Krankenkasse nach 18 Mo. kündigen - zählt Familienvers.?

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Kaja
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Beitragvon Kaja » 23.04.2018, 14:34

Hallo Mellie,

Mellie hat geschrieben:Mein Sohn war von August 2017 bis Februar 2018 Pflichtversicherter. Seit Februar 2018 ist er wieder Familienversicherter. Dazu hat mein Sohn letzte Woche einen Bescheid bekommen, wo er auch in den Widerspruch gehen kann. Meine Überlegung geht jetzt soweit, dass ich einen Widerspruch schreibe und mein Sohn von Februar 2018 weiter Pflichtversicherer ohne Arbeit, aber über die Grundsicherung versichert sein könnte. Würde das Sozialamt für 4 Monate die Pflichtversicherung übernehmen, wenn absehbar ist, dass mein Sohn in die WfbM kommt.
Dann wären nämlich Anfang nächsten Jahres die 18 Monte Pflichtversicherung rum und mein Sohn könnte die Krankenkasse wechsel. So müssten wir ja wieder 18 Monate warten.

§ 32 SGB XII regelt, dass nur angemessene Beträge zur KV/PV im Rahmen der Grundsicherung übernommen werden. Zumindest hier werden U25-Jährige IMMER auf die Familienversicherung verwiesen. Die Antragsteller müssen eine Bescheinigung der KK ihrer Eltern erbringen, dass eine Familienversicherung nicht möglich ist. Außerdem wäre eine Pflichtversicherung nur nach § 5 Absatz 1 Nr. 13 SGB V möglich, die gemäß § 5 Absatz 8a SGB V gegenüber einer Familienversicherung nachrangig ist. Könnte also schwierig werden.

Andererseits stellt § 175 Absatz 2 SGB V auf die letzten 18 Monate vor Beginn der Pflichtversicherung ab - zumindest da zählt die Familienversicherung mit. Im Ergebnis kommt es da nur darauf an, ob die bisherige KK euch die Kündigungsbestätigung ausstellt. Will sie deinen Sohn eh loswerden, dann wird sie die Chance vielleicht schon nutzen, weil hier ja nicht der Regelfall (ununterbrochene Pflichtversicherung) vorliegt.

Viele Grüße Kaja

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Beitragvon Mellie » 23.04.2018, 15:00

Kaja hat geschrieben:Andererseits stellt § 175 Absatz 2 SGB V auf die letzten 18 Monate vor Beginn der Pflichtversicherung ab - zumindest da zählt die Familienversicherung mit. Im Ergebnis kommt es da nur darauf an, ob die bisherige KK euch die Kündigungsbestätigung ausstellt. Will sie deinen Sohn eh loswerden, dann wird sie die Chance vielleicht schon nutzen, weil hier ja nicht der Regelfall (ununterbrochene Pflichtversicherung) vorliegt.


Hallo Kaja,

das mit der Übernahme bei der Grundsicherung kann ich dann wohl vergessen. Leider glaube ich nicht daran, dass die Krankenkasse so kulant ist und uns entgegenkommen wird, da ich im letzten Jahr schon einmal kündigen wollte und da haben sie uns auf die 18 Monate verwiesen. Eigentlich müssten sie sich ja freuen, wenn sie meinen Sohn loswerden, da er denen viel Geld kostet - alleine jetzt schon durch die Klage, etc. Aber es wird sich dort an die Vorgaben gehalten. Versuchen werde ich es trotzdem noch einmal.
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Mellie » 24.05.2018, 15:43

Hallo,

wollte nur berichten, dass es jetzt mit dem Krankenkassenwechsel geklappt hat. :D
Viele Grüße,

Mellie


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