Darf Vermittler (Jobcenter) beim Gericht anrufen?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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svenjaagnetha
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Darf Vermittler (Jobcenter) beim Gericht anrufen?

Beitragvon svenjaagnetha » 15.12.2017, 16:35

Hallo
Darf der Vermittler von jobcenter beim Gericht anrufen wenn wir keine Erlaubnis erteilten.
Es geht wegen die Betreuung für mein behinderte sohnes. Wer die Pflege weiter macht.
Mfg svenjaagnetha
thorbjörn(1999) infantile zerebralparese von dyston-hypotonen typ g 80.8 nach icd,
deutliches psychomentale retardierung f 79 nach icd,
unklares hypotonie-retardierungs-syndrom q 89,9 nach icd.und Chromosom2 defekt.und ein wenig autische störung bekommt fussorthesen

TanjaJ1972
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Beitragvon TanjaJ1972 » 15.12.2017, 16:46

Hallo,
was hat denn das Gericht mit der Pflegeperson zu tun?
Sollte da nicht eher die KK/Pflegekasse Auskunft geben können, wer die Pflegeperson ist?

Gruß
Tanja
Tanja mit N1. (*2003, Kabuki-Syndrom) und N2. (*2006, gesund)

svenjaagnetha
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Beitragvon svenjaagnetha » 15.12.2017, 17:39

Hallo

Ich bin aus der Vermittlung rausgenommen worden wegen der Betreuung für mein behinderte sohnes.
Er ist am Montag 18 Jahre gewurden und da bekommen wir den betreuungschein von Gericht.
Mein Sohn ist geistig körperlich behindert er kann weder sprechen noch laufen muss noch gewickelt werden.

Mfg svenjaagnetha
thorbjörn(1999) infantile zerebralparese von dyston-hypotonen typ g 80.8 nach icd,
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Sinale
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Beitragvon Sinale » 15.12.2017, 17:50

Hallo svenjaagnetha,

wenn du die Betreuung für deinen Sohn weiterhin übernimmst und dies vom Gericht auch so entschieden wurde, bekommst du vom Gericht einen Betreuungsschein. Davon kannst du eine Kopie machen und diese Kopie dem Jobcenter vorlegen.

Meinem Wissen nach darf der Vermittler nicht bei Gericht anrufen, wenn Ihr nicht zugestimmt habt.
Viele Grüße
Sinale

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Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 15.12.2017, 20:30

Moin,

was möchte denn der Vermittler vom Gericht (wissen)?

Die Frage, ob dein sohn unter RECHTLICHER Betreuung steht, hat eher nichts mit deiner Arbeitstätigkeit oder Arbeitsfähigkeit zu tun. Es handelt sich dabei ja um eine rechtliche Betreuung, nicht um die pflegerische Betreuung.

Pflegestufe und die Frage, wer Pflegeperson ist und in welchem Umfang das macht, das dürfte viel eher entscheidend sein.
Eine rechtliche Betreuung alleine hat mit deiner Arbeit gar nichts zu tun - viele ehrenamtliche Betreuer führen neben einer Vollzeitberufstätigkeit noch rechtliche Betreuungen.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
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Beitragvon Kaja » 17.12.2017, 14:41

Hallo,

zur Einrichtung der Betreuung wird vom AG ein Gutachten in Auftrag gegeben, an dem auch andere Behörden und Gerichte großes Interesse haben. Bei der Nachbarin habe ich bereits mehrfach erlebt, dass andere Gerichte die Betreuungsakte beiziehen. Bei Behörden ist die Grenze der Amtshilfe in § 4 SGB X geregelt:

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/__4.html
2) Die ersuchte Behörde darf Hilfe nicht leisten, wenn

1. sie hierzu aus rechtlichen Gründen nicht in der Lage ist,
2. durch die Hilfeleistung dem Wohl des Bundes oder eines Landes erhebliche Nachteile bereitet würden.

Die ersuchte Behörde ist insbesondere zur Vorlage von Urkunden oder Akten sowie zur Erteilung von Auskünften nicht verpflichtet, wenn die Vorgänge nach einem Gesetz oder ihrem Wesen nach geheim gehalten werden müssen.
(3) Die ersuchte Behörde braucht Hilfe nicht zu leisten, wenn

1. eine andere Behörde die Hilfe wesentlich einfacher oder mit wesentlich geringerem Aufwand leisten kann,
2. sie die Hilfe nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand leisten könnte,
3. sie unter Berücksichtigung der Aufgaben der ersuchenden Behörde durch die Hilfeleistung die Erfüllung ihrer eigenen Aufgaben ernstlich gefährden würde.
Viele Grüße Kaja

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Beitragvon svenjaagnetha » 28.01.2018, 20:29

Hallo

Wir haben jetzt den Betreuerausweis diesen haben wir beim Jobcenter vorgelegt jetzt will er das Schreiben von Gericht haben das geht den doch eigentlich nicht an was da deine steht der Betreuerausweis müsste eigentlich reichen.
Den ich bin weiterhin für die Pflege von Sohn zuständig.
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Beitragvon Jörg75 » 28.01.2018, 20:39

Moin,

was für ein Schreiben vom Gericht will er denn haben? Was will er denn daraus wissen?

Aber nochmal - ich verstehe überhaupt nicht, was der Status als rechtlicher Betreuer mit der Pflege deines Sohnes zu tun hat? Viele rechtliche Betreuer machen ihre Arbeit als ehrenamtlicher Betreuer neben einem Vollzeitjob - das ist auch gut möglich.
Bei dir geht es aber doch um die pflegerische Betreuung deines Sohnes - da sollte den Vermittler eher das Gutachten der Pflegeversicherung/ der Pflegegrad interessieren :?:

Gruß
Jörg
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Beitragvon HollysAnne » 28.01.2018, 23:44

Hallo,

das wird doch nicht wieder so eine Geschichte sein, wo das JC jeden noch so dünnen und unsinnigen Strohhalm ergreift, um weniger oder nicht mehr zahlen zu müssen ?!
Es ist gut möglich und gar nicht selten, dass sich die Mitarbeiter beim JC nicht auskennen und auf gut Glück irgendeinen bürokratischen Quatsch anleiern. Leider kann man nicht davon ausgehen, dass das mit rechten Dingen zugeht. :?

Suche im Zweifelsfall rechtliche Beratung.

Lieben Gruß,
Anne
Anne (*83, Logopädin) mit Holly (*3/2012) Abszess zerstörte 2. HW, heute Dystrophie, beinbetonte Spastik, Skoliose,u.v.m. Fröhliche Rollipilotin und meine größte kleine Heldin, Labertasche und Dramaqueen :)
There are still faint glimmers of civilisation in this barbaric slaughterhouse that was once called humanity.


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