Gesucht: Ferienlager für unseren Asperger

Mit einem besonderen Kind in den Urlaub zu fahren ist gar nicht so einfach - schließlich müssen tausend Dinge berücksichtigt werden. Welcher Urlaubsort ist besonders behindertenfreundlich?
Wo habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
Eure Infos sind für so manche Familie mit einem besonderen Kind sicherlich Gold wert!

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Chandrika 82
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Gesucht: Ferienlager für unseren Asperger

Beitragvon Chandrika 82 » 28.11.2017, 09:10

Hallo!

Nachdem unser Sommerurlaub dieses Jahr mit unserem 10-jährigen Asperger die Hölle war (jeden Tag Aggressionen, Gewaltausbrüche, permanentes Beschimpfen, usw. Wir sind deshalb früher nach Hause abgereist!), haben wir beschlossen, dass er die nächsten Sommerferien mit einer Kinderfreizeit wegfährt.
Meine Frage ist, ab wann ihr eure Autisten oder anders besondere Kinder mit einer Gruppe in Urlaub geschickt habt? Und vorallem mit welcher?
Habt ihr positive Erfahrungen mit einem Veranstalter gemacht?

Ich werde sonst wieder keine Erholung haben, sollte K. erneut mit seinen drei Schwestern und uns Eltern wegfahren. :oops:

Vielen Dank für eure Vorschläge!

LG Rika
K. 05/07 ehem. SGA, Kleinwuchs mit Hormonbehandlung, Asperger-Autist, ADHS
M. Schmetterlingskind *03.09.08 +05.09.08
N. 11/12 extr. Frühchen der 24. SSW, IVH II°, ROP III°, Mikrozephalus, Bauchwandhernie, Cerebralparese, Sondenernährung
J. 03/15

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Beitragvon IlonaN » 28.11.2017, 09:18

Hallo Chandrika 82,
Lebenshilfe ??? Für Autisten ist es echt schwierig. Meine Autistin war in dem Alter einmal zu einer Kindererholung für behinderte Kinder über unser Sozialwerk weg. Ging garnicht, obwohl die sich sehr viel Mühe gaben. Kurzzeitpflege??? Bei uns leider nicht machbar, da keine Plätze. Villeicht bei euch?
Viel Glück beim Suchen.
Sind es leibliche Kinder?? Für Ado- und Pflegekinder gibt es noch über Wildfang e.v. eine Möglichkeit, da beteidigt sich auch die Pflegekasse.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Beitragvon Engrid » 28.11.2017, 09:26

Hallo Rika,

manche Regionalverbände vom Autismusverband bieten Ferienfreizeiten an. Und TOKOL kennst du bestimmt schon?

für den Fall, dass sich kein geeignetes Angebot findet:
unser Modell heißt: Junior bleibt mit einem Betreuer zuhause. Das frisst zwar einen ziemlichen Teil der Verhinderungspflege, dafür kann ich dann echt abschalten, und Junior selber hat auch wirklich eine schöne Zeit, und seine vertraute Umgebung - und er lernt in der Zeit eine ganze Menge Unabhängigkeit.
Eine Freizeit fände er NOCH schlimmer als mit uns fahren. :P Ich hoffe, das kommt noch ...

Grüße
Engrid
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Beitragvon Jakob05 » 28.11.2017, 11:40

Versuchs doch mal bei YAT-Reisen. Mein Grosser fährt dort gern mit, allerdings mit Erwachsenengruppen.

Wie wär's denn mit einer umgekehrten Lösung (langfristig): Internatsschule und nur die Ferien /Wochenenden zuhause und mit der Familie ?? Mein Grosser kam mit 10 notgedrungen ins Internat, da keine sinnvolle Lösung vor Ort bestand. Ich hatte große Sorge, dass das schief geht, aber es war das Beste, was uns passieren konnte. Der regelmässige Tagesablauf unter der Woche hat ihm sehr gut getan und uns die Ruhe zuhause.
So regelmässig wäre es für ihn zuhause nie gelaufen und wir konnten Zieten ohne ihn geniessen, so dass Ferien und Wochenenden kein Problem waren.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

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Beitragvon violaya » 28.11.2017, 16:12

Hallo,

meine Erfahrungen waren mit YAT-Reisen die besten (sind auch etwas teurer). Allerdings fahren sie nicht von überall ab. Tokol kann man wohl nicht über die Pflegekasse finanzieren, wie mir schien. Es hängt aber auch alles sehr davon ab, welche Kinder nun gerade mit sind wie die Unternehmungen gemocht werden.

Wahrscheinlich ist es gar nicht so schlecht, Kind mit Betreuer zu Hause zu lassen wie Engrid. Nur muss man da wohl viel Vertrauen zum Betreuer haben...

Gruß
Viola
Viola (1974, alleinerziehend), Hüftdysplasie, Rosacea
und Sohn (2006), 2010 Diagnose frühkindlicher Autismus "high-functioning", meine Erachtens hyperaktiv, zeitweises Stottern
2015 ASS bestätigt + einfache Aufmerksamkeitsstörung

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Beitragvon Chandrika 82 » 28.11.2017, 20:50

Hallo!

@Ilona: Die Lebenshilfe habe ich kontaktiert. Die haben keine Plätze. Für eine Kurzzeitpflege kenne ich keine Einrichtung bei uns. Da müsste ich mal nach schauen. Für autistische Kinder gibt es leider kaum - keine Angebote. Ja, er ist unser leiblicher Sohn.

@Engrid: Ich habe eben eine Mail an TOKOL geschickt. Mal schauen, was die antworten. Wie rechnet ihr denn die VHP ab? Ich dachte, es dürfen nur 8 Stunden maximal pro Tag sein?
Wir haben leider niemanden, der mehrere Tage am Stück unseren Großen hüten würde. :roll:

@Jakob: Bei YAT Reisen habe ich schon die Schwierigkeit, die entsprechenden Kriterien (sozial-emotionale Behinderung) nicht eingeben zu können.

Vielen Dank für eure Vorschläge!

LG Rika
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Beitragvon Engrid » 28.11.2017, 21:28

Hallo Rika,

so geht unsere Version: https://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopi ... 74#2089474
Klar kannst du 8 h und mehr VP abrechnen, es wird halt dann was vom Pflegegeld abgezogen.

Grüße
Engrid
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Beitragvon Jakob05 » 29.11.2017, 08:14

Hallo Rika,
bei Yat kannst du einfach anrufen, das klappt am besten.
C.
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