Kosten für Draht um die Zähne (Retainer) bei ü. 18-jährigen

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Senem
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Beitragvon Senem » 03.11.2017, 15:43

Hallo Kaja,

warum genau werden die Kosten für den Retainer von der Krankenkasse übernommen?
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

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Kaja
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Beitragvon Kaja » 03.11.2017, 15:47

Hallo Senem,

wenn es in der Satzung der KK, in der man versichert ist, vorgesehen. ist.

Viele Grüße Kaja

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Beitragvon Juler » 03.11.2017, 16:28

Kaja hat geschrieben:Hallo Juler,

der Zuschuss in Höhe von 150,00 € ist zwar keine Pflichtleistung der Kasse, aber eine Satzungsleistung und somit eine Leistung der Kasse und damit eine Kassenleistung. Wenn du nun schreibst, Retainer seien keine Kassenleistung, so denken viele User, die Kasse würde überhaupt nichts zahlen. Das ist aber nicht so. Jede KK hat ihre eigenen Satzungsleistungen und die können - mehr oder wenig hohe - Zuschüsse zum Retainer beinhalten. Wenn Mellies Sohn nicht bei der KKH sein sollte, kann es dennoch sein, dass seine KK ebenfalls Zuschüsse zum Retainer als Satzungsleistung vorsieht.

Viele Grüße Kaja


Danke Kaja für die Korrektur. Du hast natürlich Recht. Ich habe das schlecht ausgedrückt...

Liebe Grüße

Juler
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Mellie
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Beitragvon Mellie » 03.11.2017, 16:50

Hallo,

wir sind nicht bei der KKH. :wink: Aber ich hoffe, dass unsere Krankenkasse es ähnlich handhabt.  8)
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Mellie » 19.11.2018, 17:38

Hallo,

das Thema ist jetzt wieder aktuell, da der untere Draht sich fast komplett gelöst hat. Waren gerade bei der Zahnärztin, die dies provisorisch auch nicht reparieren konnte, so dass wir nächste Woche (Termin) zur Kieferorthopädin fahren werden. Die Zahnärztin hat mir schon richtig Angst gemacht, da sich ein Zahn verschoben hat und ein Teil der kieferorthopädischen Behandlung wiederholt werden muss. Dies müssen wir ja jetzt privat bezahlen, da mein Sohn volljährig ist. Wir gehen jetzt auch zu einem anderen Kieferorthopäden. Hoffentlich lehnt sie die Behandlung nicht ab.

Die Behandlung hatte vor dem 18. Lebensjahr angefangen, wurde aber vor ca. 3 Jahren beendet und jetzt ist der untere Draht kaputt. Kann ich da noch etwas bei der Krankenkasse geltend machen. Ich würde die Behandlung (da dringend) sofort bezahlen und danach erst um Kostenübernahme bitten, falls es möglich ist.
Viele Grüße,

Mellie

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Beitragvon FranziF » 19.11.2018, 20:11

Hallo Mellie,
die Chancen stehen nicht gut dass das übernommen wird, aber nen Versuch ist es wert. ich reiche grundsätzlich alles ein was ich medizinisch zahl, manchmal wirds dann übernommen manchmal nicht- Versuch macht kluch ;)
Bei meinem Kieferorthopäden hats 180€ gekostet, eigentlich sollte nur ein Draht am unteren Kiefer nötig sein, da sich die Zahnform der oberen Zähne der der unteren anpasst durchs kauen- laut meinem KO isses Geldmacherei wenn einem KO's nen zweiten Andrehen wollen. Ich hab seit 2012 nurnoch den Retainer drinnen und es hat sich nichts verschoben, und das obwohl ich EDS hab und sich da alles viel leichter verschiebt- damit gehe ich davon aus, dass die Aussage auch stimmt.
Mein Kieferorthopäde hat einer Freundin angeboten ihr einfach nen Retainer reinzukleben damit sich die Zähne wenigstens nicht weiter verschieben, wenn sie keine neue Zahnspange will/zahlen kann (und ihre Zähne waren zu dem Zeitpunkt schon ne mittlere Katastrophe). Wenn sich der Zahn minimal verschoben hat und das keine Auswirkung aufs Putzen können/den Biss hat, würd ich den Retainer neu befestigen lassen und gut isses. Warum die Zahnärzte da so nen Trara drum machen versteh ich nicht, den sollte der doch locker festmachen können... naja die
wollen wohl dem Kollegen nicht ins Handwerk pfuschen.

Viel Erfolg
Ich (1996)
Ehlers Danlos Syndrom, Myasthenia Gravis (IIb), Allergien & UV, versch. Augenerkrankungen, Hashimoto, AVWS
siehe meine Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic120256.html

Mellie
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Beitragvon Mellie » 19.11.2018, 20:22

FranziF hat geschrieben:Wenn sich der Zahn minimal verschoben hat und das keine Auswirkung aufs Putzen können/den Biss hat, würd ich den Retainer neu befestigen lassen und gut isses. Warum die Zahnärzte da so nen Trara drum machen versteh ich nicht, den sollte der doch locker festmachen können... naja die
wollen wohl dem Kollegen nicht ins Handwerk pfuschen.


Hallo Franzi,

ich habe jetzt gerade noch einmal nachgeguckt, wie lange der Draht drin ist. Es sind erst 3 Jahre her. Normalerweise sollte er länger halten. Eine Garantie gibt es ja leide nicht. :? Nächste Woche weiß ich mehr, wenn ich mit der Kieferorthopädin gesprochen habe und sie sich ein Bild davon gemacht hat. Hoffentlich kommt da nicht noch mehr auf uns zu - außer die Drähte. Werde dann noch einmal berichten, was es ergeben hat. :D
Viele Grüße,

Mellie

Mellie
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Beitragvon Mellie » 26.11.2018, 12:35

:( Hallo,

wir waren jetzt zum Beratungsgespräch bei der Kieferorthopädin. Vorab wurde das Gebiss geröntgt, dann folgte das Gespräch.

Die Kieferorthopädin war schockiert über den Zustand des Gebisses. Konnte es nicht glauben, dass die kieferorthopädische Behandlung abgeschlossen wurde. Wiederholte immer nur, dass ist nicht in Ordnung.... :roll: Fragte mich immer wieder, ob die Behandlung beendet wurde und ich davon eine Bescheinigung habe und die Krankenkasse mir das Geld (Eigenanteil) bezahlt hätte. Dies bejahte ich.

Sie ist auf jeden Fall der Meinung, dass der Draht komplett entfernt werden muss. Dafür bekomme ich einen Kostenvoranschlag. Weiter machte ihr Sorgen, dass die Weisheitszähne noch nicht gezogen wurden. Die Kieferorthopädin hatte damals dazu geraten, aber der Zahnarzt meinte, dass es nicht nötig sei. Deswegen haben wir die Zähne nicht ziehen lassen.

Die Kieferorthopädin benötigt die Abschlussunterlagen der kieferorthopdischen Behandlung. Dies kann sie nicht selbst anfordern, da mein Sohn über 18 Jahre ist. Jetzt habe ich mit der alten Praxis telefoniert und sie wollen die Unterlagen nicht einfach so rausrücken. Sie werden mir einen Fragebogen zuschicken und dann muss ich noch die Betreuung für meinen Sohn nachweisen UND sie wollen von der neuen Ärztin auch ein Schreiben, dass die Unterlagen angefordert werden, damit die Unterlagen direkt dort in die Praxis geschickt werden. Die Dame am Telefon meinte noch dass die Ärztin entscheiden wird, ob sie die Unterlagen zur Verfügung stellt.
Dazu sind sie doch eigentlich verpflichtet.

Auf jeden Fall meinte die neue Kieferorthopädin, dass man daraus einen Rezidiv-Fall machen kann und dann die Krankenkasse die komplette Behandlung zahlen muss.

In der Endbescheinigung stand:
hiermit bestätige ich, dass die kieferorthopädische Behandlung des o. g. Patienten im medizinisch notwendigen Umfang einschließlich der Retentionsphase abgeschlossen wurde.
Die kieferorthopädische Behandlung wurde im Sinne des § 29 Abs. des SGB V abgeschlossen.
Viele Grüße,

Mellie

Senem
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Beitragvon Senem » 26.11.2018, 13:07

Hallo Mellie,

ich würde die alte Kieferorthopädin nicht so einfach davon kommen lassen!
Sie hat schließlich den Fehler gemacht- da kann sonst niemand etwas für. Weder ihr, noch die Krankenkasse!!

Ich würde sie entweder anzeigen oder eure Krankenkasse soll sich das Geld von der alten Kieferorthopädin zurück holen!! Niemand gibt gerne Geld für verpfuschte Arbeit aus!
Gruß



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Beitragvon Mellie » 26.11.2018, 13:17

Hallo Senem,

vielen Dank für Deine Anteilnahme.

Wir müssen jetzt erst einmal abwarten, was die neue Kieferorthopädin zu den Unterlagen sagt. Danach werden wir sehen, was wir machen können. Weiß nicht, ob es als Behandlungsfehler zählt. Aber ich hoffe, dass die Krankenkasse die Kosten übernehmen wird, wenn es so ist, wie es die Kieferorthopädin meint.
Viele Grüße,

Mellie


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