Kosten für Draht um die Zähne (Retainer) bei ü. 18-jährigen

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

sandra8374
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1342
Registriert: 09.09.2010, 12:49
Wohnort: Ruhrgebiet

Beitragvon sandra8374 » 11.01.2019, 04:36

Die KKH ist eine Krankenkasse und zahlt bei Ihren eigenen Versicherten.

Ob es etwas vergleichbares bei der eigenen Krankenkasse gibt, müsste man erfragen. Oder die Rechnungen einreichen.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

Werbung
 
Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1888
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 16.01.2019, 18:12

Hallo,

ich habe jetzt den Kostenvoranschlag bekommen. Für das Entfernen der Retainer soll ich 400 Euro zahlen. Das ist aber noch nicht die schlechte Nachricht. :( Die Ärztin hat sich die Akte durchgeguckt. Die alte KFO hat die Behandlung erfolgreich (nach Ihrer Sicht) abgeschlossen und ich habe das Geld von der Krankenkasse zurückbekommen. Deswegen kann man daraus kein Rezidivfall machen. Ich soll jetzt bei der Krankenkasse erfragen, ob wir trotzdem einen neuen Kostenplan aufstellen können, der übernommen wird. Auf die abgeschlossene kieferorthopädische Behandlung soll ich verweisen und das es jetzt schlimmer geworden ist. Hat jemand noch einen Tipp, das die Kosten übernommen werden. Mein Sohn kann sich die Behandlung ja eigentlich gar nicht leisten und ich muss es übernehmen. Wäre schön, wenn es eine Möglichkeit gibt, das die Kosten übernommen werden.
Viele Grüße,
Mellie

Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1888
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 17.01.2019, 13:15

Hallo,

das sind die Leistungen für den Retainer:
Modell 2
Eingliederung eines Klebebrackets 12
Entfernung eines Klebebrackets 12
Eingliederung eines Teilbogens 2
Lokale Fluoridierung 4
Abformung oder Teilformung eines Kiefers 2
Abdruck PrivKK 2

Ich habe jetzt mit der Krankenkasse gesprochen. Die Kieferorthopädin kann den Kostenplan für eine erneute umfangreiche kieferorthopädische Behandlung einreichen. Es wird dann entschieden, ob der Plan bei Volljährigkeit genehmigt wird. Es heißt Daumen drücken und abwarten.
Viele Grüße,

Mellie

Petra62
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 326
Registriert: 11.03.2016, 14:16
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon Petra62 » 17.01.2019, 13:27

Hallo Mellie
Na dann habt ihr ja noch viel vor. Nur die 400,- Euro :shock: für das Entfernen, kann ich nicht nachvollziehen. Den Betrag haben wir für die Retainer gezahlt. Wr sollen 137,- für eine Entfernung zahlen. Die Behandlung unseres Sohnes wurde Anfang Januar beendet. Der Retainer soll ein Leben lang getragen werden, sowie die lose Spange, mindestens 2 mal wöchentlich.
Ich würde wegen der hohen Kosten nochmal fragen, auch die Kasse.
Viel Glück euch.
Viele Grüße
Petra
Wenn jeder Tag mit einem Lächeln beginnt
ist es ein guter Tag.
Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
Sohn (2002) Fit
Sohn (2004) Fit

Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1888
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 17.01.2019, 13:34

Hallo Petra,

das ist für das Entfernen und Einsetzen eines neuen Retainer. Und das soll noch ein Spezialpreis sein, d. h. für uns besonders günstig.
85,08 kostet das Entfernen des Retainers.... ist oben in der Auflistung im Preis mit drin.
Viele Grüße,

Mellie

Petra62
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 326
Registriert: 11.03.2016, 14:16
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon Petra62 » 17.01.2019, 14:01

Ach so, dann habe ich das falsch verstanden. Etwas mehr wie 400,- haben wir ja auch bezahlt, ober vier und unten sechs Zähne.
Viele Grüße

Petra

Wenn jeder Tag mit einem Lächeln beginnt

ist es ein guter Tag.

Petra ( 1962 )

Sohn (1998) Asperger ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.

Sohn (2002) Fit

Sohn (2004) Fit

Kaja
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7045
Registriert: 23.08.2007, 09:40

Beitragvon Kaja » 17.01.2019, 22:21

Hallo Mellie,

ich denke, die Frage ist hier eher weniger, ob ein Rezidiv (Zurückwandern der Zähne nach Abschluss der Behandlung) vorliegt, sondern ob beim Anbringen des Retainers fehlerhaft gearbeitet wurde. Entweder es wurde nicht vorschriftsmäßiger Draht verwendet (dann möglicherweise Gewährleistung nach Werkvertragsrecht - aber Verjährung nach zwei Jahren) oder das Einsetzen des Drahtes erfolgte nicht leitliniengerecht. Dann müsste der frühere KFO die Kosten übernehmen. das müsst ihr (vielleicht mit Hilfe der neuen KFO beweisen)

Ob jemand die Behandlung als abgeschlossen angesehen hat, dürfte für diesen Fall nicht von Relevanz sein. Im Übrigen tritt ein Rezidiv naturgemäß nach Abschluss der Behandlung auf, so dass die Begründung der neuen KFO so nicht ganz schlüssig ist.

Viele Grüße Kaja

Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1888
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 17.01.2019, 22:39

Hallo Kaja,

der Retainer ist mehrere Jahre drin gewesen.

Jetzt geht es darum, dass damals die Behandlung nicht fertig war und die kfo mir es aber als gutes Ergebnis verkauft hat. Die neue kfo hat die Abdrücke des Kiefers gesehen, da sie die Unterlagen angefordert hatte. Jetzt erstellt sie einen neuen Behandlungsplan, der bei der Kasse eingereicht werden muss. Problem ist die Volljährigkeit meines Sohnes.
Viele Grüße,

Mellie

Kaja
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7045
Registriert: 23.08.2007, 09:40

Beitragvon Kaja » 17.01.2019, 22:51

Hallo Mellie,

die Behandlung wird nach Vollendung des 18. Lebensjahres übernommen, wenn sie vor Vollendung des 18. Lebensjahres begonnen wurde und noch nicht abgeschlossen ist. Ist trotz Abschlussbescheinigung des ersten KFO das Ergebnis von so schlechter Qualität, dass man nicht von einem tatsächlichen Abschluss der Behandlung sprechen kann, so muss die KK die Kosten der Weiterführung der Behandlung übernehmen. Das muss aber der neue KFO ausführlich darlegen und begründen. Für die KK ist ja die Abschlussbescheinigung des ersten KFO ein Anhaltspunkt für eine abgeschlossene Behandlung, den es nun zu widerlegen gilt.

Aber das ist doch eine andere "Baustelle" als der defekte Retainer. Oder will die neue KFO der KK die Reparatur des Retainers als Weiterführung der aus ihrer Sicht noch nicht beendeten Behandlung "verkaufen"?

Viele Grüße Kaja

Werbung
 
Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1888
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Beitragvon Mellie » 18.01.2019, 10:02

Hallo Kaja,

es hat sich erst im Laufe des Threads herausgestellt, dass es sich nicht nur um den Retainer handelt.

Das der Retainer eine private Leistung ist, habe ich jetzt verstanden und werde ihn auch bezahlen.

Die erneute kieferorthopädische Behandlung ist eine andere Baustelle. Beim Erstgespräch mit meinem Sohn meinte die Kieferorthopädin, dass man es als ein Rezidiv ansehen kann und die Krankenkasse die erneute Behandlung übernehmen muss. Als sie die Unterlagen von der alten Kieferorthopädin bekam samt Abdrücke, meinte sie, dass es kein Rezidiv sei sondern der Zustand von damals. Ich habe es mit der Beendigung der Behandlung, die durch die Kieferortopädin stattfand und dem Einreichen der Rechnungen bei der Krankenkasse hingenommen. Hätte ich gewusst, dass man bei dem Kiefer meines Sohnes noch mehr machen könnte, hätte ich doch gar nicht gesagt, ok alles gut. Wie soll ein Laie denn nach 5 oder 6 Jahren Behandlung wissen, dass die alte Kieferorthpädin nicht die Wahrheit sagt. Ich bin davon ausgegangen, dass alles seine Richtigkeit hat, da sie meinte, dass man ein besseres Ergebnis nicht mehr erzielen kann und es ein toller Behandlungserfolg ist.

Die neue Kieferorthopädin, die ich auch schon länger durch mein anderes Kind kenne, meinte, dass sie sich für meinen Sohn einsetzt. Sie schreibt einen ausführlichen Bericht mit Diagnose und widerlegt auch alles, das haben wir ausführlich besprochen. Hoffentlich klappt es dann im Endeffekt auch alles so. :roll:

Das ist gut zu wissen, dass die Kasse die Kosten übernehmen muss, wenn die Behandlung vor dem 18. Lebensjahr begann. Die Behandlung ging bis zu dem 16. Lebensjahr. Seit 3 Jahren ist mein Sohn nicht mehr beim Kieferorthopäden gewesen.
Viele Grüße,

Mellie


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast