Krankenkasse nach 18 Mo. kündigen - zählt Familienvers.?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

Moderator: Moderatorengruppe

Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1941
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Krankenkasse nach 18 Mo. kündigen - zählt Familienvers.?

Beitragvon Mellie » 17.12.2017, 14:54

Hallo,

ich möchte die Krankenkasse von meinem Sohn kündigen, bzw. wechseln. Leider ist er erst seit diesem Sommer Pflichtversichert. Vorher war er bei der Krankenkasse familienversichert.
Zählt die Zeit der Familienversicherung auch zu den 18 Monaten oder fangt die Mitgliedschaft mit seiner Pflichtmitgliedschaft an?
Viele Grüße,
Mellie

Werbung
 
Kaja
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7075
Registriert: 23.08.2007, 09:40

Beitragvon Kaja » 17.12.2017, 15:30

Hallo Mellie,

ich befürchte, § 186 Absatz 1 SGB V und § 10 Absatz 6 SGB V sprechen dagegen, dass die Familiemversicherung als Zeiten der Mitgliedschaft i.S. § 175 Absatz 4 SGB V gelten:

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__186.html

Die Mitgliedschaft versicherungspflichtig Beschäftigter beginnt mit dem Tag des Eintritts in das Beschäftigungsverhältnis

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__10.html
Das Mitglied hat die nach den Absätzen 1 bis 4 Versicherten mit den für die Durchführung der Familienversicherung notwendigen Angaben sowie die Änderung dieser Angaben an die zuständige Krankenkasse zu melden

Danach werden Familienversicherte nicht als Mitglied der KK angesehen. Die Mitgliedschaft beginnt erst mit einer eigenen Versicherung.

Viele Grüße Kaja

Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1941
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 17.12.2017, 15:37

Hallo Kaja,

vielen Dank für Deine Antwort. Das habe ich nämlich auch schon fast befürchtet. Schade. Kann ich trotzdem schon kündigen und dann eben eine Kündigungsbestätigung für nach den 18 Monaten erhalten oder muss ich abwarten? Ich habe nämlich der Krankenkasse schon angekündigt, dass ich kündigen werde, weil der permanente Ärger mit der Pflegekasse nicht aufhört. Dieser ganze Hickhack der letzten Jahre haben bei mir das Fass zum überlaufen gebracht und ich möchte mit dieser Krankenkasse einen Schlußstrich ziehen. :roll:
Viele Grüße,

Mellie

Kaja
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7075
Registriert: 23.08.2007, 09:40

Beitragvon Kaja » 17.12.2017, 15:49

Hallo Mellie,

vielleicht gibt es ja eine Beitragserhöhung zum Jahreswechsel - dann hätte dein Sohn ein Sonderkündigungsrecht. Was bringt es euch, wenn ihr jetzt kündigt? Bessere Leistungen oder eine schnellere Bearbeitung wird es dadurch wahrscheinlich nicht geben. Und ob die KK es versteht (oder verstehen will), dass ihr erst mit Wirkung nach Ablauf von 18 Monaten kündigt, wage ich zu bezweifeln.

Viele Grüße Kaja

Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1941
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 17.12.2017, 15:56

Hallo Kaja,

eine Beitragserhöhung wird es leider nicht geben. Ich habe gelesen, dass vielleicht eine Beitragssenkung geplant ist. Wahrscheinlich wird es uns nichts bringen, wenn wir jetzt kündigen - da hast Du Recht. Ich hoffe irgendwie noch darauf, dass man bei einer anderen Pflegekasse besser mit der Pflegekasse kommunizieren kann. :wink:
Viele Grüße,

Mellie

Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1941
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 03.01.2018, 21:01

Hallo,

leider stimmt es wirklich, dass man vor 18 Monaten Mitgliedschaft aus der Krankenkasse nicht herauskommen kann. Gekündigt kann für Februar 2019 werden.  8)
Viele Grüße,

Mellie

Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1941
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 18.04.2018, 15:04

Hallo,

jetzt ist mein Sohn wieder über meinem Mann familienversichert. Könnte er jetzt sofort ohne Wartezeit in eine andere Krankenkasse in die Pflichtversicherung wechseln?
Viele Grüße,

Mellie

Kaja
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7075
Registriert: 23.08.2007, 09:40

Beitragvon Kaja » 21.04.2018, 23:13

Hallo Mellie,

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__175.html

Die gewählte Krankenkasse hat nach Ausübung des Wahlrechts unverzüglich eine Mitgliedsbescheinigung auszustellen. Hat innerhalb der letzten 18 Monate vor Beginn der Versicherungspflicht oder Versicherungsberechtigung eine Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse bestanden, kann die Mitgliedsbescheinigung nur ausgestellt werden, wenn die Kündigungsbestätigung nach Absatz 4 Satz 3 vorgelegt wird

§ 175 Absatz 4 Satz 3 SGB V regelt:

Die Krankenkasse hat dem Mitglied unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der Kündigung eine Kündigungsbestätigung auszustellen.

Die neue KK wird nach einer Mitgliedschaft in einer anderen KK innerhalb der letzten 18 Monate fragen. Für eine Aufnahme wird dann eine Kündigungsbestätigung der alten KK erforderlich. Die alte KK wird eine Kündigungsbestätigung erst ausstellen, wenn die Bindungsfrist abgelaufen ist.

Viele Grüße Kaja

Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1941
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 22.04.2018, 16:09

Hallo Kaja,

heißt es jetzt, dass dadurch mein Sohn jetzt erst wieder zwei Monate den Status Familienversicherter hat, es nicht möglich ist in eine andere Krankenkasse zu wechseln? Wird er jetzt automatisch in der jetzigen Krankenkasse als Pflichtversicherer angemeldet, obwohl wir dies nicht wollen? Dachte eigentlich dass man ohne die Bindungsfrist von 18 Monaten aus der Familienversicherung raus kann. Insgesamt ist mein Sohn ja seit mehreren Jahren dort versichert - nur eben mit einem Wechsel des Versichertenstatus. :?
Viele Grüße,

Mellie

Werbung
 
Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1941
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 23.04.2018, 12:40

Hallo Kaja,

mir ist noch etwas eingefallen, falls jetzt ein Krankenkassenwechsel nicht möglich ist.
Mein Sohn war von August 2017 bis Februar 2018 Pflichtversicherter. Seit Februar 2018 ist er wieder Familienversicherter. Dazu hat mein Sohn letzte Woche einen Bescheid bekommen, wo er auch in den Widerspruch gehen kann. Meine Überlegung geht jetzt soweit, dass ich einen Widerspruch schreibe und mein Sohn von Februar 2018 weiter Pflichtversicherer ohne Arbeit, aber über die Grundsicherung versichert sein könnte. Würde das Sozialamt für 4 Monate die Pflichtversicherung übernehmen, wenn absehbar ist, dass mein Sohn in die WfbM kommt.
Dann wären nämlich Anfang nächsten Jahres die 18 Monte Pflichtversicherung rum und mein Sohn könnte die Krankenkasse wechsel. So müssten wir ja wieder 18 Monate warten. :(
Viele Grüße,

Mellie


Zurück zu „Erwachsen werden: Leben, Arbeit, Wohnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast