Finanzierung Hospizpflege

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

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Anja mit Tristan
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Finanzierung Hospizpflege

Beitragvon Anja mit Tristan » 23.11.2017, 10:17

Hallo zusammen,

unser Kinderhospiz hat massiv die Tagessätze erhöht, d.h. wir können über alle Töpfe (KZP, VHP, ZBL) nur noch 8 Tage im Jahr Entlastung buchen und dann wären wirklich alle Mittel schon aufgebraucht. Bei Notfällen unsererseits stünden wir dann ziemlich hilflos da.
Dass ich die KZP einsetze, ist klar.

Wenn ich richtig informiert bin, gibt es Vereinbarungen zwischen den Hospizen und dem GKV-Spitzenverband, dass nach Ausschöpfen der KZP dann Hospizpflege für insg. max. 28 Tage im Jahr aus der GKV gezahlt wird und VHP und ZBL nicht eingesetzt werden müssen.

Ein Telefonat mit unserer Beihilfe gestern war vorsichtig positiv. Ich solle diese Vereinbarung vorlegen und dann würde geprüft, ob man sich als Einzelfallentscheidung aus Fürsorgegründen und zur Erhaltung unserer Dienstfähigkeit anschließen würde.
Was die PPV und PKV dann daraus machen würden, keine Ahnung...

Wie werden die Entlastungsaufenthalte bei Euch abgerechnet? Gibt es bei Euren Beihilfestellen schon solche Regelungen?

Liebe Grüße
Anja
Tristan: 10/2014, HIE, Aphagie (Button), Hiatushernie, Cardiainsuff., GÖR, Fundoplicatio, ICP, Laryngomalazie, Sehbehind., global entwicklungsverz. - Mamas und Papas Sonnenscheinchen

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Sandra_mit_Rasselbande
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Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 23.11.2017, 14:23

Hallo, inhaltlich kann ich nichts beitragen. Aber ein Tag kostet euch 590,50€ Zuzahlung? Das ist verdammt krass. Ich hoffe ihr findet eine Lösung
Sandra mit Zirkusfamilie
Sondervorstellung 84.5

Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H
Tochter (10)
Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt

Anton09
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Hospiz

Beitragvon Anton09 » 23.11.2017, 14:24

Hallo,
bei uns wird der Aufenthalt durch Hospizpflege abgedeckt ( Antrag stellt Hospiz mit Arztbrief) und Spenden. Ich nehme da Urlaub oder arbeite die Zeit rein.
Wir als Familie lassen immer einen gewissen Betrag als "Spende" da.
Im Urlaub müsste ich ja auch viel bezahlen.
Und das Pflegegeld wird mir in der Zeit gekürzt.
PG 5, für eine Woche ca. 180 Euro ca. 2x im Jahr.
Aber das kann ja alles gut geplant werden, da wir im Dez. schon unsere Termine fürs nächste Frühjahr/ Herbst planen.
Das ist unser gemeinsamer Urlaub.

Verhinderungspflege und zusätzliche Betreuungskosten nehmen wir nur für FUD über Lebenshilfe.

Schöne Grüsse
Frauke
Anton 30.01.2009, Therapie-refraktäre Epilepsie, fokal kortikale Dysplasie - epilepsiechirurgische Resektion, Shunt, Button, schwere psychomotorische Entwicklungsretardierung, zentrale Bewegungsstörung, interstitielle Duplikation im Xq-21.1 Gen, VNS-Implantation, PG 5 - ein Sonnenschein zum Verlieben

claudia31
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Beitragvon claudia31 » 23.11.2017, 15:53

Hallo,

Bei uns hat sich die private Krankenversicherung auf Nachfrage meinerseits der Regel für gesetzliche Krankenversicherung en auf freiwilliger Basis angeschlossen.

Die Beihilfe schliesst sich dann als der Entscheidung an.

Das heißt für uns auch vier Wochen im Jahr ohne Anrechnung KZP, VHP oder ZBL.

Uns wird dann auch nur das Pflegegeld gekürzt.
Allerdings hat unser Hospiz für nächstes Jahr auch massiv die Sätze erhöht. Da habe ich ehrlich gesagt doch schon Angst, dass die Private nicht mehr mitspielen wird...

Viel Glück!

Claudia

GerritsMama
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Beitragvon GerritsMama » 23.11.2017, 20:18

Hey, ich häng mich da mal mit dran....
Seit wann sind denn die Tagessätze erhöht? Wir hatten bisher immer ohne Probleme unsere vier Wochen im Jahr ausschöpfen können.
Dieses Jahr wurde das erste Mal das Pflegegeld für diese Zeiträume gekürzt. Hatte ich noch nie, bzw ich habe es im nächsten Monat sonst immer zurückbekommen.
Und wir hatten das erste Mal, das die gesamte!!! Hospizleistung und Verhinderungspflege komplett aufgebraucht wurde. Ich hatte schon Panik, wir müssten jetzt selbst zahlen! Nach vielen Telefonaren wurde dann gesagt, dass (gesetzlich versichert) der Rest über die normale Krankenversicherung(??) gezahlt wird.
Nächstes Jahr will ich die VHP auf jeden Fall für den FeD nutzen.
Ich wollte eigentlich wieder vier Wochen planen, bin dadurch aber jetzt total verunsichert.


LG Silke
Gerrit *08/2013, 34+1 SSW, MOPD Typ 1, BPD, globale Entwicklungsstörung, Neurodermitis
Sophia *03/2009

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Anja mit Tristan
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Beitragvon Anja mit Tristan » 23.11.2017, 21:12

Hallo zusammen,

ganz lieben Dank für Eure Hilfe!

@ Silke: Seit 1.11. Ich schreib Dir gleich ne WhatsApp, okay?

@ Sandra mit Rasselbande: Als privat Versicherte müssen wir den gesamten Tagessatz erst einmal zahlen und dann schauen, wo wir uns die Kosten zurück holen. Das ist echt blöd! Unsere PPV geht streng nach § 39a SGB XI vor und rechnet den Hospizaufenthalt komplett auf auf die Pflegetöpfe an. Und wenn der Tagessatz steigt und die Beträge der KZP, VHP und ZBL nicht, dann können wir uns davon weniger Tage "kaufen".

@ Claudia31: Das hört sich ja erst einmal gut an, dass es PKVen gibt, die die Regelung übernehmen. Unsere hat sich bisher stikt geweigert, trotz Schreiben vom Hospiz und von uns und Attesten. Vielleicht kommen wir anders herum zu unserem Glück, also über die Beihilfe. Und wenn wir die 80% von der Beihilfe bekommen, tragen wir notfalls die 20% privat und setzen die bei der Steuer ab.

Liebe Grüße
Anja
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Beitragvon Anja mit Tristan » 15.05.2018, 08:08

Hallo zusammen,

ich möchte nicht ein neues Thema aufmachen, daher schreibe ich einmal hier weiter. Wir haben schon wieder Probleme mit der Abrechnung der Hospizpflege.

Tristan war Mitte Dezember 2017 nach einem Kkh-Aufenthalt mit Komplikationen im Hospiz.
Die Rechnung des Hospizes datiert vom 02.01.2018.
Die PPV hat nach § 39a SGB V abgerechnet und die Kurzzeitpflege von 2018 verbraucht! Die Leistung wurde aber im Jahr 2017 erbracht und es standen noch Mittel aus der Verhinderungspflege und ZBL aus 2017 zur Verfügung.
Auf meinen Widerpruch und 2 Sachstandsanfragen habe ich bis heute keine Antwort erhalten.
Problem: Ohne den korrekten Leistungsbescheid der PPV rechnet mir die Beihilfe ihren Anteil, mithin 80 % der Rechnung, nicht ab.

Was kann ich tun? Geleistet hat die PPV ja, nur leider aus dem falschen Topf. Und die falsche Berechnung kann ich der Beihilfe nicht schicken, damit das Geld erst einmal kommt. Das gibt Verwirrung. Ich sehe auch nicht ein, es auf sich beruhen zu lassen, denn die Kurzzeitpflege ist für 2018 bereits fest verplant für einen Entlastungsaufenthalt.
Ich habe allerdings auch keine Nerven, deswegen das SG zu bemühen.

Liebe Grüße
Anja
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Beitragvon Jörg75 » 15.05.2018, 09:09

Hallo Anja,

hast Du mal versucht da anzurufen? Hast du eine Nummer, wo du halbwegs verläßlich jemanden erreichst, der Ahnung hat oder landest du nur in irgendwelchen Callcentern?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es (jedenfalls manchmal) mit Anrufen zusätzlich zur schriftlichen Kommunikation klappen kann.

Sonst würde ich
a) entweder direkt an den Vorstand schreiben und auf die falsche und fehlende Bearbeitung hinweisen oder
b) einen befreundeten Anwalt bitten eine kurze Erinnerung schreiben zu lassen - das wirkt manchmal auch Wunder.

Viele Grüße
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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Anja mit Tristan
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Beitragvon Anja mit Tristan » 15.05.2018, 11:31

Hallo Jörg,

angerufen habe ich, bin im Callcenter gelandet. Dort bekam ich nur die Auskunft, dass sowohl Widerspruch als auch die Sachstandsanfragen eingegangen sind, jedoch noch nicht bearbeitet worden sind. Mehr konnte/wollte die Dame vom Callcenter nicht sagen. Weiterverbunden zum Sachbearbeiter wurde ich auch nicht. Einen direkten Aussendienstler unserer Versicherung haben wir nicht mehr, der hat sich vor ein paar Jahren zur Ruhe gesetzt, die Nachfolgerin ist wenig kompetent.

Ich werde einmal die Idee mit dem Anwaltsschreiben versuchen.

Lieben Dank erstmal und schöne Grüsse
Anja
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