Einschulung 2018

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 06.12.2018, 14:51

Nicole_ hat geschrieben:Was mich eigentlich sehr geärgert hat, ist die Tatsache, dass man mir mehrfach sagte, ich müsse Ihnen auch vertrauen. Erst im Nachhinein hab ich kapiert, was sie mir da mitgegeben hat. Wenn ich nicht Wochen vorher einen Fototermin oder einen Auftritt immer und immer wieder durchkauen würde, dann würde er an dem Tag nicht funktionieren. Sie sehen aber: Anchricht von der Mutter, dass xy passieren könnte, aber das Kind ist das süße und unkomplizierte Kind wie immer. Also ist die Mutter übervorsichtig oder macht Probleme wo keine Sind. Das regt mich total auf. Ich kann ja nicht eine Veranstaltung vor die Wand fahren lassen und ihn dort ausrasten lassen, nur damit sie kapieren, dass ich nicht Spinne. :roll:


Das ist leider das Schicksal von Müttern von besonderen Kindern: die Situationen werden nie so gesehen, wie sie tatsächlich sind! Wobei mir ehrlich gesagt lieber ist, ich werde als übervorsichtige Helikoptor-Mama gesehen als als erziehungsunfähige Assoziale! Man glaubt oft nicht, wie klein der Spielraum zwischen diesen beiden Extremen ist.

Und die meisten Kinder sind in der Schule sowieso anders als zu Hause. Beim Elternabend wurde mir gesagt, man müsse an Alexander Sozialverhalten "arbeiten", weil er immer so nett und friedlich sei, und sich widerstandslos gefallen lässt, wenn ihm seine Mitschüler z.B. was wegnehmen.

Da bin ich dann ziemlich froh, dass es bisher offensichtlich noch keinen Meltdown-Anfall in der Schule gab. Zu Hause kann so ein Anfall bis zu 45min dauern und der Auslöser kann sein, dass man den Lichtschalter betätigt hat, obwohl ER das tun wollte. Wenn ich das dann den Lehrern erzähle, schauen sie mich mit großen, blanken Augen lächelnd an und überlegen offensichtlich, ob da was dran sein könnte oder ob ich einfach nicht ganz richtig im Kopf bin...

Umgekehrt habe ich die Sitution öfter mit meinem älteren Sohn. Wenn der in der Öffentlichkeit aus nichtigem Anlass einen Kreischanfall bekommt, bin ich ganz, ganz schnell in der Schiene "überforderte Assi-Mutter, nicht imstande, das Kind zu erziehen". Je nach eigener Gemütslage kann ich das entweder locker wegstecken oder bekommte Mordgelüste gegen die blöden Leute und deren noch blödere Blicke und Kommentare!

Da ist mir schon lieber, als übervorsichtige Helikoptor-Mama gesehen zu werden - nur mal so, zum Trost :wink: !
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

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Nicole_
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Beitragvon Nicole_ » 06.12.2018, 19:59

@Lisaneu:

Ja klar, im Grunde hast du Recht, aber ich spreche halt anders mit den Eltern meiner Schüler. Auch schon bevor mein Sohn eine Diagnose hatte. "Eltern sind die Experten für ihre Kinder" ist meiner Ansicht nach ein wichtiger Satz.
Aber ich schreibe auch keine Tadel für ein Kind mit schwerem ADHS, was mich massiv beleidigt, sondern sage ihm, dass er wohl überlastet ist und mal kurz zur Toilette gehen soll. Er aber weder mit mir noch mit anderen so reden könne, weil das einfach nicht gehe.
Verstehst du? Ich suche immer nach dem Grund für ein Verhalten und ich komme einfach nicht damit klar, dass so viele es nicht einmal in Erwägung ziehen.

LG
Großer (6) Asperger Autist mit Insel Hochbegabungen
Kleiner (nur der normale Wahnsinn)


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