Jugendhilfe, ext. Unterbringung und Ausbildung

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Aki
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Jugendhilfe, ext. Unterbringung und Ausbildung

Beitragvon Aki » 06.11.2017, 01:00

Hallo,
heute komme ich mit stöbern in alten Beiträgen nicht mehr weiter und vielleicht findet sich ja jemand, der sich auskennt.

Unser Sohn -17, Autist, GdB 50%- befindet sich in einer Einrichtung des CJD, vollstationär sozusagen, und macht dort derzeit ein berufsvorbereitendes Jahr.

Im letzten Jahr zum normalen Schulabschluss ging die Finanzierung komplett über die Jugendhilfe, nun ist die Agentur für Arbeit (Rehaabteilung) mit im Boot und man teilt sich die Kosten (Jugendamt Unterbringung, AA AUsbildung).
Wir zahlen unseren Beitrag als Eltern - also Unterhalt
Das Kindergeld wird eingezogen

Von anderen Eltern wissen wir, das sie für Ferienzeiten/Wochenenden einen Anteil gut bekommen, bei uns wurde das abgelehnt. Dazu zahlen wir einen Teil der Kleider, Hygienesachen und meist den Friseur, weil der Autist mit den Angeboten vor Ort nicht gut zurecht kommt.

Nun gibts vom AA ein Ausbildungsgeld von 111,-€ im Monat, auf die Das JA nun auch Anspruch erhebt. Das heißt ein Träger zahlt was aus und der andere Träger kassiert es ein? Kann das so sein?

Nun ist die Maßnahme vom JA erstmal bis zum 18. Geburtstag genehmigt und wir stehen vor der Aufgabe, das der Jugendliche weiterführende Unterstützung beantragt.
Vom AA haben wir erfahren, das der Elternunterhalt im Berufsbildendenden Jahr 0,- wäre und in der Ausbildung max. 111,-€, was uns finanziell sehr entlasten würde. Nachteil wäre, das der Betreuungsschlüssel in der Einrichtung sinken würde und er da bei Ausflügen mehr aus der eigenen Tasche an Eintritten usw. zahlen müßte.

Also steht für uns die Überlegung, die Weiterfinanzierung durchs JA garnicht erst zu beantragen und die Kosten komplett übers AA abzuwickeln. Irgendwie habe ich aber Sorge, das ich was übersehe - bzw. etwas wichtiges nicht weiß.
Gibts Denkanstöße ??
Wer steht einem unabhängig mit jur. Rat zur Seite?? Macht der VDK da Sinn?

Und - nur halb zur Thematik: Ein Bescheid - mit der Info, das das JA den Einzug des Ausbildungsgeldes beantragt hat und die Rechtsmittelinformation ging direkt an den Jugendlichen in der Einrichtung. Noch ist der Kerl minderjährig, wir Eltern verantwortlich und wir sind der Meinung, das solche Post an die Eltern an der Meldeanschrift gehört - oder???

Ich bin für jeden Anstoß dankbar

Liebe Grüße
Aki
Sohn, 01/2000 mit ADHS + Asperger

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Olivia11J
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Beitragvon Olivia11J » 29.01.2018, 22:09

Hallo Aki,

ich weiß nicht, ob dir meine Antwort hilft. Ich kann nur sagen, dass bei meiner Tochter, die in wenigen Wochen 18 wird, die Rehamaßnahme CJD vollständig von der Ag. für Arbeit übernommen wird. Alle Maßnahmen aus dem Jugendamt werden eingestellt bzw. laufen nur noch 1 Monat über den 18. Geburtstag hinaus.
Mona mit Tochter (17) mit IQ 82, Depressionen, Ängsten, von der Schule geflogen, Verweigerungshaltung ...


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