Ü-Ei.
Die Idee scheint ihm noch sehr ungewohnt ... ich glaube, wir Frauen tun uns da leichter ... :wink:

Mal sehen. Jedenfalls schon mal gut zu wissen, dass man die Angebote aus der „Psychoecke“ wohl auch dezent umgehen kann ... Das dürfte ja mehr Männern so gehen ... :P

Grüße
Engrid
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Beitragvon Engrid » 16.01.2019, 21:24

Hallo,

ich nochmal - hat sich bisschen verzögert ...
Männe hat beim Hausarzt vorgesprochen und der hat was von „... zur Erhaltung der Arbeitskraft“ erzählt und ihn ans Personalbüro seiner Firma verwiesen.
Bin jetzt verunsichert und habe mal gegoogelt. Das klingt nach Leistungen zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit (Prävention) nach § 31 Abs.1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI.
Väterkur ist aber Paragraph 24, 41 SGB V.

Ist das ein wichtiger Unterschied? Hat das irgendwelche Vor- oder Nachteile?

Grüße
Engrid
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Beitragvon JennyK » 16.01.2019, 21:28

Das wäre dann eher Reha und ist deutlich schwieriger umzusetzen. Der Kostenträger ist dann nicht die Krankenkasse, sondern der Rententräger.
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
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Beitragvon finnja » 17.01.2019, 04:18

Hallo Engrid,

da die gesetzliche Grundlage der Väter-Kur diesselbe ist, wie bei der Mütter-Kur, müssten auch hier eigentlich die Kurberatungen greifen ;-)
Mein Mann verweigert das alles schlicht :roll: Sieht für sich persönlich keinen Mehrwert.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die meisten Hausärzte schon Schwierigkeiten haben, für Frauen die richtigen Formulare auszufüllen, ein Mann, der in eine Kur (ohne Kind, oder?) will dürfte so ein spezialgelagerter Sonderfall (na, wer sagt das sonst?)sein, dass er erst einmal die klassische Reha angeboten bekommt....

Falls er einige Sachen hat, die in einer Reha gut versorgt werden können, wäre das ja durchaus auch eine Option, gibt mehr Kliniken und Plätze. Bei Frauen ist es immer schwieriger eine Reha zu bekommen, als eine Kur nach SGB V, bei Männern weiß ich das nicht, es dürfte eine noch längere Wartezeit (aber sicher auch deutlich weniger Anträge) geben....

Im Allgemeinen habe ich supergute Erfahrungen mit der Mütter-Kur gemacht, die Kurgänge für Väter sind nicht so oft, sie werden sicher auf Männerspezifische Bedürfnisse ausgerichtet sein, ich denke, da muss Mann sich keine Sorgen machen :lol: :lol: :lol:

Ich versuche meinen Mann immer mit anderen Vätern spezieller Kinder zusammenzubringen (wie sich das liest :roll: ).

Gutes Gelingen,

Finnja
Sohn 06 ,SBA seit 06 mit 100 GdB und PS II (die nicht seit 06), Mutation, mit Auswirkungen in allen möglichen Bereichen,
PS 06, AVWS, V.a. FAS(D)
PT 07, FAS mit gB, lebt inzwischen in einer Einrichtung
LT 12, so normal, wie bei uns als Eltern möglich ;-)

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Beitragvon Engrid » 17.01.2019, 08:11

GuMo,

Danke, Jenny - wär ja zu schön gewesen, wenn das ohne Papierkrieg und Gerenne geklappt hätte ...

Finnja, ich habe meinen Mann überredet bekommen, weil er a) zwischenzeitlich echt auf denn Zahnfleisch ging (aktuell wieder viel besser geworden), weil ich ihm b) belegt habe, dass er dort nicht zwangsweise in irgendwelche Psycho-Runden muss :lol: c) weil er im Rahmen von Familienfreizeiten unseres Autismusverbandes schon gemerkt hat, dass Erholung „unter Gleichen“ gut tut.
Es gibt eigentlich nur die eine Väterkur, in Bad Wörishofen - die passt aber für uns bzw ihn ganz gut. :D Schöne Natur, gemeinsam Sport treiben, sich bei Bedarf auskotzen, vielleicht mal auf ein Bier in eine Kneipe gehen, und ansonsten mal drei Wochen lang „nichts müssen“ - vielleicht kannst Du Deinen Mann ja doch überreden, und die zwei treffen sich dann zufällig in Bad W.  8)

Eine Reha braucht und kriegt Männe wohl definitiv nicht.


Dann werden wir wohl mal die Kurberatung einschalten ... :P

Grüße
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Beitragvon JennyK » 17.01.2019, 09:02

Achja, wichtig wäre noch, Fakten zu schaffen, wie mein Hausarzt so schön sagte. Also dokumentieren beim Arzt, wann und wie schlecht es geht, welche Zipperlein bzw. Stressreaktionen schon da sind etc. Ist ja gerade bei Männern eher so, dass die lieber selten zum Arzt gehen... gerade wenn es nichts deutlich akutes körperliches ist.

Ich würde meinem Mann wünschen, dass er sich auf sowas einlassen würde. Wir eigentlich eine Mutter-Kind-Kur "angerechnet? Ich war letztes Jahr, wann könnte mein Mann denn frühestens fahren?
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
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Beitragvon MajaJo » 18.01.2019, 17:27

Liebe Engrid,

eigentlich ist es mit der Väterkur ganz einfach geworden. Der Hausarzt muss nur noch das Muster 64 ausfüllen (hat er selber in seinem Formularsatz), was dann an die Krankenkasse geht. Google mal danach, dann wisst Ihr, was Euch erwartet.

Liebe Grüße

Maja
Maja m. Jo (*10) Neurod., Ichth. vulgaris, Asthma, Allergien m. Anaphylaxie, GdB 70 H, A (*05) Chêneau-Korsett versorgte Skoliose und Sternenenkel (3/18-5/18)


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